2. Bundesliga

Rostocker Fans ausgesperrt

Nach den Ausschreitungen in Düsseldorf

Rostocker Fans ausgesperrt

Nachdem zahlreiche Fans in Düsseldorf über die Stränge geschlagen haben, dürfen sie in Ingolstadt nicht ins Stadion.

Nachdem zahlreiche Fans in Düsseldorf über die Stränge geschlagen haben, dürfen sie in Ingolstadt nicht ins Stadion. imago

Die Steh- und Sitzplätze im Gästeblock des Tuja-Stadion werden somit am Freitag leer bleiben. Hansa Rostock muss den Ingolstädtern Schadensersatz in Höhe des zustehenden Kartenkontingents leisten.

Beim Spiel in Düsseldorf (3:1 für die Fortuna) hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel bereits nach sechs Minuten erstmals für knapp zwanzig Minuten unterbrochen, nachdem aus dem Rostocker Zuschauerblock Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen worden waren. Hansa-Torhüter Alexander Walke musste zwischenzeitlich aufgrund der starken Rauchentwicklung an den Augen behandelt werden. Der Keeper konnte weiterspielen, redete während der 17-minütigen Unterbrechung wie auch Sebastian und andere beschwörend auf die eigenen Anhänger ein.

In der 83. Minute kam Stark nicht an einer erneuten Spielunterbrechung vorbei, als aus dem Rostocker Zuschauerblock ein Knallkörper auf das Spielfeld geworfen wurde und in der Nähe des Schiedsrichter-Assistenten Mike Pickel explodierte, der daraufhin kurz behandelt werden musste.

Darüber hinaus wurden vor und während des Spiels im Rostocker Block weitere Feuerwerkskörper gezündet. "Ich bin fassungslos, schockiert und traurig. Das ist ein ganz schwarzer Tag für Hansa", sagte der tief getroffen wirkende Manager René Rydlewicz. "Das waren ganz unschöne Bilder, das tut mir weh für den ganzen Verein", befand Trainer Marco Kostmann. Und Kapitän Tim Sebastian urteilte: "Dafür muss man sich schämen, das macht den Fußball kaputt."

Am Montag entschuldigte sich der Verein in einer Stellungnahme für "das Verhalten der Gewalttäter im Rostocker Block" bei allen Verletzten und bei Fortuna Düsseldorf. Zugleich kündigten die Mecklenburger an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen und im Falle eine Täterermittlung zivilrechtlich gegen diese vorgehen zu wollen. Den wirtschaftlichen Schaden durch die Strafe des DFB könnte der Verein von den Tätern einklagen. "Das sind Leute, die sich einschleusen, die dem Verein und dem Fußball schaden wollen. Diese Leute gehören hart bestraft", so Sebastians Forderung.