2. Bundesliga

Schwick: "Federico ist ein Glücksfall"

Bielefeld: Kirchs Krönung schon zu Beginn

Schwick: "Federico ist ein Glücksfall"

Oliver Kirch und Giovanni Federico (Arminia Bielfeld)

Bielefelder Torschützen in Duisburg: Giovanni Federico (l.) und Oliver Kirch. imago

Die Krönung ans Ende eines beeindruckend starken Auftritts verlegte hingegen Giovanni Federico. Mit seinen Toren Nummer fünf und sechs überholte er MSV-Torjäger Sandro Wagner sowie den Cottbuser Jiayi Shao (jeweils 5 Treffer) und schwang sich erneut zum besten Arminen auf. 0:2 in der 65., 0:3 in der 69., raus mit Applaus in der 71. Minute. "So einen Spieler hat Arminia Bielefeld lange gesucht. Er ist ein Glücksfall für den Verein", meinte ein überschwänglicher Präsident Hans-Herrmann Schwick, ansonsten für nüchterne Statements mit erhobenem Zeigefinger bekannt.

Federico reagierte auf Doppelpack, Auswechslung und Schlusspfiff hingegen gelassen. "Wir haben nach hinten ganz gut gearbeitet, nichts zugelassen. Außerdem haben wir derzeit das Selbstbewusstsein, das eine Spitzenmannschaft eben nun mal auszeichnet." Er selbst habe zwar mit Erkältungssymptomen in den vergangenen zwei Nächten "nicht so viel geschlafen wie gewünscht", war aber immerhin für 71 Minuten gut. In denen er nicht nur als Torschütze und Spielmacher glänzte, sondern auch durch Kampfgeist beeindruckte. "Wir müssen immer zuerst beißen, kratzen, arbeiten - danach kommt das Spielerische", sagte der Deutsch-Italiener mit dem Selbstverständnis des Siegers.

Im Pokal am Dienstag gegen den von Mario Basler trainierten Viertligisten Eintracht Trier soll das auch so sein. Dann kommt der FC St. Pauli zum Spitzenspiel in die Schüco-Arena. Nach drei Siegen in Folge mit 9:2 Toren eine weitere Bewährungsprobe gegen einen vermeintlichen Aufstiegskandidaten.