Regensb. / Union: Kuriosum in Bayern

Drei Elfmeter - alle vergeben!

Alexander Blessin (re.) und Thomas Kristl

Erklärungsbedarf: Alexander Blessin (re.) vergab den ersten Elfmeter. imago

"Keine Vorwürfe an die beiden. Sie haben Verantwortung übernommen", stellte sich Trainer Thomas Kristl vor die Fehlschützen. Erklären konnte er das Unerklärliche aber auch nicht und flüchtete sich in Durchhalteparolen: "Wir geben uns noch nicht auf und kämpfen bis zum Schluss wie die Löwen." Dass dann der Berliner Marco Gebhardt ebenso noch einen Strafstoß vergab, machte die ersten 45 Minuten denkwürdig. Drei verschossene Elfer in einem Spiel - das hatte es im deutschen Profibereich letzmals am 1.Oktober 2000 bei Chemnitz gegen Mainz (0:2) gegeben, als Krupnikovic sowie Skela für Chemnitz vergaben und Ouakili für Mainz, der aber immerhin per Strafstoß das 0:1 erzielt hatte.

Die Klagen hielten sich bei Union angesichts des vierten Auswärtssieges in Grenzen, obwohl es nicht der erste Fehlschuss Gebhardts war. Im Landespokalhalbfinale am 2. April gegen den Fünftligisten Hermsdorf hatte er in der regulären Spielzeit und im Elfmeterschießen (7:8) gleich zweimal verschossen. "Wenn Marco den Mut hat, soll er weiter antreten. Ich denke aber, dass er das nächste Mal einen anderen ranlässt", sagte Uwe Neuhaus. Der Union-Trainer war erleichtert über das Ende der Mini-Serie von zwei Partien ohne Sieg, die ausgerechnet nach dem Verkünden des Ziels Aufstieg begann.

Heinz Reichenwallner, Matthias Koch