Hannover: Cherundolo in alter Stärke zurück

Wohin mit Eggimann?

Eggimann (re.) gegen Frankfurts Fenin

Findet er seinen Platz im Team? Mario Eggimann (re.), hier gegen Frankfurts Martin Fenin. imago

Zurück sind das aggressive Zweikampfverhalten, insgesamt das engagierte Defensivspiel und die Entschlossenheit im Spiel nach vorne - Eigenschaften, die dem laufstarken Außenverteidiger sehr lange Zeit abhandengekommen waren.

Schuld waren Verknöcherungen im Hüftbereich, die schließlich im April operativ entfernt wurden. Als die Kollegen in Urlaub gingen, startete Cherundolo seine eigene Saisonvorbereitung. Anreiz: Der Gold-Cup im Juli mit dem US-Nationalteam - ein Härtetest, auch für Trainer Dieter Hecking, der heute festhält: "Stevie ist voll da, wir haben alles richtig gemacht." Wenn nicht, wäre 96 wohl auf dem Markt aktiv geworden. Dies wurde zurückgestellt, zumal sich Youngster Manuel Schmiedebach als guter Stellvertreter hinten rechts entpuppt.

Stellvertreter - diese Rolle bleibt wie zum Start 2008 auch diesmal wohl nur für Mario Eggimann. Der Schweizer, aktuell an der Hüftsehne verletzt, steht in der Innenverteidigung im Schatten des Duos Haggui/Schulz. "Wichtig ist die Mannschaft, ist ein guter Start", stellt der 28-Jährige das Gemeinwohl obenan. Dennoch: Selbst außen vor zu sein, sei "nicht schön. Der Trainer stellt auf und sieht es eben so." Vor der WM schweift der Blick auch in Richtung Nationalelf und die dort sinkenden Chancen als Reservist bei 96. "Klar, dass das alles zusammenspielt."

Die Frage: Wohin gehts mit Eggimann? Ein Abschied, um anderswo Stammkraft zu sein, sei "noch kein Gedanke". Immerhin, die Möglichkeit zumindest bestünde bei einem entsprechenden Angebot: Dem Vernehmen nach legt Hannover dem gut bezahlten, noch bis 2013 gebundenen Abwehrmann keine Steine in den Weg, wenn dieser wechseln will.

Michael Richter