Hamburg: Benjamin nach Kreuzbandriss wieder da - Guerrero in Hamburg

Starter Van Nistelrooy braucht 40 Minuten

Fußball, Europa League: Ruud van Nistelrooy, hier gefoult von Anderlechts Guillaume Gillet, stand in der Startelf des HSV.

Ruud van Nistelrooy, hier gefoult von Anderlechts Guillaume Gillet, stand in der Startelf des HSV. picture-alliance

Insgesamt stand van Nistelrooy schon viermal auf dem Platz für die Hamburger. In der Bundesliga wurde er dreimal eingewechselt – seinen glanzvollsten Auftritt erlebte er dabei beim 3:1-Sieg beim VfB Stuttgart, als der Niederländer binnen zwei Minuten die Hamburger auf die Siegerstraße schoss.

In der Europa League kam er ebenfalls schon einmal als Joker, als ihn Labbadia gegen "seine" PSV Eindhoven einwechselte. Als die Hanseaten bei seinem Ex-Klub das Rückspiel bestritten, fehlte er verletzungsbedingt - der Oberschenkel war verhärtet. Das ist nun alles ausgestanden - gegen die Hertha (1:0) am vergangenen Samstag kam er nach etwas mehr als einer Stunde. Obwohl Stürmer Marcus Berg mit einer Grippe gegen die Berliner passen musste, hielt Labbadia an seinem Zeitplan fest und wollte den niederländischen Nationalstürmer mit den WM-Hoffnungen aus Fitnessgründen noch nicht von Anfang an bringen.

Gegen Anderlecht brauchte der Strafraumstürmer 40 Minuten, dann netzte er im Stile eines Goalgetters aus spitzem Winkel ein und brachte den Hamburger SV mit 2:0 in Front (Endstand 3:1).

Collin Benjamin wieder im Kader

Natürlich war Ruud van Nistelrooy die Personalie beim Duell gegen Anderlecht, so dass eine ebenso erfreuliche Nachricht fast etwas unterging. Collin Benjamin stand erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder im Kader der Hamburger.

Der Namibier hatte die schwere Knieverletzung in einem Länderspiel für sein Heimatland im September 2009 erlitten und stand in dieser Saison noch keine Pflichtspielminute auf dem Platz für den HSV. Während seiner Verletzungspause zeigten die Hamburger eine große Geste und verlängerten den Vertrag mit dem defensiv vielseitig einsetzbaren Benjamin um ein Jahr bis 2011.

Benjamin ist seit 2001 an der Elbe und bestritt seitdem 138 Bundesliga-Spiele für den HSV.

Auch Paolo Guerrero sitzt auf der Tribüne

Und noch eine Personalmeldung gab es am Donnerstagabend an der Alster. Stürmer Paolo Guerrero, der sich ebenfalls einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, tauchte wieder in der Hansestadt auf und schaute sich das Spiel von der Tribüne aus an. Zuletzt kurierte er seine Verletzung in seiner peruanischen Heimat aus.