Köln/Emden: Geldstrafe für Rizzo

Podolski kann aufatmen

Lukas Podolski gegen Holger Willms

Alles korrekt: Kölns Lukas Podolski im Zweikampf mit Emdens Holger Willms. picture-alliance

Die Beleidigungs-Affäre um Kölns Nationalstürmer Lukas Podolski ist abgeschlossen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte gegen Paolo Rizzo vom Oberligisten Kickers Emden wegen unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe von 300 Euro. Der Spieler stimmte dem Urteil zu, es ist somit rechtskräftig.

DFB-Chefankläger Anton Nachreiner hatte bereits zu Wochenanfang angekündigt, gegen den Emder Mittelfeldspieler Ermittlungen einzuleiten. Als Vergleich nannte Nachreiner den Fall Mario Gomez aus der vorletzten Saison. Nach dem schwäbisch-badischen Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC (3:1) am 21. Spieltag hatte der Nationalstürmer den damaligen KSC-Kapitän Maik Franz ebenfalls beleidigt und wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro verurteilt.

Spielbericht

Rizzo hatte unmitelbar nach der Partie über Podolski gesagt: "Ich war schon enttäuscht, auch menschlich. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, aber auf dem Platz war er ein - ja - ein Arschloch."

Der so titulierte muss jedenfalls kein juristisches Nachspiel befürchten. Zwar bewiesen die TV-Bilder, dass der Stürmer hinter dem Rücken von Schiedsrichter Christian Fischer mit Emdens Holger Willms aneinander geriet.

Nach Prüfung des Sachverhalts sah der DFB-Kontrollausschuss die Voraussetzungen für krass sportwidriges Verhalten allerdings nicht als erfüllt an und wird keine Ermittlungen gegen Podolski einleiten.

Als hilfreich könnten sich auch die Aussagen von Willms selbst erwiesen haben. Dieser hatte erklärt, er sei in der strittigen Situation gar nicht getroffen worden und entlastete so Podolski.