Bochum: Fleißiger Arbeiter und Torschütze

Dabrowski: Für immer beim VfL?

Christoph Dabrowski, VfL Bochum

"Wir sind in der Rückrunde traditionell stärker": Christoph Dabrowski. imago

Trotz der schweren Gesichtsverletzung spielte der erfahrenste Bochumer (228 BL-Spiele) seine stärkste VfL-Saison, fand auch in der Hinrunde schnell zu seiner Topform. Und während die Mittelfeld-Kollegen Freier, Azaouagh, Ono und Epallé um ihren Platz bangen müssen, ist Dabrowski eine feste Größe im Team.

Vor einem Jahr stellte Marcel Koller auf Mittelfeldraute um, und Dabrowski ist einer der Spieler, der besonders von der neuen Aufgabenverteilung profitierte. Acht Treffer erzielte er im vorigen Jahr, nur einen weniger als Top-Schütze Stanislav Sestak, verbindet Torgefahr mit einer starken Defensivleistung, ist ein fleißiger Arbeiter und einer der führenden Köpfe. "Jetzt habe ich noch mehr Freiheiten und bin im Abschluss effizienter, auch wenn da noch mehr geht", versichert Dabrowski. Regelmäßig legt er Zusatzschichten ein zur Stabilisierung und Kräftigung und stützt auch damit die Einschätzung von Sportchef Thomas Ernst, der den Vize-Kapitän als "Vollprofi" und "wichtige Größe im Team" lobt.

Logisch, dass der Klub sich bemüht, sich auch weiter die Dienste des Vorturners zu sichern, dessen Vertrag im Sommer endet. Trotz der ungewissen sportlichen Zukunft des VfL ist Dabrowski nicht abgeneigt, sich langfristig zu binden, womöglich "für drei weitere Jahre, und ich kann mir vorstellen, meine Karriere in Bochum zu beenden". Erst recht, wenn sich der sportliche Erfolg einstellt, wovon der Mittelfeldmann nach allgemein starker Vorbereitung ausgeht.

"Ich war mit unserem Kader im Sommer eigentlich sicher, dass wir eine ganz sichere Runde spielen und nie in Gefahr geraten", erinnert sich Dabrowski. Seine Hoffnung: "Wir sind in der Rückrunde traditionell stärker. Und außerdem haben wir jetzt Diego Klimowicz dabei, genau den Spieler, der uns gefehlt hat."

Oliver Bitter