Bundesliga 2000/01, 6. Spieltag
20:22 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Miriuta
Rechtsschuss
Cottbus

20:41 - 24. Spielminute

Tor 1:1
Rink
Linksschuss
Vorbereitung Ballack
Leverkusen

20:55 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Helbig
Cottbus

20:55 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Ramelow
Leverkusen

21:18 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Horvath
für Labak
Cottbus

21:26 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Brdaric
für Vranjes
Leverkusen

21:27 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
B. Schneider
für T. Hoffmann
Leverkusen

21:36 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Thielemann
für Reghecampf
Cottbus

21:41 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Nowotny
Leverkusen

21:57 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Latoundji
für Horvath
Cottbus

22:03 - 89. Spielminute

Tor 1:2
Brdaric
Rechtsschuss
Vorbereitung Gresko
Leverkusen

22:04 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Ballack
Leverkusen

22:03 - 90. Spielminute

Rote Karte
Miriuta
Cottbus

FCE

LEV

Bundesliga, 6. Spieltag: Energie Cottbus - Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)

Lausitzer Leidenschaft unterliegt Bayer-Spielkultur im Schlussakt

In einer temporeichen Partie verlor der Aufsteiger in der Schlussphase unglücklich am Samstagabend gegen Bayer mit 1:2 (1:1). Die frühe Führung durch Miriuta konnte die Geyer-Elf nicht lange verteidigen. Rink besorgte den Ausgleich für den Vize-Meister, der zu wenig aus seiner spielerischen Überlegenheit machte. In der 89. Minute glückte erneut Joker Brdaric unter Mithilfe von Energie-Keeper Piplica das Siegtor.


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Auf fünf Positionen hatte Eduard Geyer das Energie-Startaufgebot gegenüber dem 1:4 in Freiburg verändert. Die Abwehr sollte Neuzugang Hujdurovic verstärken, dagegen saßen die Routiniers Akrapovic und Heidrich draußen. Bei Bayer rückte erstmals Torben Hoffmann in die Anfangsformation, auch Vranjes und Gresko bekamen im Mittelfeld eine Chance. Champions-League-Matchwinner Brdaric nahm zunächst nur auf der Bank Platz, da sich Christoph Daum für die Zwei-Sturm-Variante Neuville/Rink entschieden hatte.

Der Vize-Meister hatte die erste Möglichkeit im Stadion der Freundschaft. Bereits in der zweiten Minute lenkte der Cottbuser Abwehrspieler Sebök eine Gresko-Flanke unglücklich in Richtung eigenes Tor. Piplica war jedoch rechtzeitig auf dem Posten. Danach spielte allerdings der Aufsteiger frech auf und ging bereits nach sechs Minuten in Führung. Vasile Miriuta versenkte einen 18-Meter-Freistoß ins rechte untere Eck, war allerdings auf die Mithilfe von Bayer-Keeper Pascal Zuberbühler angewiesen. Der Schweizer ließ das Leder im Torwarteck einschlagen. In der Folgezeit versuchte Cottbus, den Vorsprung mit unbändigem Einsatz und einem hohen Maß an Aggressivität zu verteidigen. Das schmeckte den Daum-Schützlingen zunächst offensichtlich nicht. Erst nach etwa 20 Minuten blitzte die Spielkultur der Rheinländer einige Male auf. Bei Ballacks Geschoss aus dem Rückraum musste Piplica sein ganzes Können aufbieten (21.). Drei Minuten später war er jedoch machtlos. Wieder hatte Ballack geschossen, sein Freistoß krachte an Lattenkreuz, Piplica flog ins Leere und Rink schaltete am schnellsten. Im Stile eines Abstaubers war der Deutsch-Brasilianer aus kurzer Distanz erfolgreich. Nach einer halben Stunde hatte sich der Hausherr wieder gefangen und konnte das Spiel bis zum Pausenpfiff ausgeglichen gestalten.

Spieler des Spiels

Michael Ballack Mittelfeld

2,5
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Miriuta (6', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

1:1 Rink (24', Linksschuss, Ballack)

1:2 Brdaric (89', Rechtsschuss, Gresko)

Cottbus

Piplica 3,5 - Matyus 4, Sebök 3,5, Hujdurovic 3,5 - R. Vata 4, Scherbe 3,5, Reghecampf 5 , Kobylanski 4,5, Miriuta 3,5 - Labak 5 , Helbig 4

Leverkusen

Zuberbühler 4 - Zivkovic 3, Nowotny 3,5 , R. Kovac 4 - T. Hoffmann 4,5 , Ramelow 3 , Gresko 2,5, Vranjes 5 , Ballack 2,5 - Neuville 4,5, Rink 4

Schiedsrichter-Team

Lutz Wagner Kriftel

4
Spielinfo

Stadion

Stadion der Freundschaft

Zuschauer

15.438

Für Labak brachte Trainer Geyer nach dem Wechsel den ungarischen Nationalstürmer Horvath. Dieser führte sich in den Anfangsminuten von Abschnitt zwei gleich mit einem Schuss aus halbrechter Position gut ein. Zuberbühler parierte jedoch in dieser Szene wie zwei Minuten später nach einer Direktabnahme von Sebök (49.). Wie in der ersten Hälfte riss Bayer nach einer starken Anfangsphase des Aufsteigers das Geschehen an sich. Der eingewechselte Bernd Schneider wurde in der 57. Minute im letzten Moment von Sebök gestoppt, nachdem er Piplica schon ausgespielt hatte. In die Drangphase der Daum-Elf wurde Cottbus nur noch selten richtig gefährlich. Ein Freistoß aus spitzem Winkel vom Torschützen Miriuta landete im Außennetz, Zuberbühler wäre machtlos gewesen (69.). Danach ließ sich der Hausherr weit in die eigene Hälfte zurückfallen und versuchte nur noch, durch ein dichtes Abwehrbollwerk den einen Zähler zu sichern – ohne Erfolg. In der 89. Minute prallte der Ball mehr durch Zufall auf die linke Seite, wo Gresko lauerte. Dessen Flanke lenkte Joker Brdaric aufs Tor und Piplica leistete sich den einzigen Fehler an diesem Abend, ließ den Ball ins Netz rutschen. Fast hätte Hellwig im Gegenzug mit einem Kopfball noch ausgeglichen, doch Zuberbühler rettete mit einer glänzenden Reflex den Sieg. Unrühmlicher Höhepunkt zum Schluss: Die Rote Karte für Energie-Torschütze Miriuta nach einem Kopfstoß gegen Ballack (90.).