Bundesliga

Ismael spricht vom Karriereende

Hannover: Vinicius wird operiert

Ismael spricht vom Karriereende

Valerien Ismael

Nur noch die Zuschauerrolle? Valerien Ismael "muss wohl damit leben, dass es aus ist." imago

Nun spricht der 33-jährige Franzose, der für Bremen, Bayern und 96 seit 2003 insgesamt 113-mal in der Bundesliga spielte und dessen Vertrag noch bis 2010 läuft, erstmals selbst offen vom Ende seiner Karriere.

Man müsse es realistisch einschätzen, erklärt Ismael gefasst. "Egal, was ich mache - die Schmerzen sind da. Und ich habe nicht das Gefühl, dass es besser wird. Es ist schwer, aber ich muss wohl damit leben, dass es aus ist. Mein Kopf will, aber mein Körper reagiert ganz anders, gibt mir das Zeichen, dass es nicht mehr geht." Ein Knochenödem nach einem Schlag im September aufs exakt zwei Jahre zuvor operierte rechte Knie verursacht große Probleme.

Das Rampenlicht des Profifußballs vermisst Ismael nicht, er will aber in der Branche bleiben. Zurzeit belegt der 33-Jährige parallel den Studiengang "International Management" an der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) in Hannover. Mit dem Ziel Bundesliga-Manager? Vielleicht sogar bei Hannover 96, das aktuell sucht? Ismael: "Warum nicht? Das Studium macht Spaß, ich lerne sehr viel. Und als Spieler habe ich mit Klaus Allofs und Uli Hoeneß zwei erlebt, die diesen Job perfekt machen."

Vinicius droht Operation

Neben Ismael gibt es noch ein weiteres Sorgenkind in der Innenverteidigung der 96er. Die anhaltenden Rückenbeschwerden bei Vinicius lassen die Niedersachsen an Aktivitäten auf dem Transfermarkt denken. "Wenn er länger ausfallen sollte, müssen wir sehen, was der Markt hergibt. Aber es sollte sportlich auch Sinn machen", sagte 96-Trainer Dieter Hecking am Freitag. Der Klub hat in der Winterpause bislang auf Transfers verzichtet.

Enke meldet sich zurück

Enke und Ronaldinho

Glückwunsch von Superstar Ronaldinho (re.) für den stark haltenden 96-Kapitän Robert Enke. imago

Fast perfekt gemacht hat seinen Job am Mittwochabend gegen Milan Robert Enke, der sich gut drei Monate nach seinem Kahnbeinbruch zurückmeldete. "Er hat Klassebälle gehalten. Robert strahlt die Sicherheit aus, die die Mannschaft braucht", zeigte sich Hecking mit dem 31-jährigen Nationaltorhüter "sehr zufrieden".

Auch Enke gewann der Partie gegen Milan nur Positives ab: "Ich konnte ein paar Bälle halten. Das war gut, um wieder 'rein zu kommen. Auch für mich war es wichtig, mal wieder im Stadion zu stehen." Die Gegentreffer durch Filippo Inzaghi (55./76.) und Andriy Shevchenko (53.) machen den Schlussmann nicht bange: "Ich stehe momentan bei 70 Prozent oder so", meinte Enke, der sich bis zum Bundesligastart am 31. Januar gegen Schalke "gerüstet" sieht.