Freiburg: Ablösepoker mit Dinamo Minsk

Klar mit Nationalspieler Putsilo

Anton Putsilo (re.) gegen Dennis Aogo

Felxibler Mittelfeldmann: Anton Putsilo, hier im U21-Länderspiel Weißrusslands gegen Deutschland (li. Aogo). imago

"Sein Vertrag bei Dinamo Minsk läuft am 2. November aus, wir haben ihn ab 1. Januar unter Vertrag genommen, würden den Transfer aber gerne bereits im Sommer vollziehen", erläuterte Sportdirektor Dirk Dufner (42) dem kicker.

Dinamo Minsk will sich die vorzeitige Freigabe großzügig honorieren lassen, gilt Putsilo doch als großes Talent. Der 1,80 Meter große und 74 Kilo schwere Mittelfeldspieler absolvierte bislang zwölf Länderspiele (3 Tore). In der Liga brachte er es 2009 auf 22 Spiele (3 Tore) und in der laufenden Saison auf 13 Einsätze (5 Tore). "Er ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar, technisch gut und schnell", charakterisiert Dufner den künftigen SC-Spieler, der sich nach kicker-Recherchen drei Jahre an Freiburg band.

Im Januar 2008 war Putsilo ebenfalls mit großem Vorschusslorbeer zum Hamburger SV gekommen, setzte sich dort aber nicht durch. Die Hanseaten zahlten seinerzeit 500 000 Euro Leihgebühr. HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer schwärmte zu Beginn: "Er hat was von Aliaksandr Hleb." Doch Putsilo kam in zwölf Monaten nur auf drei Bundesligaspiele. Das lag daran, dass er zunächst einen Rafael van der Vaart vor sich hatte, dann nach dessen Abgang zu Real Madrid das System umgestellt wurde und die zentrale Mittelfeldposition so nicht mehr existierte.

"Wenn sich der Transfer noch in diesem Sommer realisieren lässt, suchen wir vor allem noch nach einem Stürmer und einem offensiven Außenbahnspieler beziehungsweise im Idealfall nach einem, der beides übernehmen kann", so Dufner. Vor Putsilo nahm Freiburg zwei Spieler (Zvonko Pamic und Jan Rosenthal) für die neue Saison unter Vertrag.

Michael Ebert