DFB-Pokal Analyse

DFB-Pokal 1997/98, Halbfinale

SPIELBERICHT

Bayern München: Kahn (2) - Matthäus (3) - Babbel (3), Helmer (2,5) - Basler (3), Hamann (2), Scholl (1,5), Nerlinger (3), Tarnat (2,5) - Elber (2), Jancker (3). VfB Stuttgart: Wohlfahrt (4) - Schneider (4,5), Verlaat (4,5), Berthold (4) - Haber (5), Soldo (5), Yakin (6), Poschner (5) - Balakov (5) - Bobic (4), Akpoborie (5,5). Eingewechselt: 76. Strunz (-) und Fink (-) für Elber und Hamann, 82. Zickler (-) für Scholl - 46. Djordjevic (4,5) für Verlaat, 46. Ristic (3) für Akpoborie, 79. Lisztes (-) für Schneider Reservebank: Scheuer (Tor), Lizarazu, Rizzitelli - Ziegler (Tor), Spanring, Grimm, Endreß Tore: 1:0 Hamann (14., Vorarbeit Elber), 2:0 Scholl (21., Jancker), 3:0 Tarnat (25., Elber) Chancenverhältnis: 9:3. Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg - Assistenten: Hilmes, Neuenstein), Note 3, mit kleineren Mängeln (Abseits, Balakov-Faller, Vorteilsauslegung), angemessen im Strafmaß Zuschauer: 32 000 Gelbe Karten: Hamann - Verlaat, Yakin, Poschner Spielnote: 2 Spieler des Spiels: Mehmet Scholl Die Analyse: Trapattoni veränderte das Berliner Versager-Team auf drei Positionen: Babbel spielte für Fink, Basler für Zickler, Elber für Rizzitelli. Der VfB Stuttgart begann in der Verlierer-Formation vom Samstag gegen Kaiserslautern. Die Bayern attackierten den VfB von Anfang an höchst aggressiv, vereint, zumeist mit zwei Mann und schon in des Gegners Hälfte. Die unengagierten Stuttgarter scheuten die Zweikämpfe und liefen allenfalls im Trabtempo. Verteidiger wie Mittelfeldspieler ließen den Münchnern allen Raum, vor allem Scholl nutzte diese Freiheiten. Wie der Münchner Spielmacher wurde Pendant Balakov nicht manngedeckt, sondern übernommen. Was die Ausfälle Soldo und Yakin nicht schafften, gelang dem aufmerksamen Hamann sowie dem fleißigen Nerlinger optimal. Am Offensivspiel der Münchner beteiligte sich das ganze Team. Förderlich für den Spielfluß: Die Bayern droschen nur im Ausnahmefall den Ball hoch nach vorne; zumeist ließen sie die Kugel flach und schnell laufen, sowohl im Zentrum vor dem VfB- Tor als auch auf den Flügeln hatten sie genügend Platz. Als sich die Münchner nach dem Wechsel etwas zurücknahmen, spielte der VfB wenigstens optisch mit. Doch die Bayern standen hinten kompakt, weil sie ihre Ordnung hielten; in der Offensive durften sie sich weiter die Bälle wie im Training zupassen.