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1899 Hoffenheim feiert Schützenfest beim Debüt von Sebastian Hoeneß

Kramaric und Baumgartner bereits in Frühform

Hoffenheimer Schützenfest bei Hoeneß-Debüt - Gacinovic trifft ganz fein

Sebastian Hoeneß

Erfolgreiches Debüt: Sebastian Hoeneß feierte in seinem ersten Testspiel mit Hoffenheim einen deutlichen Sieg. imago images

Gleich von Beginn an standen zwei TSG-Stürmer nach langer Pause mal wieder Seite an Seite auf dem Platz: Andrej Kramaric und Ishak Belfodil. Dieses Duo hatte in seiner letzten gemeinsamen Phase im ersten Halbjahr 2019 eines der gefährlichsten Angriffspärchen der Liga gebildet.

Kramaric zeigte bereits eine erstaunliche Frühform. Der Kroate, der wegen mehrerer Verletzungen fast die Hälfte der zurückliegenden Saison verpasst hatte, machte da weiter, wo er vor der Sommerpause aufgehört hatte. Beim 4:0-Sieg der TSG in Dortmund hatte Kramaric alle vier Tore erzielt, nun schoss der 29-Jährige auch gleich die ersten beiden in der neuen Spielzeit. Erst war er mit dem eigentlich schwächeren linken Fuß aus gut 30 Metern mit einem raffinierten Heber erfolgreich, später verwandelte er einen Strafstoß zum 2:0, den er zuvor selbst herausgeholt hatte.

Für Belfodil waren es dagegen die ersten Gehversuche nach einer langen Zwangspause und einer Kreuzbandoperation im vergangenen Oktober. Auch der bullige Stürmer konnte seine Qualitäten durchaus wieder andeuten, wird aber sicher noch einige Zeit und Spielzeit benötigen, um aufs alte Level zu kommen.

Vogt im Mittelfeld - Gacinovic trifft beim Debüt

Bei seiner Premiere als Cheftrainer der TSG ließ Sebastian Hoeneß jeweils in einer 4-3-3-Grundformation in unterschiedlichen Besetzungen spielen. Immer wieder mahnte der 38-Jährige seine Mannen zur "Konzentration", zu "Ordnung und Struktur im Spiel". Auch mit Ex-Kapitän Kevin Vogt auf dem Feld blieb es bei einer Viererkette, der zuletzt nach Bremen ausgeliehene frühere Abwehrchef agierte vor der Abwehrreihe auf der Sechs.

Sein Debüt im Trikot von Hoffenheim gab Neuzugang Mijat Gacinovic, der im Tausch mit Steven Zuber aus Frankfurt gekommen war. Der Serbe spielte gemeinsam mit Dennis Geiger auf der Acht und schoss mit einem herrlichen Hackentrick auch gleich sein erstes Tor für die TSG. Auch Robert Skov trug sich in die Torschützenliste ein, der Däne beackerte wie erwartet wieder die linke Bahn, wo sich aber auch Konstantinos Stafylidis und Joshua Brenet präsentieren konnten.

Auch Talente bekommen Spielzeit

Der zuletzt nach Linz verliehene Stürmer Joao Klauss, der vor seinen Leihen nach Finnland und Österreich bereits in der U 23 der TSG gespielt hatte, durfte erstmals bei den Profis ran. Der zusätzlich mit einem italienischen Pass ausgestattete Brasilianer kam auch gleich dreimal gefährlich zum Abschluss und verpasste seinen Debüttreffer jeweils nur knapp. Dagegen trumpfte der Emporkömmling der vergangenen Spielzeit, Christoph Baumgartner, gleich wieder mit einem Doppelpack auf.

Tore und Karten

1:0 Kramaric (8')

2:0 Kramaric (16', Foulelfmeter, Kramaric)

3:0 Baumgartner (66')

4:0 Baumgartner (70')

5:0 Gacinovic (80')

6:0 Skov (83')

7:0 Bebou (91')

7:1 Schwede (96')

Hoffenheim
Hoffenheim

Baumann - Kaderabek , B. Hübner , Bogarde , Stafylidis - Grillitsch , Samassekou , Elmkies , Bruun Larsen , Belfodil - Kramaric

Wiesbaden
Wiesbaden

Boss - Mockenhaupt , Carstens , Medic , Niemeyer - Mrowca , Chato , Ajani , Aigner , G. Korte - P. Tietz

Zudem gönnte Hoeneß, der noch auf den nicht wieder voll hergestellten Sargis Adamyan (Syndesmose-OP) sowie Harvard Nordtveit (Fußbruch) und Maximilian Beier (Meniskus-OP) verzichten musste, auch einigen Talenten Spielzeit. So durften neben Ilay Elmkies als Achter auch der junge Marco John auf der gleichen Position sowie U-19-Keeper Nahuel Noll im Tor ran. Das Talent musste sich erst kurz vor dem Ende bei Wiesbadens Ehrentreffer durch Tobias Schwede geschlagen geben.

Michael Pfeifer