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TSG Hoffenheim: Munas Dabbur debütiert - Kevin Vogt weiter Reservist

TSG verliert gegen den Haag auch den zweiten Test

Dabbur debütiert - Vogt weiter Reservist

Munas Dabbur

Munas Dabbur ist erstmals für die TSG Hoffenheim am Ball. imago images

Aus Hoffenheims Trainingslager im spanischen Marbella berichtet Michael Pfeifer

Erneut waren die Hoffenheimer dem Gegner über weite Strecken der Partie auf dem La Quinta Football Field überlegen, erneut gingen die Kraichgauer in Führung und erneut verloren sie das Spiel noch in der Schlussphase. Jürgen Locadia hatte die TSG gegen seine Landsleute in Führung geschossen. Die spielerische Überlegenheit konnten die Hoffenheimer aber erneut nicht in eine entsprechende Torausbeute umsetzen.

Die erste Halbzeit war sehr gut, wir haben den Gegner klar dominiert, aber im letzten Drittel müssen wir uns noch verbessern.

Alfred Schreuder

Dagegen kamen die an sich harmlosen Niederländer per Strafstoß zum Ausgleich. Eigengewächs Ilay Elmkies, den Trainer Alfred Schreuder sogar von Beginn an nominiert hatte, brachte den schnellen Summerville zu Fall, Tomas Necid hämmerte den Ball zum 1:1 in die Maschen. Kurz vor Schluss dann sogar noch der schmeichelhafte, aber sehenswerte Siegtreffer für den Haag, als Summerville eine Flanke volley ins Hoffenheimer Gehäuse drosch.

"Die erste Halbzeit war sehr gut, wir haben den Gegner klar dominiert, aber im letzten Drittel müssen wir uns noch verbessern", analysierte Schreuder, "aber die Gegentore geben wir zu einfach her, das darf uns nicht passieren, das war ähnlich wie gegen Feyenoord, da haben wir gegen eine sehr gute Mannschaft 80 Minuten sehr dominant gespielt und verlieren auch das Spiel. Das Spiel dauert 95 Minuten sage ich den Jungs immer, zudem müssen wir diese Spiele früher entscheiden. Schade, dass wir beide Spiele verloren haben."

Tore und Karten

1:0 Locadia (16')

1:1 Necid (63', Foulelfmeter)

1:2 Summerville (88')

Hoffenheim

Drljaca - Kaderabek , Akpoguma , Bicakcic , Stafylidis - Samassekou , Elmkies , Rupp , Zuber , Adamyan - Locadia

Den Haag

Koopmans - van Ewijk , Stubbs , Bakker , Pinas - Goossens , Malone , Meijers , Immers - Summerville , Necid

Nach dem intensiven Spiel ohne Auswechslungen gegen Rotterdam hatte Schreuder diesmal die am Mittwoch pausierenden Akteure nominiert. Doch auch diesmal musste sich der vor der Winterpause als Kapitän zurückgetretene Kevin Vogt mit einem Platz auf der Bank begnügen, erst in der zweiten Halbzeit durfte der 28-Jährige ran. "Ich habe mich heute für Akpoguma und Bicakcic entschieden, sie waren vor der Winterpause auch vor ihm", erklärte Schreuder, "das ist von der aktuellen Situation abhängig. Die ist so, dass wir im Moment mit Viererkette spielen und viele Innenverteidiger haben." Nicht unbedingt die erfreulichste Entwicklung für Vogt, für den sich ofenkundig die Lage gegenüber der Schlussphase der Hinserie nicht im Geringsten verbessert hat. Ein klares Signal? "Nein, das ist kein Signal", widerspricht Schreuder, "warum? Hätte Akpoguma auf der Bank gesessen, wäre das dann ein Signal an ihn gewesen? Das ist Fußball." Da steht noch eine spannende Entwicklung im Fall Vogt an.

Dabbur deutet seine Qualitäten an

Unterdessen kam auch Hoffenheims Neuzugang Munas Dabbur zu seinem Debüt für die TSG. Der 12-Millionen-Mann, der vom FC Sevilla verpflichtet wurde, deutete in der Schlussphase seine Qualitäten an und verpasste nur knapp seinen ersten Treffer für die Kraichgauer. "Das ist gut, dass er da ist", freut sich Schreuder über die neue Alternative in der Offensive, "es ist wichtig, dass wir einen weiteren Spieler vorne haben, der auf engem Raum spielen kann."