DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2019/20, 1. Runde
18:50 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Kastenhofer
Halle

19:12 - 43. Spielminute

Tor 1:0
F. Drinkuth
Rechtsschuss
Halle

19:14 - 44. Spielminute

Tor 1:1
Weghorst
Rechtsschuss
Vorbereitung Joao Victor
Wolfsburg

19:15 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Brooks
Wolfsburg

19:36 - 49. Spielminute

Tor 1:2
Gerhardt
Rechtsschuss
Vorbereitung Joao Victor
Wolfsburg

19:44 - 57. Spielminute

Tor 2:2
S. Mai
Kopfball
Vorbereitung F. Drinkuth
Halle

19:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Brekalo
für Klaus
Wolfsburg

19:57 - 70. Spielminute

Tor 2:3
William
Rechtsschuss
Vorbereitung Roussillon
Wolfsburg

20:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Papadopoulos
für Nietfeld
Halle

20:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Fetsch
für P. Göbel
Halle

20:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
R. Steffen
für Roussillon
Wolfsburg

20:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Galle
für Sohm
Halle

20:17 - 89. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Guilavogui
Wolfsburg

20:18 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
William
Wolfsburg

20:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Uduokhai
für Joao Victor
Wolfsburg

20:19 - 90. + 1 Spielminute

Tor 3:3
Fetsch
Kopfball
Vorbereitung Bahn
Halle

20:29 - 92. Spielminute

Tor 3:4
Knoche
Kopfball
Vorbereitung William
Wolfsburg

20:31 - 94. Spielminute

Tor 3:5
Brekalo
Rechtsschuss
Vorbereitung R. Steffen
Wolfsburg

20:35 - 99. Spielminute

Spielerwechsel
Hansch
für Kastenhofer
Halle

20:49 - 108. Spielminute

Gelbe Karte
Landgraf
Halle

20:54 - 114. Spielminute

Spielerwechsel
Mbabu
für William
Wolfsburg

20:58 - 118. Spielminute

Gelbe Karte
S. Mai
Halle

HFC

WOB

Starker HFC kommt zweimal zurück - Guilavogui fliegt vom Platz

5:3 n.V.! Knoche und Brekalo haben bei der wilden Fahrt die letzten Worte

Wolfsburger Jubel über das 5:3

Starke Moral: Wolfsburg bejubelt das 5:3 durch Josip Brekalo (Nummer sieben) und den Sieg in Unterzahl. Imago Images

Halles Coach Torsten Ziegner änderte seine Startelf im Vergleich zum 3:1 gegen Chemnitz auf drei Positionen: Für Schilk (ausgerenkte Hüfte), Mast und Guttau (beide auf der Bank) begannen Kastenhofer, Drinkuth und Boyd.

Wolfsburgs neuer Trainer Oliver Glasner tauschte im Vergleich zur Generalprobe gegen Nizza (8:1) auf zwei Positionen: Für Tisserand (Trainings-Rückstand) und Schlager (auf der Bank) spielten Knoche und Gerhardt.

Vor der Pause geht's rund

Der Bundesligist übernahm zu Beginn die Kontrolle über das Spiel, was sich jedoch mehr durch Ballbesitz als durch Torgefahr ausdrückte. Halle stand von Anfang an kompakt und machte es den Wolfsburgern schwer, auch nur in die Nähe des Strafraums zu kommen. Beim VfL waren Roussillon und Victor echte Aktivposten, die es jedoch an Präzision vermissen ließen. Von den Gastgebern kam offensiv annähernd nichts. Der erste gefährliche Abschluss folgte schließlich von Arnold, doch Eisele reagierte stark (26.). Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin, ohne weitere Chancen auf beiden Seiten.

Als sich die 13.500 Zuschauer bereits mit einem 0:0 zur Pause abgefunden hatten, schien Drinkuth die Partie zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf den Kopf zu stellen: Göbel flankte in den Strafraum, wo Guilavogui den Ball an den Strafraumrand klärte. Drinkuth fasste sich ein Herz und knallte die Kugel volley ins Tor (43.) - Guilavogui verdeckte Casteels die Sicht und fälschte den Ball ab, sodass der Keeper völlig chancenlos war. Während sich die Fans der Hallenser noch in den Armen lagen, zog Victor das Tempo auf der Seite an, ließ zwei Verteidiger stehen und hatte das Auge für Weghorst, der am Elfmeterpunkt Platz und Zeit hatte. Der Stürmer nahm den Ball an und schob ihn überlegt ins rechte Eck - 1:1 (44.).

DFB-Pokal, 1. Runde

Auch Halle antwortet schnell - VfL diskutiert

Der VfL konnte den Schwung aus den letzten Minuten des ersten Durchgangs mitnehmen und startete nach Maß in Hälfte zwei: Roussillon zog vom Strafraumrand stark ab, Eisele konnte den Ball nicht festhalten. Die HFC-Abwehr bekam die Kugel nicht weg, die über Umwege bei Gerhardt zentral vor dem Strafraum landete. Dieser zog flach, aber platziert ab. Der Ball kugelte ins lange Eck, Eisele streckte sich vergeblich und sah nicht gut aus (49.).

Doch abermals dauerte es nicht lange, bis das Team in Rückstand antwortete: Ein Freistoß von Bahn flog an Freund wie Feind vorbei und klatschte an den Pfosten. Die Wolfsburger wollten klären, verloren den Ball aber direkt wieder. Drinkuth schnappte sich die Kugel und flankte erneut in den Strafraum, wo Mai sich gegen den passiven Russillon durchsetzte und über Casteels hinweg ins lange Eck köpfte (57.). Die Wolfsburger beschwerten sich vehement, da Weghorst vor der Aktion von Schiedsrichter Markus Schmidt nach einer Behandlung nicht wieder aufs Feld geholt worden war.

William zum 3:2, Fetsch gleicht in letzter Sekunde aus

Das 2:2 gab wiederum den Wolfsburgern Aufwind, die ihre Offensivbemühungen intensivierten. Roussillon setzte sich rechts gut durch und zog aus spitzem Winkel flach ab. Eisele wehrte den Ball ab - allerdings genau vor die Füße von William, der aus fünf Metern nur noch ins leere Tor einschieben musste (70.). Der VfL zog sich daraufhin zurück und lauerte auf Konter, während Halle sich mühte, nochmals vor das Wolfsburger Tor zu kommen. Kurz vor dem Ende ging der bereits verwarnte Gouilavogui mit gestrecktem Bein gegen Bahn in den Zweikampf und musste folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz (89.).

Und es sollte nicht der letzte Aufreger sein: In der Nachspielzeit bekamen die Niedersachsen erneut einen Standard nicht richtig geklärt, ein Querschläger landete bei Bahn, der den Ball über Casteels hinweg lupfte. Knapp vor der Linie köpfte Fetsch die Kugel dann endgültig ins Tor zum erneuten Ausgleich (90.+1) - Hallesche Euphorie.

Wolfsburger Doppelschlag in der Verlängerung

Oliver Glasner sah sich in seinem ersten Pflichtspiel für den VfL gleich mit einer besonders schwierigen Situation konfrontiert: 30 Minuten Verlängerung nach zweimaliger Führung - und das in Unterzahl. Doch sein Team bewies starke Moral. Nach einem unzureichend geklärten Eckball hatte William viel zu viel Zeit zum Flanken und fand im Strafraum Knoche, der den VfL per Kopf zum dritten Mal an diesem Abend in Führung brachte (92.). Nur zwei Minuten später konnte Steffen in aller Ruhe am Sechzehnerrand entlang gehen und punktgenau auf Brekalo zurücklegen, der aus 15 Metern genau ins linke Eck traf - 5:3 (94.). Dieser Doppel-Rückschlag war dann zu viel für die wacker kämpfenden Hallenser, die am Ende nach tollem, 120-minütigem Fight gegen Wolfsburg unterlagen.

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Die größten Pokal-Sensationen

Der HFC empfängt am Montag (19 Uhr, LIVE! bei kicker.de) die zweite Mannschaft des FC Bayern. Wolfsburg startet mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in die neue Bundesliga-Saison.

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Bilder zur Partie Hallescher FC - VfL Wolfsburg