Copa America Spielbericht

Copa America 2019, Finale
22:15 - 15. Spielminute

Tor 1:0
Everton
Rechtsschuss
Vorbereitung Gabriel Jesus
Brasilien

22:44 - 44. Spielminute

Tor 1:1
Guerrero
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Peru

22:48 - 45. + 3 Spielminute

Tor 2:1
Gabriel Jesus
Rechtsschuss
Vorbereitung Arthur
Brasilien

23:10 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Tapia
Peru

23:13 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Thiago Silva
Brasilien

23:29 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Zambrano
Peru

23:31 - 70. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Gabriel Jesus
Brasilien

23:35 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Richarlison
für Roberto Firmino
Brasilien

23:37 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Eder Militao
für Coutinho
Brasilien

23:39 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Ruidiaz
für Yotun
Peru

23:43 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Gonzales
für Tapia
Peru

23:44 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Advincula
Peru

23:46 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Polo
für Carrillo
Peru

23:51 - 90. Spielminute

Tor 3:1
Richarlison
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Everton
Brasilien

23:52 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Richarlison
Brasilien

23:54 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Allan
für Everton
Brasilien

BRA

PER

Alisson-Serie gerissen - Brasiliens neunter Streich

Jesus trifft, fliegt und weint: Brasilien gewinnt die Copa

Glücklich: Die Brasilianer bejubeln eines ihrer Tore.

Glücklich: Die Brasilianer bejubeln eines ihrer Tore. Getty Images

Brasiliens Coach Tite handelte getreu dem Motto "Never change a winning team" und vertraute derselben Elf wie beim 2:0-Halbfinalsieg über Argentinien. Und auch beim Außenseiter aus Peru gab es keine Änderungen gegenüber dem sensationellen 3:0-Erfolg eine Runde zuvor gegen Chile.

Bereits in der Vorrunde waren diese beiden Mannschaften aufeinandergetroffen, Brasilien hatte damals mit einem 5:0 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt - und wollte an diese Leistung im Maracana selbstverständlich anknüpfen.

Peru mutig, Brasilien brutal effizient

Brasilien erwischte einen mauen Start in die Partie, ließ sich anfangs von kecken Peruanern durchaus überraschen. Die Blanquirroja kamen über Cueva (2.) und Tapia (6.) zu ersten Abschlüssen. Dagegen musste die Seleçao trotz mehr Ballbesitz (62 Prozent) und einer besseren Zweikampfquote (56 Prozent) über eine Viertelstunde warten, ehe sie den ersten Torschuss für sich verbuchen durfte.

Der war gleich drin: Dani Alves schickte Gabriel Jesus mit einem langen Ball auf die Reise, der City-Stürmer vernaschte mit einem feinen Trick auf der rechten Außenbahn zwei Gegenspieler und flankte anschließend präzise vors Tor zu Everton - 1:0 (15.). Durch das Tor war auch die Kuriosität, dass es bei der Copa womöglich 14 Torschützenkönige (!) hätte geben können, endgültig vom Tisch. Everton war mit drei Treffer nun alleiniger Spitzenreiter in der Torjägerliste.

Thiago Silva im Pech - Guerrero eiskalt

Verkehrte Welt: Während Perus André Carrillo geschockt ist, jubeln die Brasilianer im Hintergrund.

Verkehrte Welt: Während Perus André Carrillo geschockt ist, jubeln die Brasilianer im Hintergrund. imago images

Sportlich war der Treffer ein Nackenschlag für Peru, das in der Folge zwar defensiv weiter als Kollektiv durchaus überzeugte, nach vorne aber zunächst keine Ideen entwickelte. Die Brasilianer hatten Ball, Gegner und damit auch das Spiel fest im Griff.

Nur investierte der Gastgeber zu wenig nach vorne, kam lediglich über Coutinho (24.) und Firmino (36.) zweimal gefährlich vors Tor und wurde dafür kurz vor der Halbzeit bestraft: Thiago Silva stoppte einen Cueva-Pass im Sechzehner unabsichtlich mit der Hand, Schiedsrichter Roberto Tobar aus Chile entschied auf Elfmeter und blieb auch nach Ansicht der Bilder dabei. Guerrero trat, verwandelte sicher zum 1:1 und zog damit bei den besten Torjägern mit Everton gleich (44.).

Alisson-Serie beendet - Zambranos teurer Ausrutscher

Damit war auch die beeindruckende Serie von Brasiliens Schlussmann Alisson von neun Zu-Null-Spielen in Folge beendet. Brasiliens Antwort folgte postwendend: Nach Firminos starker Balleroberung trieb Arthur den Ball nach vorne und bediente Gabriel Jesus. Weil Zambrano ausgerutscht war, hatte der 22-Jährige freie Bahn und traf mit einem präzisen Schuss ins Eck zum 2:1-Halbzeitstand (45.+3).

Hälfte zwei blieb unterhaltsam, wenngleich recht chancenarm. Die Seleçao hatte zwar durch Coutinho (54.) und Firmino (57.) zwei gute Abschlüsse, kam sonst aber ebenso wenig durch wie die Peruaner, die es immer wieder über Dribblings und Flanken versuchten, letztlich aber den finalen Pass nicht zum Mann brachten.

Neu gemischt wurden die Karten in der 70. Minute, als Gabriel Jesus Gegenspieler Zambrano im Kopfballduell mit der Hüfte traf und dafür mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde - eine harte Entscheidung von Tobar, der gewiss kein "Heimschiedsrichter" war. Gabriel Jesus verließ unter Tränen und fluchend das Feld. Die Brasilianer mussten das Endspiel also in Unterzahl zu Ende bringen, stellten sich aber geschickt an und hielten das Geschehen vom eigenen Kasten fern.

In der zum Ende hin recht hitzigen und zerfahrenen Partie fiel die Entscheidung letztlich kurz vor Schluss - und wieder spielte der Referee eine entscheidende Rolle. Zambrano schubste im eigenen Sechzehner Everton weg, Tobar zeigte umgehend auf den Punkt, von wo aus der eingewechselte Richarlison sicher zum 3:1 verwandelte (90.) - kurz darauf startete in Rio die große Sause.

drm