Champions League Spielbericht

Champions League 1997/98, 6. Gruppenspieltag

SPIELBERICHT

München:

Kahn (5) - Matthäus (3) - Babbel (3), Helmer - Zickler (4,5), Hamann (4), Scholl (5), Fink (4), Tarnat (4,5) - Jancker (4,5), Rizzitelli (4)

Göteborg:

Ravelli (2) - Magnusson (3,5), Lucic (3), Erlingmark (3), Nilsson (3,5) - Eriksson (3), Johansson (4), Karlsson (2,5), Martinsson (4) - Ekström (5), Andersson (3)

Eingewechselt: 21. Nerlinger (4,5) für Helmer, 62. Gerster (-) für Zickler und Elber (-) für Rizzitelli - 72. Lundström (-) für Ekström, 82. Tetteh (-) für Andersson, 89. Svensson (-) für Martinsson

Reservebank: Dreher (Tor), Saba, Bugera - Järelöv (Tor), Saarinen, Petras.

Tore: 0:1 Babbel (51., Eigentor)

Chancenverhältnis: 4:2.

SR: Braschi (Italien), Note 2,5, wenig geprüft in einem harmlosen Spiel, äußerst konsequent

Zuschauer: 27 000

Gelbe Karten: Helmer - Nilsson, Johansson

Besonderes Vorkommnis: Ravelli hält Foulelfmeter von Scholl (68., Magnusson an Elber)

Spielnote: 5

Spieler des Spieles: Thomas Ravelli

Die Analyse

Giovanni Trapattoni verordnete zwei Stammspielern eine Pause.

Für Elber stürmte Rizzitelli, für Nerlinger spielte Fink im linken defensiven Mittelfeld - allerdings nur 20 Minuten lang. Dann verließ Kapitän Helmer (Außenbandverletzung im linken Knie, genaue Diagnose erfolgt heute) das Feld, Nerlinger nahm seine gewohnte Position ein, Fink rückte auf den Manndeckerposten. Nach einem letzten Test am Mittwoch vormittag lief Matthäus trotz seiner Wadenverhärtung auf.

Die Schweden, die mit zwei klassischen Viererketten antraten, machten das Spielfeld durch geschicktes Verschieben der einzelnen Mannschaftsteile überaus eng. Bei Münchner Angriffen ließen sich die Außenspieler der Mittelfeldreihe abwechselnd zurückfallen, ergänzten die Dekung so zur Fünfer- bzw. sogar Sechserkette. Zickler, der wie so häufig den Fehler machte, viel zu früh nach innen zu ziehen, verengte die Räume noch zusätzlich.

Rizzitelli bemühte sich sehr, aber erfolglos.

Im Spiel nach vorne zeigte der abwehrstarke IFK wie schon im Vorspiel nur wenig Ideen. Die Folge: Eine Partie mit Freundschaftsspiel-Charakter, so gut wie ohne Zweikämpfe, ohne Torschüsse, 50 Minuten lang. Kahns krasser Fehler nach Babbel-Rückpaß, der zum 0:1 führte, und die Einwechslung Elbers sorgten für unterhaltsamere Minuten. Matthäus schaltete sich nun häufiger ins Angriffsspiel ein, doch die Münchner agierten viel zu langsam, zu durchsichtig, es fehlte ein Kopf im Mittelfeld, der das Spiel lenkt und dirigiert.

Aus München berichtet Karlheinz Wild