Bundesliga 2019/20, 11. Spieltag
15:46 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Ilsanker
Leipzig

15:53 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
Mittelstädt
Hertha

16:01 - 32. Spielminute

Tor 1:0
Mittelstädt
Rechtsschuss
Vorbereitung Lukebakio
Hertha

16:07 - 38. Spielminute

Tor 1:1
Werner
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Leipzig

16:15 - 45. + 1 Spielminute

Tor 1:2
Sabitzer
Rechtsschuss
Vorbereitung Poulsen
Leipzig

16:41 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Kampl
für Ilsanker
Leipzig

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Nkunku
für Forsberg
Leipzig

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Ibisevic
für M. Wolf
Hertha

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Selke
für Stark
Hertha

17:06 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Trainer Covic
Hertha

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Ampadu
für Mukiele
Leipzig

17:14 - 86. Spielminute

Tor 1:3
Kampl
Rechtsschuss
Vorbereitung Werner
Leipzig

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Leckie
für Lukebakio
Hertha

17:19 - 90. + 2 Spielminute

Tor 2:4
Selke
Rechtsschuss
Hertha

17:21 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Darida
Hertha

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Tor 1:4
Werner
Linksschuss
Vorbereitung Laimer
Leipzig

BSC

RBL

Bundesliga

Berlins Beton hält lange - Scheibenschießen in den Schlussminuten

Stark verletzt ausgewechselt

Berlins Beton hält lange - Scheibenschießen in den Schlussminuten

RB Leipzig

Tütete den Sieg ein: Leipzigs Marcel Sabitzer. imago images

Herthas Coach Ante Covic wechselte nach dem 0:1 im Stadtderby gegen Union auf drei Positionen: Grujic (erstmals in dieser Spielzeit nicht in der Startelf) und Ibisevic mussten auf der Bank Platz nehmen, Skjelbred fehlte aufgrund muskulärer Probleme. Löwen (Startelfdebüt) und Darida (abgesessene Gelb-Rot-Sperre) durften von Beginn an ran.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann brachte im Vergleich zum 2:0 gegen St. Petersburg in der Champions-League zwei Neue: Halstenberg (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Nkunku (Bank) wurden durch Ilsanker und Werner ersetzt.

Das Aufgabenfeld zwischen den beiden Teams war von Anfang an klar abgesteckt: Die Hertha igelte sich mit acht Mann vor dem eigenen Strafraum ein (5-4-1), agierte destruktiv und lauerte auf Konter. Den Gästen aus Leipzig oblag die Spielgestaltung. Dieses Unterfangen gingen die Sachsen im gewohnten 4-2-2-2 an und suchten vor allem über die linke Seite den Weg in die Spitze.

Bundesliga, 11. Spieltag

Aus dem Nichts: Mittelstädt bringt Hertha in Front

Bei zeitweise über 70 Prozent Ballbesitz hatte RB alles im Griff, verzweifelte allerdings ein ums andere Mal am Berliner Beton. Torschüsse waren Mangelware, wenn es dann doch welche gab, war entweder Jarstein zur Stelle (7. Poulsen) oder es fehlte an Präzision. Das sollte sich rächen, denn die Taktik der Hausherren ging erstmals in der 32. Minute auf: Nach Lukebakio-Zuspiel nahm sich Mittelstädt aus der zweiten Reihe ein Herz und traf fulminant zum 1:0.

Leipzig zog noch einmal das Tempo an, erhöhte den Druck - und glich aus: Nach einem Mukiele-Flankenversuch bekam Rekik den Ball im Strafraum aus kürzester Distanz an die Hand. Referee Sören Storks entschied zunächst auf Weiterspielen, ließ sich von den Videobildern anschließend aber eines Besseren belehren und zeigte auf den Punkt. Werner übernahm die Verantwortung - und wurde dieser gerecht. 1:1 (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff sollte Rekik wieder im Mittelpunkt stehen: Einen Sabitzer-Schuss fälschte der 24-jährige Niederländer unhaltbar für Jarstein ab - 2:1 (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel beherrschte RB weiterhin die Partie, tat sich gegen immer noch äußerst defensiv eingestellte Berliner aber weiter schwer. Das Flügelspiel des Champions-League-Teilnehmers stockte beispielsweise, und so landeten Werners Flanken reihenweise in den Handschuhen Jarsteins. Mit zunehmender Spielzeit ließ das Tempo der Gäste nach, auf der Gegenseite wagte sich die Alte Dame zusehends weiter in die gegnerische Hälfte vor.

Stark im Gesicht getroffen, Joker Kampl mit der Vorentscheidung

Nach einem Löwen-Freistoß brandeten Pfiffe im Olympiastadion auf: Laimer hatte Stark im Strafraum mit dem Arm ins Gesicht getroffen, der Herthaner musste anschließend mit starkem Nasenbluten ausgewechselt werden - Elfmeter gab es keinen (73.). Berlin machte mehr und mehr auf, Leipzig tat sich dennoch weiter schwer. Ließ der eingewechselte Nkunku in der 77. Minute noch die große Chance auf die Vorentscheidung aus, machte es der andere Joker besser: Kampl, von Werner auf die Reise geschickt, ließ Löwen aussteigen und markierte anschließend das 3:1 (86.).

Damit aber noch nicht genug: Werner staubte nach tollem Laimer-Solo zum zwischenzeitlichen 1:4 ab (90.+1), der Schlusspunkt war aber dem ehemaligen Leipziger Selke vorbehalten. Laimer blockte Ibisevics Abschluss zum Herthaner, der erzielte aus 16 Metern den 2:4-Endstand. (90.+2).

Spieler des Spiels

Timo Werner Sturm

1,5
Spielnote

Keine spielerisch hochklassige Partie, die aber - auch wegen der sechs Tore - einen hohen Unterhaltungswert bot.

2,5
Tore und Karten

1:0 Mittelstädt (32', Rechtsschuss, Lukebakio)

1:1 Werner (38', Handelfmeter, Rechtsschuss)

1:2 Sabitzer (45' +1, Rechtsschuss, Poulsen)

1:3 Kampl (86', Rechtsschuss, Werner)

1:4 Werner (90' +1, Linksschuss, Laimer)

2:4 Selke (90' +2, Rechtsschuss)

Hertha

Jarstein 3 - Stark 3 , Boyata 4, Rekik 4,5 - Klünter 4, Mittelstädt 2,5 , Löwen 3,5, Darida 4,5 , M. Wolf 5 , Dilrosun 5 - Lukebakio 3,5

Leipzig

Gulacsi 3 - Mukiele 3 , Ilsanker 4 , Upamecano 4, Klostermann 3,5 - Laimer 2, Demme 3, Sabitzer 2,5 , Forsberg 3 - Poulsen 3, Werner 1,5

Schiedsrichter-Team

Sören Storks Velen

6
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

48.532

Hertha gastiert am Sonntag nach der Länderspielpause (24. November, 15.30 Uhr) in Augsburg. Für Leipzig geht es bereits am Samstag (18.30 Uhr) gegen Köln weiter.

Bilder zur Partie Hertha BSC - RB Leipzig