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Daniel Ginczek bei Wolfsburgs Test mit Hand und Fuß

Wolfsburger Testspielpleite gegen Servette Genf

Ginczek mit Hand und Fuß

Daniel Ginczek stand beim Wolfsburger Test im Blickfeld

Präsentierte sich äußerst aktiv beim Wolfsburger Test: Stürmer Daniel Ginczek. imago images

Aus Wolfsburgs Trainingslager in Almancil berichtet Thomas Hiete

Die potenzielle Wolfsburger B-Elf hatte gerade gegen den FC Seoul enttäuscht und sich den Unmut von Geschäftsführer Jörg Schmadtke ("Das ist zu wenig") zugezogen, da durfte sich die mögliche Startformation für das kommende Wochenende zum Rückrundenstart beim 1. FC Köln präsentieren. Jedoch: Auch das Team um Kapitän Guilavogui tat sich gegen den Schweizer Erstligisten Servette Genf zunächst sehr schwer.

VfL ohne Durchschlagskraft

Einen nennenswerte Wolfsburger Offensivaktion im ersten Durchgang? Fehlanzeige. Dabei spielte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner wie zum Ende der Hinserie mit der auch vom Team bevorzugten Viererkette. 4-4-2 mit Raute im ersten Durchgang, nach der Pause dann im 4-3-3. Doch auch das brachte keine Besserung, im Gegenteil: Nach einem Handspiel von Stürmer Ginczek im eigenen Strafraum verwandelte Kyei den fälligen Strafstoß zur Servette-Führung.

Tore und Karten

0:1 Kyei (51', Handelfmeter)

1:1 Ginczek (63')

1:2 Kyei (89')

Wolfsburg

Casteels - Mbabu , Tisserand , Brooks , Roussillon - Guilavogui , X. Schlager , Arnold , Brekalo - Ginczek , Weghorst

Genf

Kiassumbua - Busset , Vouilloz, Nicolas , Souici , Severin - Imeri , Cespedes , Tasar , Maccoppi , Holcbecher, Mathis - Koné

Die erste VfL-Chance entsprang dann einem ruhenden Ball: Arnold scheiterte jedoch mit einem Freistoß aus 22 Metern am Genfer Schlussmann Frick (59.). Es war so etwas wie eine Initialzündung für den VfL, der kurze Zeit später den Ausgleich hätte erzielen müssen. Nach schönem Spielzug legte Roussillon den Ball zurück auf Unglücksrabe Ginczek, der den Ball völlig freistehend aus acht Metern am Tor vorbeischoss. Nur eine Minute später machte es der Angreifer aus deutlich schwierigerer Lage besser: Aus halbrechter Position traf der 28-Jährige ins lange Eck zum verdienten Ausgleich.

Genfs Kyie eiskalt

Wolfsburg nun am Drücker - und beinahe mit der Führung. Nach gutem Gegenpressing und Balleroberung von Schlager scheiterte Weghorst an Keeper Frick (70.), der auch nach dem anschließenden Eckball einen Kopfball von Guilavogui parierte. Das rächte sich in letzter Minute: Wieder war Servette-Angreifer Kyie zur Stelle. Der Franzose traf zum 1:2 und besiegelte den insgesamt enttäuschenden Test-Tag des VfL, der am Samstag nach einer Woche in Portugal die Heimreise antritt. Für Trainer Glasner und sein Team gibt es noch viel zu tun.