Bielefeld: Opfer der starken Konkurrenz

Kamper und Schuler außen vor

Fußball, 2. Bundesliga: Jonas Kamper (l.) und Markus Schuler (beide Arminia Bielefeld)

Kalte Dusche: Jonas Kamper (l.) und Markus Schuler fanden sich gegen Rostock auf der Tribüne wieder. imago

Die Zuschauer auf der Bielefelder Alm staunten gegen Rostock (3:1) nicht schlecht, als zwei Namen bei der Nennung des Arminen-Kaders fehlten: Die langjährigen Bundesligastammkräfte Markus Schuler und Jonas Kamper mussten zum Auftakt auf der Tribüne Platz nehmen. Bei Schuler hatte sich jedoch zumindest der Verlust des linken Platzes in der Viererabwehr schon im Pokal gegen Haching (3:0) angedeutet: Arne Feick, eigentlich für die linke offensive Seite aus Aue geholt, hatte dort mit zwei Vorlagen überzeugt.

Dass Schuler jetzt gar aus dem Kader flog, hatte zwei Gründe: Der 32-Jährige vermochte sich im Test in Gütersloh (4:0) nicht zu empfehlen, dazu meldete sich mit Radim Kucera ein Abwehr-Allrounder gesund zurück. "Auf allen Positionen sind die Entscheidungen ganz eng", sagt Trainer Thomas Gerstner, dessen Kader über Qualität in der Breite verfügt. Gerade in der Verteidigung ist das Gedränge groß. Andre Mijatovic und Nils Fischer scheinen zentral die Nase vorn zu haben. Kucera, Markus Bollmann und Nico Herzig - alles Spieler mit Erstligaerfahrung und Ansprüchen - sind ihnen auf den Fersen.

Meine Zeit wird kommen.

Jonas Kamper

Auch Jonas Kamper, zuletzt in der Bundesliga nur Edel-Joker und dann durch muskuläre Probleme gehandicapt, zeigte sich enttäuscht: "Natürlich wäre ich gern dabei gewesen und hätte gespielt." Mittelfristig möchte er seine Chancen verbessert wissen, andernfalls müsse er über seine Zukunft nachdenken. "Ich spüre selbst, wie es jeden Tag aufwärts geht. Meine Zeit wird kommen", gibt sich Kamper optimistisch. Gerstner bestätigt den Aufwärtstrend: "Wenn er so weitermacht, wie in den letzten Tagen, wird er sicher zu seinen Einsätzen kommen."

Peter Burkamp