3. Liga

Vollmann übernimmt Hansa

Rostock: Beinlich wird Hansa-Manager

Vollmann übernimmt Hansa

Peter Vollmann, Hansa Rostock

Wohin führt die Reise? Trainer Peter Vollmann soll Rostock wieder auf Kurs bringen. picture alliance

"Nach dem Abstieg ist es sicher keine leichte Aufgabe, aber wir werden jetzt Tag und Nacht arbeiten und eine vernünftige Mannschaft zusammenstellen", erklärte Vollmann, der kein konkretes Ziel ausgab: "Wir wollen einen ehrlichen Fußball mit einer beständigen Qualität spielen. Erst nach dem sechsten Spieltag kann ich sagen, wohin die Reise geht." Für ihn dauert die Reise zunächst ein Jahr, solange läuft sein Vertrag an der Ostsee.

Der 52-Jährige war bis Dezember 2008 Coach bei Holstein Kiel und seitdem vereinslos. Zuvor trainierte er unter anderem Preußen Münster, Fortuna Köln und Eintracht Braunschweig. Nun soll der Nachfolger von Marco Kostmann zusammen mit Vorstandschef Bernd Hofmann, dem neuen starken Mann an der Ostsee, und Beinlich die Hansa-Kogge wieder auf Kurs bringen.

Rostock vertraut auf Beinlich

Hansa Rostock: Stefan Beinlich

Neuer starker Mann in Rostock: Stefan Beinlich. imago

"Ich habe immer gesagt, dass ich helfen will. Zu diesem Wort stehe ich und kann es nun beweisen. Die Situation ist schwierig, aber ich habe die Chance, ein zukunftsfähiges Team aufzustellen", sagte Beinlich bei seiner Präsentation. Er unterzeichnete in Rostock einen Einjahresvertrag. Hofmann sagte, Beinlich sei die Identifikationsfigur, die der Verein in der jetzigen Situation brauche. "Bei der Besetzung sei es nicht um die Meriten der Vergangenheit gegangen, sondern um Ideen für die Zukunft."

Komplettiert wird der neue Hansa-Vorstand von Sigrid Keler (Finanzen), der ehemaligen Finanzministerin Mecklenburg-Vorpommerns, und dem Unternehmer Peter Zeggel (Marketing). Im Gegensatz zu Hofmann und Beinlich werden beide ehrenamtlich für Hansa arbeiten.

Der neue Vorstandsvorsitzende Hofmann hatte vor einer Woche bei seinem Amtsantritt gesagt: "Ich bin nicht der Heilsbringer, aber ich will die Kogge wieder aufrichten. Es ist eine unbedingte Sanierung notwendig, die mehrere Jahre dauern kann." Den Verein drückt ein enormer Schuldenberg, der große Sprünge nicht zu lässt.

Beinlich, der seine Karriere vor zwei Jahren beendet hatte, war bei Hansa bereits des Öfteren für eine Führungsposition bei Hansa im Gespräch. Mitte 2008 hatte er einen Job als Manager noch abgelehnt, weil ihm nach eigener Aussage zu wenig Kompetenzen zugesprochen wurden. Der frühere Mittelfeldspieler war in seiner Karriere 138-mal für Hansa aufgelaufen.