Frankfurt: Grieche reist in die Heimat

Spycher will mehr Qualität sehen

Fußball, Bundesliga: Nikos Liberopoulos reiste wegen des Todes seines Vaters in die griechische Heimat.

Trauerfall: Nikos Liberopoulos reiste nach Griechenland. imago

Der Grieche ist nach dem Tod seines Vaters in die Heimat geflogen und steht der Eintracht damit im richtungsweisenden Spiel gegen Gladbach nicht zur Verfügung. "Sportlich stellt uns das natürlich vor enorme Probleme. Dennoch war es für uns keine Frage, Nikos den Flug in die Heimat zu genehmigen", sagte Frankfurts Trainer Michael Skibbe am Donnerstag.

Wie der Eintracht-Coach die Probleme im Sturm beheben will, konnte er noch nicht sagen. Mit Alexander Meier steht Skibbe nur noch ein Stürmer zu Verfügung.

Unsicher ist darüber hinaus der Einsatz von Defensivspezialist Chris. Der Brasilianer laboriert nach wie vor an Oberschenkelproblemen. Auch er droht gegen die Borussia auszufallen.

Spycher: "Zu dünn besetzt"

Fußball, Bundesliga: Christoph Spycher gegen Anatoliy Tymoshchuk.

Hat klare Vorstellungen: Frankfurts Christoph Spycher, hier gegen Anatoliy Tymoshchuk. imago

Dementsprechend passend kommen die Äußerungen von Frankfurts Kapitän Christoph Spycher, der sich im Interview mit dem kicker sportmagazin eindeutig für Verstärkungen in der Offensive ausspricht. "Es wäre wichtig, wenn wir personell noch etwas machen könnten. Allein mit Meier, Fenin, Liberopoulos sind wir einfach zahlenmäßig etwas dünn besetzt, auch wenn sie eine gute Qualität besitzen."

Überhaupt ist die Frage nach der vorhandenen oder fehlenden Qualität ein sehr heikles Thema, nachdem Trainer Skibbe dies bereits öffentlich auf die Tagesordnung setzte.

Man sollte mehr in die Qualität als in die Breite investieren.

Christoph Spycher

"Fakt ist, dass wir momentan nur gegen Gegner wie Leverkusen bestehen können, wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen und darauf hoffen, dass der Gegner keinen Supertag erlebt. Für die weitere Entwicklung der Mannschaft wäre es wichtig, Spieler mit hoher Qualität zu holen, die die Mannschaft wirklich weiterbringen. Man sollte mehr in die Qualität als in die Breite investieren", so der Schweizer Spielführer der Hessen, der wegen einer Oberschenkelverletzung für das Duell mit der Borussia selbst noch fraglich ist.