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Kurioses Hennings-Tor entscheidet Spiel der Bundesliga-Absteiger

Fortuna besiegt in ihrem letzten Testspiel Paderborn

Kurioses Hennings-Tor entscheidet Spiel der Bundesliga-Absteiger

Rouwen Hennings (r.)

Gleich klingelt's: Düsseldorfs Rouwen Hennings erzielte gegen Paderborn das Tor des Tages.

Doch nach nur vier Spielen wirkt der Bundesliga-Absteiger noch nicht 100-prozentig vorbereitet auf den Pflichtspielstart am kommenden Samstag im Pokal. Das wäre auch nach den Problemen mit den zwischenzeitlichen Corona-Ausfällen von fünf Spielern und Verletzungen von den Leistungsträgern Adam Bodzek und Alfredo Morales zu viel erwartet.

Gegen den Mitabsteiger aus Paderborn gab Brandon Borello von Beginn an sein Debüt für die Fortuna, Edgar Prib wurde dann zur zweiten Hälfte eingewechselt. Der Australier führte sich gut ein und war an mehreren Szenen beteiligt, die für Torgefahr vor dem Gästetor sorgten. Jean Zimmer scheiterte bereits in der zweiten Minute nach einem Borello-Zuspiel an Torhüter Leopold Zingerle. Dessen Gegenüber Raphael Wolf konnte nach elf Minuten einen Schuss von Christopher Antwi-Adjei spektakulär abwehren.

Slapstick beim 1:0

Gute Passagen mit gelungenen Aktionen wechselten sich ab mit unnötigen Ballverlusten und Fehlern im Aufbauspiel. Nicht ihren besten Tag hatten Morales - er scheiterte kurz vor der Pause nach der schönsten Kombination der Fortuna nur knapp - und Florian Hartherz, denen auffällig viele Ballverluste unterliefen.

Der kapitalste Schnitzer der ersten Hälfte unterlief allerdings Paderborns Keeper Zingerle, der nach Ausrutscher des unbedrängten Correia und Borrellos Ballgewinn nach einer guten halben Stunden einen Schuss von Rouwen Hennings zum 1:0 für die Fortuna unter dem Körper durchrutschen ließ (32.). "Der Schuss war nicht zu halten, denn der Ball hat geflattert",meinte der Stürmer hinterher augenzwinkernd: "Nein, im Ernst, da haben wir ein wenig Glück gehabt."

Den Chancen der Fortunen hatten die Paderborner relativ wenig entgegenzusetzen, auch weil sie sich in den Offensiv-Zweikämpfen zu selten durchsetzen konnten. Ein etwas mißglückter Kopfball des freistehenden Dennis Srbeny war die zweite und letzte Chance der Westfalen in Hälfte eins.

Viel Wert auf eine gute Defensivstruktur legte der Gastgeber auch nach dem Seitenwechsel. Dazu trug auch Edgar Prib bei, der mit seiner Ballsicherheit überzeugte und wohl durchaus ein Gewinn für die Fortuna darstellen sollte. "Was ich bisher gesehen habe, zeigt, das die Fortuna in einer guten Verfassung ist. Wenn wir 2:0 oder 3:0 gewonnen hätten, wäre das auch okay gewesen. Vorne müssen wir noch etwas konsequenter sein und einen klareren letzten Pass spielen", meinte der Neuzugang.

Das Geschehen spielte sich nun nur noch zwischen, aber nicht mehr in den Strafräumen ab. Beide Abwehrreihen blieben nicht komplett fehlerfrei. Zu großen Möglichkeiten kamen allerdings beide Team nicht mehr. So durften die Beobachter hinterher von einem Arbeitssieg der Fortuna sprechen, der auch in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr kam.

Fortunas Coach Uwe Räsler resümierte: "Es ist wichtig, dieses Gefühl der Siege wieder zu bekommen. Wir waren stark gegen den Ball. Aber wir haben noch viel zu tun vor dem ersten Pflichtspiel."

Vertrag für Siebert?

Erneut eine sehr gute Leistung zeigte Jamil Siebert. Nach der Pause agierte der U-19-Spieler auf der Innenverteidiger-Position neben Hoffmann nahezu fehlerfrei und überaus clever im Zweikampf. Sein Trainer Uwe Rösler hofft, dass die Fortuna ihm einen Profivertrag anbietet und Siebert und sein Berater diesen auch akzeptieren werden.