Juventus Turin in der Krise: Kommt Hiddink oder Zoff?

Ferrara vor dem Aus, Poulsen verletzt

Christian Poulsen im Duell mit Ronaldinho (AC Mailand, re.)

Schwere Zeiten für Juventus: Der Klub steht in der Krise, Poulsen (li. im Duell mit Ronaldinho) fällt aus. imago

Während der Ex-Schalker Poulsen wegen einer Fraktur des linken Wadenbeines nach Klubangaben mindestens einen Monat ausfällt - der 29-jährige Stammspieler (16 Ligaeinsätze) erlitt den Bruch beim 0:3 am Wochenende gegen Milan -, wird es für Trainer Ciro Ferrara allmählich eng.

Klubchef Jean-Claude Blanc lud Mannschaft und Coach am Dienstag zu einer Krisensitzung ein. Juve hat sechs der vergangenen acht Pflichtspiele verloren, schied in der Champions League bereits in der Gruppenphase aus und belegt in der Serie A mit zwölf Punkten Rückstand auf Primus Inter Mailand Rang drei.

Laut Medienberichten in Italien bekommt Ferrara noch eine Chance. Sollte er mit seiner Mannschaft im Pokal-Achtelfinale am Mittwoch gegen Neapel jedoch nicht gewinnen, soll seine Entlassung beschlossene Sache sein.

Gehandelt wird als Nachfolger des 43-Jährigen laut "La Stampa" in Turin der ehemalige Juve-Trainer Dino Zoff, der mit Italien 1982 als Torhüter Weltmeister wurde. Jedoch steht auch Guus Hiddink hoch im Kurs. Der Niederländer soll vom russischen Fußball-Verband die Erlaubnis erhalten haben, neben der Nationalmannschaft auch einen Verein zu trainieren. Hiddink hat Erfahrung mit solch einer Doppelrolle. In seiner Vita stehen bereits Parallelengagements für die PSV Eindhoven und Australien (2006) sowie für den FC Chelsea und das russische Team (2009).

Juventus Turin hat durch die sportliche Talfahrt insbesondere auch mit einer aufgebrachten Fangemeinde zu tun. Juve-Anhänger hatten ihrem Unmut nach dem 0:3-Debakel gegen Milan lautstark Luft gemacht, Hooligans sogar für Randale im Stadion und im Umfeld des Trainingsgeländes gesorgt.