Hoffen auf Comeback von Stephan Appiah

Ghana fürchtet Essiens WM-Aus

Geht kein Risiko ein: Ghanas Michael Essien würde nur völlig fit an der WM teilnehmen.

Geht kein Risiko ein: Ghanas Michael Essien würde nur völlig fit an der WM teilnehmen. imago

Die Heilung der Knieverletzung (Bänderanriss und Meniskusschaden im linken Knie), die sich der Ghanaer Essien im Training der Nationalmannschaft während des Afrika Cups zugezogen hatte, dauert länger als zunächst angenommen. Wie Chelsea schon am Mittwoch erklärte, wird der Mittelfeldspieler seinem Klub auf der Zielgeraden wohl nicht mehr helfen können.

"Wenn ich es noch bis zur WM schaffe, ist es gut. Aber wenn nicht, habe ich noch meine gesamte Karriere vor mir. Und das ist mir wichtiger", sagte der 27-jährige Essien auf der Chelsea-Website: "Zu früh zurückzukehren und größere Probleme zu verursachen, ist das letzte, was ich tun werde."

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Für die Westafrikaner käme ein WM-Aus ihres Schlüsselspielers einer Katastrophe gleich. Zumal fraglich ist, in welcher Form Kapitän Stephan Appiah die "Black Stars" beim Saison-Höhepunkt in Südafrika anführen kann. Wegen einer langwierigen Knieverletzung hat der 29-Jährige in dieser Saison noch kein Spiel für den italienischen Serie-A-Klub FC Bologna bestritten. Immerhin: Am vergangenen Wochenende stand Appiah beim 1:1 bei Udinese Calcio erstmals im Kader des abstiegsbedrohten Vereins.

Die Ghanaer starten die heiße WM-Vorbereitung am 24. Mai mit einem Trainingslager in Frankreich. Anschließend testen sie in drei Vorbereitungsspielen ihre Form, darunter am 1. Juni in Rotterdam gegen die Niederlande. In Südafrika bekommen es die "Black Stars" zunächst mit Serbien (13. Juni) und Australien (19. Juni) zu tun, ehe Ghana am 23. Juni im abschließenden Gruppenspiel in Johannesburg auf die DFB-Auswahl trifft.