Bundesliga 2019/20, 5. Spieltag
18:44 - 13. Spielminute

Tor 0:1
Orban
Kopfball
Vorbereitung Nkunku
Leipzig

19:00 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Konaté
Leipzig

19:06 - 35. Spielminute

Tor 0:2
Sabitzer
Rechtsschuss
Leipzig

19:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Saracchi
für Mukiele
Leipzig

19:52 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Pizarro
für J. Eggestein
Bremen

19:52 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
A. Haidara
für Matheus Cunha
Leipzig

19:54 - 64. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Laimer
Leipzig

19:55 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Bargfrede
für M. Eggestein
Bremen

20:04 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Demme
für Nkunku
Leipzig

20:10 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Ihorst
für Sargent
Bremen

20:12 - 83. Spielminute

Tor 0:3
Saracchi
Linksschuss
Vorbereitung A. Haidara
Leipzig

BRE

RBL

Pizarro stellt Rekord auf - Bremer Heimserie gerissen

Orban beweist Köpfchen, Saracchi setzt Schlusspunkt

Willi Orban (r.)

Er bewies in Bremen Köpfchen: Willi Orban (r.) bejubelt sein soeben erzieltes 1:0. imago images

Werders Coach Florian Kohfeldt musste nach dem 2:1 bei Union Berlin gleich drei Positionen neu besetzen, da mit Sahin (Gelb-Rot), Osako (Oberschenkelverletzung) und Füllkrug (Kreuzbandriss) gleich drei Spieler nicht zur Verfügung standen. Neu dabei: Maximilian Eggestein, Goller und Sargent.

Auch Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann tauschte gegenüber dem 2:1 bei Benfica Lissabon in der Champions-League viermal. Poulsen hatte die Reise an die Weser gar nicht mitgemacht, da er zu Hause die Geburt seines Kindes erwartet hatte, Halstenberg fehlte mit Hüftproblemen, während Demme und Forsberg auf der Bank landeten. Klostermann, Upamecano, Nkunku und Matheus Cunha spielten von Beginn an. Taktisch agierte RB im 3-5-2 und nicht wie in Portugal im 4-4-2.

Leipzig bärenstark nach ruhenden Bällen

Bundesliga, 5. Spieltag

Vom Anpfiff weg entwickelte sich im Weserstadion ein flottes Spiel zweier Teams, die keine Lust hatten, sich allzu lange im Mittelfeld aufzuhalten. Sowohl die Bremer als auch die Leipziger suchten den schnellen Weg nach vorne, gerne auch über die Außen. RB hatte dabei mehr Spielanteile, auch weil die Hanseaten auf Konter lauerten.

Die Gastgeber verbuchten durch Bittencourt (2.) zwar den ersten Torschuss für sich, die Tore machten aber die Sachsen - und zwar nach Standards: Zuerst entwischte Orban bei einer Ecke Gebre Selassie und köpfte zum 1:0 in die Maschen (13.), ehe Sabitzer etwas später einen Freistoß aus rund 18 Metern mustergütig in den linken Winkel schlenzte - 2:0 (35.).

Hektisch wurde es nach 24 Minuten, als ein Doppelfoul die Gemüter erhitzter: Zuerst holte Laimer den Bremer Bittencourt mit offener Sohle von den Beinen, ehe Klaassen nur Sekunden danach robust und mit Ellenbogeneinsatz gegen Mukiele zu Werke ging. Es hagelte Proteste auf Schiedsrichter Tobias Stieler ein, der mit den Beteiligten sprach und es bei einer Ermahnung beließ.

RB hatte in Summe mehr vom Spiel, war abgezockter und führte nicht unverdient. Den Bremern fehlte es vorne an Ideen, außerdem agierten sie teilweise zu hektisch und dennoch wäre der SVW beinahe zum Anschluss gekommen. Weil aber Gulacsi Klaassens Schuss gerade noch so entschärfte, Konaté mit seinem versuchten Handspiel das Leder verpasste und Upamecano letztlich klärte (39.), ging es mit der 2:0-Gästeführung in die Pause.

Wirbel um Laimer - Saracchi hat das letzte Wort

Mit Saracchi, der für Mukiele kam, ging es nach dem Seitenwechsel weiter und RB gab weiter den Takt vor. Nkunku (48.), Matheus Cunha (50.) und Sabitzer (55.) näherten sich dem 3:0 an, allerdings fehlte dem Trio auch ein wenig das nötige Quäntchen Abschlussglück.

Ungläubig: Konrad Laimer sieht Gelb-Rot.

Ungläubig: Konrad Laimer sieht Gelb-Rot. imago images

Die Begegnung plätscherte eine ganze Weile auf relativ überschaubarem Niveau vor sich hin - Werder wirkte beeindruckt, Leipzig verwaltete -, nahm dann aber wieder Fahrt auf, weil RB auf einmal einen Mann weniger auf dem Rasen hatte: Der bereits verwarnte Laimer wurde von Bittencourt leicht geschubst und bekam dann den Ball auf den Arm, Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte Gelb-Rot (64.)

Eine harte Entscheidung, die Werder jedoch in die Karten spielte. Die Bremer, bei denen Pizarro sein 238 Ligaspiel bestritt und damit zum Ausländer mit den meisten BL-Einsätzen beim SVW avancierte, probierten es noch einmal und erhöhten den Druck, entwickelten gegen clevere Leipziger aber kaum echte Durchschlagskraft. RB stellte sich geschickt an, hielt das Geschehen immer wieder vom eigenen Tor fern und machte in der 83. Minute den Deckel drauf: Werner spielte gegen Groß seine Tempovorteile aus und bediente Haidara. Dessen Schuss wehrte Pavlenka zwar noch ab, gegen Saracchis Abstauber war der Keeper jedoch machtlos. Das 3:0 war dann auch zugleich der Schlusspunkt des Spiels.

Spieler des Spiels

Marcel Sabitzer Mittelfeld

2
Spielnote

Eine insgesamt einseitige Partie auf durchschnittlichem Niveau.

3,5
Tore und Karten

0:1 Orban (13', Kopfball, Nkunku)

0:2 Sabitzer (35', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

0:3 Saracchi (83', Linksschuss, A. Haidara)

Bremen

Pavlenka 3 - Lang 4, Gebre Selassie 4, C. Groß 3,5, Friedl 4 - J. Eggestein 5 , M. Eggestein 4 , Klaassen 4,5, Bittencourt 3,5 - Sargent 5 , Goller 4

Leipzig

Gulacsi 3 - Konaté 3 , Upamecano 3, Orban 2 - Mukiele 4 , Laimer 3 , Klostermann 3, Sabitzer 2 , Nkunku 3,5 - Matheus Cunha 4 , Werner 3

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

4,5
Spielinfo

Stadion

Wohninvest Weserstadion

Zuschauer

40.550

Beide Mannschaften sind am kommenden Spieltag wieder samstags gefordert, Werder sogar erneut im Topspiel. Ab 18.30 Uhr geht es für die Bremer in Dortmund um Punkte. Zuvor erwartet Leipzig zu Hause das Topspiel gegen den FC Schalke 04 (15.30).

Bilder zur Partie Werder Bremen - RB Leipzig