Champions League 1999/00, Vorrunde, 6. Spieltag
Champions League

Hertha verliert und jubelt trotzdem

Champions League, Gruppe H, 6. Spieltag, FC Chelsea - Hertha BSC 2:0 (2:0)

Hertha verliert und jubelt trotzdem

Personal : Chelseas Coach Gianluca Vialli nahm nach dem 1:3 in der Meisterschaft gegen Derby County fünf Änderungen vor: Desailly spielte für Leboeuf, Petrescu für Poyet, Flo für Ambrosetti, Wise für Di Matteo und Deschamps für Morris. Jürgen Röber änderte sein Team auf drei Positionen. Anders als beim jüngsten 1:1 in Schalke spielten Preetz, Daei und Helmer, dafür mussten Aracic, Neuendorf und Herzog bei Anpfiff auf die Bank.

Taktik : Chelsea spielte in der Abwehr wie gewohnt mit einer Viererkette um die zentral postierten Desailly und Högh. Auch davor formierten sich vier Spieler, von denen Zola auf der linken Seite allerdings vorgezogen agierte und - als eine Art dritte Spitze - immer wieder nach vorne stieß. Hertha setzte auf eine Dreierkette, deren Manndecker Helmer und Sverrisson ihre Gegenspieler im Raum übernahmen. Van Burik kümmerte sich weitgehend um den offensiven Zola; Deisler und Wosz versuchten dagegen zwischen die Abwehr- und die Mittelfeldreihe des Gegners zu stoßen, um von dort aus für Gefahr zu sorgen.

Spielverlauf : Die Berliner starteten couragiert und hatten eine frühe Chance per Kopfball durch Sanneh. Die Führung allerdings, eingeleitet durch einen Ballverlust von Daei, sorgte für Oberwasser bei den Gastgebern, die fortan variantenreicher spielten. Ein Mittel: Fernschüsse - einer davon führte zum 1:0. Vor allem Zola sorgte für Unruhe bei den Berlinern. Während sich Sverrisson und Sanneh die eine oder andere Unsicherheit leisteten, ging vor allem von Kiraly und Helmer mehr Ruhe aus. Das 2:0 bedeutete jedoch eine Vorentscheidung.

Zur Pause brachte Jürgen Röber Bewegung in die Hertha-Offensive. Während Flo und Sutton - ebenfalls groß und wuchtig - durch gute Laufwege und gutes Zusammenspiel überzeugten, blieben Preetz und Daei wirkungslos; gleiches gilt für Wosz. Nach diesen Umstellungen spielten die Berliner druckvoller, zumal auch die Gastgeber Fehler machten. Deisler hatte bei einem Schuss an den Innenpfosten (52.) sogar die Chance zum Anschlusstreffer. Letztlich aber behielt Chelsea dank seiner starken Mittelfeld-Achse Deschamps- Wise-Zola die Kontrolle. Am Ende aber feierte Berlin mit - denn die Zwischenrunde wurde trotz Niederlage erreicht.

Fazit : Ein hochverdienter Erfolg für den FC Chelsea, weil Hertha nach dem 1:0 die Linie und damit frühzeitig das Spiel verlor.

Spieler des Spiels

Gianfranco Zola Sturm

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Deschamps (11', Rechtsschuss)

2:0 Ferrer (44', Rechtsschuss, Wise)

Chelsea

de Goey 3 - Ferrer 3 , Desailly 2,5 , Högh 3 , Babayaro 3,5 - Petrescu 3, Deschamps 2,5 , Wise 2, Zola 1,5 - Sutton 3 , Flo 2,5

Hertha

Kiraly 2,5 - Sanneh 4,5, Rekdal 3,5, Helmer 3,5 , Sverrisson 5 - van Burik 4, Michalke 4,5, Deisler 4, Wosz 5 - Preetz 4,5 , Daei 5

Schiedsrichter-Team

Karl-Erik Nilsson Schweden

1,5
Spielinfo

Stadion

Stamford Bridge

Zuschauer

33.623

Aus London berichtet Ralf Canal