Verbale Scharmützel vor dem Freitags-Gipfel

Hopp kontert Hoeneß

"Bisher dachte ich, das Verhältnis zu Uli Hoeneß sei gut": 1899-Mäzen Dietmar Hopp.

"Bisher dachte ich, das Verhältnis zu Uli Hoeneß sei gut": 1899-Mäzen Dietmar Hopp. picture-alliance

1899-Mäzen Dietmar Hopp ist überrascht über die "Misstöne aus München". "In Hoffenheim wird sehr professionell gearbeitet - und mehr bezahlt, als sie überall rumerzählen", sagte Hoeneß. Diese Aussagen könne er "überhaupt nicht verstehen", sagte Hopp der BILD-Zeitung. "Bei der nächsten Gelegenheit werde ich ihn mal fragen, woher er diese Falsch-Information hat." Der 68-Jährige fuhr fort: "Ich würde nie im Leben solche Mutmaßungen in die Welt setzen."

Hopp, derzeit in Florida, zeigt sich überrascht von den Bayern-Sticheleien vor dem ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga-Geschichte. "Ich habe mit Franz Beckenbauer und Fritz Scherer ein gutes Verhältnis und dachte, das habe ich auch mit Uli Hoeneß. Doch da muss ich mich wohl getäuscht haben."

"Ich bin erstaunt, dass es die Bayern nötig haben, sich so zu äußern. Erst sagt Karl-Heinz Rummenigge, das kein Mensch weiß, was Hoffenheim in den letzten 100 Jahren gemacht hat. Jetzt wollen die plötzlich wissen, wie viel bei uns bezahlt wird", sagte Hopp, der offenbar sogar die Freundschaft zu Hoeneß in Gefahr sieht: "Bisher dachte ich, das Verhältnis zu Uli Hoeneß sei gut."

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Hoeneß lässt seit Tagen wohl bewusst keine Gelegenheit aus, um vor dem "Spiel der Spiele" über den Aufsteiger, der drei Punkte vor den Münchnern die Tabelle anführt, zu lästern. Nach dem 2:0 in Leverkusen tönte er: "Wir sind gut gerüstet. Spiele werden durch die besseren Spieler entschieden, und die haben wir. Natürlich sind wir besser als Hoffenheim."

Zumindest ein Spieler des Bundesliga-Neulings genießt aber auch beim Branchenprimus hohes Ansehen, sonst hätte der FCB Sejad Salihovic kurz vor dessen Vertragsverlängerung bei 1899 wohl kein Angebot unterbreitet, was wiederum Hopp sauer aufgestoßen ist. "Wenn es stimmt, halte ich es für taktlos in einer Phase, in der wir uns vertragseinig waren, noch dazwischen zu grätschen", so Hopp gegenüber BILD.

Klinsmann bestätigt Werben um Salihovic

Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann bestätigte unterdessen am Mittwoch, dass die Bayern vor wenigen Wochen bei Salihovic angefragt hatten. Etwas Verwerfliches daran konnte Klinsmann im Gegensatz zu Hopp allerdings nicht erkennen. "Das hat nichts mit Störfeuer zu tun. Das war ein normales Gespräch. Wir haben seine Entscheidung aber akzeptiert", erklärte Klinsmann.