Portugiese vom FC Valencia sorgt für Aufsehen

Miguel in Schießerei verwickelt

Miguel

Discobesuch mit Folgen: Miguel musste die Nacht im Gefängnis verbringen. imago

Er und seine vier Begleiter sollen am Eingang einer Diskothek in Seixal abgewiesen worden sein und hatten dann scheinbar den Rückzug angetreten. Doch die Gruppe kam noch einmal zurück, es kam zu einem Handgemenge zwischen dem Quintett und dem Wachpersonal des Lokals. Im Laufe der Auseinandersetzung schoss ein Mitglied der Gruppe um den 53-maligen Nationalspieler um sich, traf aber nur einige Autos.

Rassismus als Hintergrund?

Inzwischen hat sich auch Miguels Rechtsanwalt zu den Vorwürfen geäußert. "Die Wurzel des Problems ist der Rassismus in Portugal", sagte Antonio Colaco Radio Marca. Angeblich soll Miguel wegen seiner Hautfarbe von den Türstehern abgewiesen worden sein. "Miguel ist unschuldig, er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Colaco. Auslöser der Probleme vor der Diskothek sei ein Streit zwischen Türstehern und Miguels Freundin gewesen. "Es ging eigentlich gar nicht um Miguel. Die Türsteher behaupten nur, er habe geschossen, weil er der einzige Prominente dieser Gruppe war", sagte Colaco.

Am 4. Januar feiert Miguel seinen 30. Geburtstag - und das wohl nicht hinter schwedischen Gardinen. Laut Medienberichten wurde der WM-Teilnehmer von 2006 (6 Spiele) gegen die Zahlung einer Kaution vorerst auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei geht davon aus, dass Miguel selbst nicht geschossen hat. Einer seiner Begleiter aber blieb in Haft.