2. Bundesliga

Rösler wird zum Problemfall

1860: Schwache Leistung auch gegen Osnabrück

Rösler wird zum Problemfall

Sascha Rösler

Noch nicht bei 1860 angekommen: Sascha Rösler wirkt als Fremdkörper bei den "Löwen". imago

Rösler fehlt Spritzigkeit, das Spielverständnis mit seinen Kollegen und vor allem das, was einen Mann hinter den Spitzen auszeichnen sollte: Torgefahr. Rösler beklagt noch mangelnde Spielpraxis, nachdem er in der Hinrunde ganze 135 Minuten für Gladbach auf dem Feld stand. Doch nach drei Monaten stellen sich viele im Verein schon die Frage, ob dieser Rösler überhaupt noch mal die Kurve kriegt.

Seit drei Spielen setzt Trainer Uwe Wolf auf Rösler und die Mittelfeldraute, doch seitdem stimmen die Ergebnisse nicht mehr. Die ersten beiden Spielen gegen St. Pauli (5:1) und Ingolstadt (3:2) wurden noch mit zwei Sechsern vor der Abwehr gewonnen (Lars Bender und Beda). Dass Rösler zentral hinter dem Angriff spielt und Wolf nur noch auf einen Mann vor der Abwehr setzt, bekommt dem Löwen-Spiel augenscheinlich nicht. Auch gegen Osnabrück spielte 1860 erst besser, als Johnson neben Sven Bender rückte. Deshalb gibt es auch schon Stimmen aus der Mannschaft, die für die Rückkehr zu zwei Sechsern plädieren.

Reichenbergers Geste

Auf Osnabrücker Seite war die Freude über den siebten Auswärtspunkt in dieser Saison als auch über die Art und Weise groß. "Ich denke, unsere Spielanlage ist eine echte Bereicherung und gehört in diese Liga", so Trainer "Pele" Wollitz, der unter der Woche mit einem ungewöhnlichen Wunsch seines besten Stürmers, Thomas Reichenberger (34), konfrontiert wurde. Dieser hatte darum gebeten, ihn nicht aufzustellen, da er "sich nicht so fit fühlte" und glaubte, "dem Team von der Bank aus besser zu helfen". Für Wollitz eine "Riesen-Geste", an der man sehen könne, wie in Osnabrück Eigeninteressen hinten angestellt werden würden.