Fußball-Vereine Freundschaftsspiele

Beim 8:1 trifft Neuzugang Demirovic doppelt

Kantersieg für Freiburg gegen Dornbirn

Beim 8:1 trifft Neuzugang Demirovic doppelt

War erst in den zweiten 60 Minuten zufrieden: SC-Trainer Christian Streich.

War erst in den zweiten 60 Minuten zufrieden: SC-Trainer Christian Streich. imago images

Zuschauer waren bei dem Testspiel nicht zugelassen, und trotzdem fanden sich etwa 50 Zaungäste ein, die von draußen das Spiel auf dem gut einsehbaren Platz des FC Schruns verfolgen konnten. Auf der Tribüne saßen nur Offizielle und Teammitglieder beider Vereine. Darunter war auch Keven Schlotterbeck, der kurz vor der Partie ins Montafon nachgereist war. Der Leih-Rückkehrer von Union Berlin ist leicht angeschlagen und weiß noch nicht, wann er wieder mit der Mannschaft trainieren kann.

Nicht nur deshalb war auch gegen Dornbirn Robin Koch gefordert, der zwar auf dem Absprung ist, aber noch zum SC-Kader gehört. Und er ärgerte sich gleich zu Beginn über die zu lässige Verteidigung seiner Mitspieler. Nach Vorarbeit von Linksverteidiger Florian Prirsch überwand Lukas Katnik (5.) Torwart Benjamin Uphoff aus spitzem Winkel. Eine Minute zuvor hatten die Freiburger eine Konterchance nach einer Ecke des Gegners ausgelassen. Nach einem Pass von Lucas Höler ließ sich Chang-Hoon Kwon (4.) den Ball kurz vor dem Tor noch wegspitzeln.

Danach spielte sich der SC gegen die zwei dicht gestaffelten Viererketten zwar einige Chancen heraus, aber Vincenzo Grifo (7./9.) scheiterte einmal am Torwart und schoss einmal über die Latte, außerdem wurde ihm etwa zehn Minuten später eine aussichtsreiche Situation wegen Abseits abgepfiffen. Den Ausgleich erzielte Grifo (30.) trotzdem kurz vor der ersten kurzen Pause, mit einem als Flanke gedachten Ball, der sich in die lange Ecke senkte.

Zu Beginn der zweiten halben Stunde parierte Dornbirns Keeper Lucas Bundschuh, der auch schon in der U 23 des SC unter Vertrag war, einen Distanzschuss von Jonathan Schid (51.) zur Ecke. Die trat Grifo und Höler (57.) schoss das 2:1. Nach einem Foul an Kwon verpasste Grifo die Chance auf eine höhere Führung, indem er einen Elfmeter über das Tor schoss. Die letzten fünf Minuten der ersten Stunde spielten die Freiburger dann in Unterzahl zu Ende, nachdem Amir Abrashi umgeknickt war und nicht mehr weitermachen konnte.

In den zweiten 60 Minuten, die im strömenden Regen begannen, hatte Torwart Mark Flekken dann so gut wie gar nichts mehr zu tun. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass er weit vor seinem Tor stand, als Dornbirns Egzon Shabani (117.) nach einem Freiburger Ballverlust aus rund 35 Metern abzog. Flekken hatte aber Glück, der Ball prallte an die Latte. Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings schon 6:1 für den Sport-Club. Zweimal hatte Neuzugang Ermedin Demirovic (76./107.) getroffen, dabei einmal einen Torwartfehler ausgenutzt und einmal eine Vorlage des zwischenzeitlich eingewechselten Noah Weißhaupt verwandelt, der bereits den Torwart ausgespielt hatte. Dazu trafen Yannik Keitel (97.) und Philipp Lienhart (105.) per Kopf nach Flanken von Lukas Kübler und Roland Sallai. In der Schlussphase erhöhten Weißhaupt (118.) und Nils Petersen (120.) gegen den dann chancenlosen Gegner auf 8:1.

SC-Trainer Christian Streich sagte nach dem Spiel:

Tore und Karten

1:0 Katnik (5')

1:1 Grifo (30')

1:2 Höler (57')

1:3 Demirovic (76')

1:4 Keitel (97')

1:5 Lienhart (105')

1:6 Demirovic (107')

1:7 Weißhaupt (118')

1:8 Petersen (120')

FC Dornbirn 1913
FC Dornbirn

Bundschuh - Allgäuer , Malin , Jokic , Prirsch - Gurschler , Domig , Joppi , Friedrich , Richard - Katnik

SC Freiburg
Freiburg

Uphoff - Schmid , Gulde , R. Koch , Günter - Tempelmann , Abrashi , C.-H. Kwon , Grifo - Jeong , Höler

"Die ersten 60 Minuten war Dornbirn sehr gut organisiert und wir hatten Probleme, teilweise hat uns im Spiel nach vorne die Genauigkeit und Präzision gefehlt, auch in der Passqualität und in der Spielauflösung haben wir Sachen gemacht, die nicht so gut waren. Wenn die Chancenverwertung besser gewesen wäre, hätten wir aber auch 4:1 führen können. In den zweiten 60 Minuten war es besser, aber man muss berücksichtigen, dass Dornbirn dann nicht mehr mit der ersten Elf gespielt hat. Wir müssen marschieren, und wenn sie dann nicht mehr mit den Besten auf dem Platz sind, dann müssen wir das so gut machen, dass wir Tore schießen können, das haben wir gemacht."

Daniela Frahm