DFB-Elf schlägt FC Südtirol 4:0

WM-Aus für Träsch?

Verletzt: Christian Träsch humpelt gestützt von zwei Betreuern vom Platz.

Verletzt: Christian Träsch humpelt gestützt von zwei Betreuern vom Platz. picture alliance

Noch ohne die sieben Spieler des FC Bayern, die nach dem verlorenen Champions-League-Finale noch nicht im Trainingscamp der deutschen Nationalmannschaft in Südtirol in die WM-Vorbereitung eingestiegen sind, setzte Bundestrainer Joachim Löw am Pfingstmontag den ersten Wettkampf-Test über zweimal 30 Minuten gegen den Drittligisten FC Südtirol an.

Der Hamburger Piotr Trochowski brachte die DFB-Elf vor knapp 1000 Fans mit einem herrlichen Freistoß in Führung (37.). Der Bremer Mesut Özil erhöhte auf 2:0 (47.), das 3:0 erzielte Cacau vom VfB Stuttgart (54.). Beide Treffer bereitete der Kölner Lukas Podolski vor. Das 4:0 (57.) war ein Eigentor durch Walter Zullo. Löw setzte mit Ausnahme von Träsch, der sich schon in der 8. Minute verletzte, alle Akteure seines derzeitigen Kaders mindestens eine Halbzeit lang ein. Auch die beiden Keeper Tim Wiese und Manuel Neuer wechselten sich ab.

Kapselverletzung im oberen Sprunggelenk

Der zweimalige Nationalspieler Träsch war bei einer Rettungsaktion ohne gegnerische Einwirkung in den Umgrenzungszaun gerutscht und dabei umgeknickt. Der 22-jährige Stuttgarter hat sich dabei eine Fußverletzung zugezogen, die sich nach Angaben des DFB als Kapselverletzung im oberen Sprunggelenk entpuppt hat. Zwar revidierte der DFB am Montagabend seine zuvor getätigte Einschätzung, dass die WM ohne Träsch stattfinden würde und will sich erst nach neuerlichen Untersuchungen festlegen. Eine 14-tägige Trainingspause ist aber mindestens notwendig.

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Träsch gilt als Alternative für die zentrale defensive Mittelfeld-Position oder auf der rechten Verteidiger-Position. DFB-Kapitän Michael Ballack (Bänderrisse im Fuß) und der Leverkusener Simon Rolfes (Knorpelschaden im Knie) sind für diese Rolle bei der Weltmeisterschaft in Südafrika bereits ausgefallen.

Bundestrainer Joachim Löw hatte den Test gegen den italienischen Drittliga-Aufsteiger FC Südtirol im Trainingscamp in Südtirol kurzfristig angesetzt.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, entschied Löw, die vor den Toren wartenden Fans doch einzulassen.