15:40 - 9. Spielminute

Tor 1:0
Suchy
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Haeder
Verl

15:54 - 23. Spielminute

Tor 2:0
Schallenberg
Rechtsschuss
Vorbereitung Haeder
Verl

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Yildirim
Verl

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Janjic
für Haeder
Verl

16:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Khedira
für Pedersen
Augsburg

16:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
F. Jensen
für Gregoritsch
Augsburg

17:00 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Heinz
für Yildirim
Verl

17:02 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Suchy
Augsburg

17:09 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Schallenberg
Verl

17:12 - 83. Spielminute

Tor 2:1
Hahn
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Hahn
Augsburg

17:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Schieber
für M. Richter
Augsburg

17:16 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Semlits
für Hecker
Verl

17:19 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Gruezo
Augsburg

17:20 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Schöppner
Verl

VER

FCA

Augsburg blamiert sich in Verl

Mit Suchys Eigentor beginnt Augsburgs Albtraum

Augsburg DFB Pokal Verl

Nach Suchys Eigentor nahm das Unheil für den FCA seinen Lauf. imago images

Als der SC Verl das letzte Mal 2010/2011 im DFB-Pokal auflief, war Guerino Capretti noch als Spieler bei der Niederlage gegen 1860 München auf dem Platz (1:2). Neun Jahre später saß er als Trainer auf der Bank und ließ dieselbe Elf wie beim 1:1-Unentschieden gegen Oberhausen zuletzt in der Regionalliga West auflaufen.

FCA-Trainer Martin Schmidt beorderte fünf Neuzugänge in die Startelf. Neben Koubek, der den Torwart-Dreikampf gegen Luthe und Giefer für sich entschieden hatte, spielten auch Niederlechner, Pedersen, Suchy und Gruezo von Beginn an. Außerdem startete Rückkehrer Rieder (nach Leihe nach Darmstadt).

Nach drei Minuten lag der Ball bereits im Augsburger Netz: Langesberg hatte eine weite Freistoßflanke von Ritzka eingenickt. Doch das Tor zählte nicht - warum wusste zunächst keiner so genau. Abseits von Langesberg konnte es nicht gewesen sein. Allerdings stand Stöckner im strafbaren Bereich und griff für das Schiedsrichtergespann um Martin Thomsen zu aktiv ins Geschehen ein - Glück für Augsburg. Nur fünf Minuten später lag der Ball erneut im Augsburger Kasten und diesmal zählte der Treffer. Koubek hatte zunächst noch stark gegen den durchgebrochenen Haeder mit einer Hand gerettet, doch der Abpraller fiel Suchy so unglücklich vor die Füße, dass ihn der Verteidiger ins eigene Tor bugsierte - 1:0 für den krassen Außenseiter (9.).

DFB-Pokal, 1. Runde

Verl wie im Rausch

Und es wurde noch schlimmer für den Bundesligisten. Verl blieb bissig und spielte nach Ballgewinn, wie von Trainer Capretti gefordert, schnell und schnörkellos nach vorne. Während Richter per Scherenschlag scheiterte (20.), zeigte der Regionalligist wie es spielerisch geht: Eine wunderschöne Kombination über Haeder und Yildirim schloss Schallenberg sicher zum 2:0 ab (23.).

Augsburg wird besser und verzweifelt an Brüseke

Nach einer halben Stunde wurde der FCA stärker. Gregoritsch prüfte mit einem Fernschuss Verls Keeper Brüseke als Erstes (30.). Augsburg versuchte nun, das Spielgeschehen zu kontrollieren, hatte aber immer wieder Probleme, wenn der SC in schnelle Umschaltsituationen kam. Dennoch näherte sich der Bundesligist an und hätte vor der Pause mindestens den Anschluss erzielen müssen: Zweimal war aber bei Brüseke Endstation. Der Keeper klärte erst im Eins-gegen-eins gegen Hahn (40.) und auch dann gegen Niederlechner (45.).

Nach dem Seitenwechsel erwischte der Regionalligist den besseren Start. Yildirim bat Teigl im Strafraum zum Tanz und schlenzte den Ball nur knapp über das Gehäuse (50.). Verl war aktiver - die Fuggerstädter suchten nach den guten Ansätzen, die sie Ende des ersten Durchgangs gezeigt hatten. Hinten war der FCA immer wieder anfällig und hatte Glück, dass Hecker den Ball mit dem Arm spielte, bevor in Koubek weit vor dem eigenen Tor abräumte (54.). Der SC verteidigte weiterhin gut und ließ den Bundesligisten nicht zur offensiven Entfaltung kommen.

Verl mit Leidenschaft zur Sensation

Martin Schmidt stellte um und brachte Khedira, der fortan als alleiniger Sechser im Mittelfeld agieren sollte. Baier und Gruezo rückten dafür nach vorne auf die beiden Achter-Positionen. Ein Effekt blieb zunächst aus. Der Regionalligist wurde nicht müde und verteidigte den Vorsprung wacker. Die Nadelstiche nach vorne wurden freilich weniger - doch die Leidenschaft blieb. Augsburg schaffte es aus dem Spiel heraus nicht, Brüseke ernsthaft zu gefährden und brauchte einen Elfmeter. Ritzka hatte Hahn zu Fall gebracht - der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher ins rechte Eck (83.). Verl wackelte in der Folge etwas, doch mit vereinten Kräften arbeiteten die Sotwestfalen an der Sensation. Als Ritzka in der Nachspielzeit für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie klärte, war diese perfekt.

Der SC Verl tritt am Mittwoch im Landespokal beim RSV Meinerzhagen an (19 Uhr). Der FCA spielt zum Bundesliga-Auftakt am Samstag bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr).

sts

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Erstrunden-Blamagen: Die Bundesliga-Bilanz seit 2009