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Union Berlin siegt zur ungewöhnlichen Zeit und nach ungewöhnlichem Frühstück

Coach Fischer ist zufrieden mit der Leistung gegen Leuven

Union siegt zur ungewöhnlichen Zeit und nach ungewöhnlichem Frühstück

War im ersten Test des Jahres der entscheidende Mann bei Union: Sebastian Polter.

War im ersten Test des Jahres der entscheidende Mann bei Union: Sebastian Polter. imago images

Aus Unions Trainingslager in Orihuela berichtet Andreas Hunzinger

"In der A-Jugend" habe er das letzte Mal vormittags um 11 Uhr gespielt, sagte Sebastian Polter nach dem Sieg gegen den belgischen Zweitligisten aus der 30 Kilometer östlich von Brüssel gelegenen Stadt. Die frühe Anstoßzeit forderte die Union-Profis bereits am Morgen heraus, "es ist ein bisschen außergewöhnlich, wenn man um 8.30 Uhr schon Nudeln essen muss, um Kohlenhydrate intus zu haben", sagte Polter mit einem Schmunzeln, "das macht nicht jeder freiwillig. Aber wir sind Profis, da müssen wir zu jeder Zeit Leistung abrufen."

Fischer sieht "gute Aktionen, aber auch Dinge, die noch nicht so gut waren"

Und das, was Polter und seine Kollegen auf den Platz brachten, stellte ihren direkten Vorgesetzten zufrieden. "Ja", antwortete Coach Fischer auf die entsprechende Frage, "um 11 Uhr zu spielen, ist nicht so einfach". Durch die intensiven Trainingseinheiten komme "dann eine gewisse Müdigkeit dazu, das darf man nicht unterschätzen. Ich habe gute Aktionen gesehen, ich habe aber auch Dinge gesehen, die noch nicht so gut waren."

Tore und Karten

1:0 Andrich (66')

1:1 Asane (76')

2:1 Polter (77', C. Lenz)

Union

Gikiewicz - Ryerson , Parensen , Friedrich , C. Lenz - Schmiedebach , Andrich , Ingvartsen , Mees - Polter , Asllani

Leuven

Keet - Ngawa , Schuermans , Tshimanga - Duplus , Keita , Mercier , Aguemon , Sowah , Maertens - Henry

Mit dem Umschaltspiel, das der Schweizer tags zuvor als Trainings-Schwerpunkt gesetzt hatte, war Fischer "ansatzweise zufrieden. Wir hätten mehr Möglichkeiten gehabt, schnell umzuschalten." Gerade in der ersten Halbzeit fehlte es den Aktionen der Eisernen oft an Genauigkeit und Tempo, zudem wirkten die Belgier gegenüber Union einen Tick spritziger.

Siegtorschütze Polter mit der Vorstellung einverstanden

Nach der Pause erarbeitete sich der Bundesliga-Neuling allerdings Vorteile, weil nun schneller und entschlossener umgeschaltet wurde. "Wir hätten zielstrebiger sein können", sagte Polter über die erste Spielhälfte, "in der zweiten Halbzeit war es besser". Insgesamt war aber auch der Angreifer, der nach Robert Andrichs Führungstor den Ausgleich von Isaac Asante postwendend mit dem Siegtor beantwortete, einverstanden mit der Vorstellung. "So lange Pause hatten wir ja nicht, von daher sah es schon wieder relativ in Ordnung aus", betonte Polter, "wichtig war, dass jeder wieder seine 90 Minuten kriegt."