Bremen: Frings warnt vor dem HSV: "Die wollen uns eins auswischen"

Allofs: "Wir hätten den Titel holen können"

Klaus Allofs

Da war mehr drin: Werder-Manager Klaus Allofs trauert der Meisterschaftschance hinterher. imago

Und niemand im Kreis der Zuhörer schüttelte den Kopf. Schließlich hatten die Hanseaten beim Zweiten eindrucksvoll ihre Qualitäten und ihr Potenzial nachgewiesen, was sie zum Titelanwärter berechtigt hätte, möglicherweise sogar noch vor Schalke oder Leverkusen. Wäre da nicht das Zwischentief um die Jahreswende gewesen, auf das Werders Vorstandschef zielte.

Die mangelnde Konstanz sowie die nicht durchgängig dokumentierte richtige Einstellung verhinderten aus Bremer Sicht höhere Ziele. Ansonsten zementierte das Team, das dank Schaaf taktisch gut strukturiert ist und variabel agiert, das über Solisten wie Özil - Mann des Tages auf Schalker Grün - verfügt, seinem Nimbus als Nummer zwei der Liga hinter Bayern im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts.

Zum sechsten Mal in der Schaaf-Ära peilen sie nun die Champions League an. Mit gebotener Vorsicht noch, wie der Kapitän unterstrich. Noch sei nichts gewonnen, meinte Torsten Frings vor dem Derby: "Wir haben den HSV zuletzt schön geärgert. Die Hamburger werden alles tun, um uns eins auszuwischen."

Das Nord-Derby aktuell im Blick und möglicherweis das Pokal-Finale schon im Hinterkopf. In Berlin kann Werder zudem gegen den Branchenprimus den guten Ruf festigen. Die Chance auf einen Titel. Allofs würde sich bestätigt fühlen.