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Erneut ohne Herrlich: FCA spielt 1:1 in Heidenheim

Augsburgs Trainer soll gegen Leipzig zurückkehren

Erneut ohne Herrlich: FCA spielt 1:1 in Heidenheim

Marek Suchy köpfte nach einer Ecke zur Führung ein

Frühe Führung: Marek Suchy köpfte nach einer Ecke zur Führung ein. imago images

Wie schon beim 0:0 in Wolfsburg musste der FCA erneut ohne Cheftrainer Heiko Herrlich auskommen. Der 48-Jährige befindet sich wegen einer Lungenerkrankung (Pneumothorax) weiterhin zur Beobachtung im Krankenhaus. Kommende Woche soll Herrlich die Klinik verlassen können und beim Bundesligaspiel gegen den punktgleichen Spitzenreiter RB Leipzig am 17. Oktober wieder auf der Bank sitzen. In Heidenheim vertrat wieder Co-Trainer Iraklis Metaxas seinen Chef an der Seitenlinie.

Auf dem Feld durften sich beim FCA einige Akteure zeigen, die zu Saisonbeginn nur Reservisten waren: Marek Suchy und Mads Pedersen in der Abwehr, Tobias Strobl und Reece Oxford im defensiven Mittelfeld, Marco Richter und Noah Sarenren Bazee in der Offensive. Neben sieben Nationalspielern fehlte auch Kapitän Jeffrey Gouweleeuw, der geschont wurde. Heidenheim trat im Vergleich zum letzten Ligaspiel (0:0 gegen Paderborn) mit acht Änderungen in der Startelf an.

Nach einer Ecke von Daniel Caligiuri stieg Suchy am ersten Pfosten hoch und brachte den FCA in der 8. Minute in Führung. Die zweite Augsburger Chance leitete Sarenren Bazee mit einem starken Dribbling ein, doch Florian Niederlechner brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht mehr aufs Tor (23.). Danach kam der mit vier Punkten aus drei Partien in die Saison gestartete Zweitligist besser in die Partie. FCA-Keeper Rafal Gikiewicz parierte erst einen Schuss von Denis Thomalla (25.), musste kurz danach aber hinter sich greifen: Ein Freistoß von Norman Theuerkauf von der Strafraumgrenze fand durch die löchrige Mauer den Weg ins Tor (34.). Kurz vor der Pause hatte Heidenheim nach einem schlampigen Pass von Suchy die Chance zur Führung, doch Gikiewicz parierte gegen Thomalla, den Nachschuss von Andreas Geipl blockte Suchy (42.).

Richter wurde zum glücklosen Alleinunterhalter beim FCA

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde der Ex-Heidenheimer Niederlechner kurz am rechten Fuß behandelt, konnte aber weiterspielen. Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte Heidenheim durch den ehemaligen Augsburger Merveille Biankadi mit einem Schuss aus 18 Metern. Danach feuerte Augsburgs Richter, der zuletzt beim 0:0 in Wolfsburg nicht im Kader gestanden hatte, aus allen Lagen: erst nach technisch gekonnter Einlage (55.), dann aus spitzem Winkel (56.), von der Strafraumkante (59.), aus der Distanz (68.) und per Schlenzer (73.). Ein Tor gelang dem 22-Jährigen trotz aller Bemühungen nicht.

Durch zahlreiche Wechsel in der zweiten Halbzeit ging der Spielfluss zunehmend verloren. Für Heidenheim vergaben Christian Kühlwetter (74.) und Julian Stark (80.) zwei Chancen. In der 89. Minute gab es dann noch mal ein Durcheinander im Augsburger Strafraum, die Latte und eine Rettungstat auf der Linie bewahrten den FCA vor einer späten Niederlage.

David Bernreuther