Bielefeld: Gespräche mit Moskau wegen Traoré

Scheitert der Buckley-Deal?

Demnächst im Arminen-Trikot? Draman Traoré soll von Lokomotive Moskau ausgeliehen werden.

Demnächst im Arminen-Trikot? Draman Traoré soll von Lokomotive Moskau ausgeliehen werden. imago

Dass auch in Hannover nicht der ersehnte Befreiungsschlag gelang, lag an einem altbekannten Problem, der mangelnden Torgefahr. "Wir haben zu wenig Treffer erzielt, hatten aber in jedem Spiel unsere Chancen", analysiert Frontzeck, der nun die Kollegen von Artur Wichniarek (zehn Treffer) auffordert, den Torjäger zu entlasten. Von Katongo, Halfar, Marx, Kirch und Tesche wünscht sich der Trainer 2009 mehr Treffsicherheit. "Ihre Tore brauchen wir in der Rückrunde", weiß Frontzeck, "zielstrebig sind wir - kaltschnäuzig sind wir nicht."

Letzteres Attribut schreibt man in Bielefeld Draman Traoré (26, Lokomotive Moskau) zu. Der Mittelstürmer aus Mali, vergangene Woche im Probetraining, "hat sich gut präsentiert", urteilt Frontzeck. "Er hat eine gewisse Schnelligkeit, bringt Präsenz mit und war ganz gut vor dem Tor." Ob der 1,90-Mann kommt, hängt daran, "ob ihn der Trainer haben möchte", so Sportdirektor Detlev Dammeier - und damit an der Suche nach einem Linksaußen. Denn "diese Position ist für uns wichtiger, ein offensiver Linksfüßer steht oben auf der Liste", so Frontzeck. Dennoch wird das Leihgeschäft mit Traoré vorbereitet. "Wir werden uns mit dem Klub in Verbindung setzen", kündigt Dammeier an. Bleibt Lok, das Traoré für sechs Monate Spielpraxis verschaffen will, bei den angekündigten Rahmendaten, wäre der Transfer "vom Paket her möglich".

Aber auch in diesem Fall wäre der Wechsel noch nicht beschlossene Sache. Traoré ist zwar Linksfüßer, aber keiner für die Außenbahn. Für diese Position droht die bereits perfekt erscheinende Rückkehr von Delron Buckley (31, Dortmund) zu platzen. Nachdem dessen Berater Rob Moore mit Dammeier eine Einigung erzielt hatte und nur noch auf die "endgültige Bestätigung" wartete, erklärt nun Dammeier gegenüber dem kicker: "So wie es jetzt aussieht, werden wir den Transfer nicht machen." Der Grund: die Finanzen. "Das Gesamtpaket aus dem was Dortmund und Buckley wollen, ist ein gewisses Problem. Auf der Basis geht es nicht." Woran der Deal scheitert, ob an neuen Forderungen Buckleys oder denen aus Dortmund, will Dammeier nicht verraten.

Der Sportdirektor selbst geht davon aus, dass seine eigene Vertragsverlängerung nur noch Formsache ist: "Ich glaube, dass es nächste Woche zum Abschluss kommt." Man sei sich "auch über die Laufzeit einig". Der neue Vertrag soll bis 2011 datiert sein.