Afrika-Cup Spielbericht

Afrika-Cup 2019, Achtelfinale
Ghana
Ghana
4
:
5
im Elfmeterschießen
1:1 (1:1 0:0)
Tunesien
Tunesien
21:12 - 11. Spielminute

Gelbe Karte
Boye
Ghana

21:13 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Bronn
Tunesien

22:08 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Msakni
Tunesien

22:27 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Tunesien)
Khazri
für Badri
Tunesien

22:32 - 73. Spielminute

Tor 0:1
Khenissi
Rechtsschuss
Vorbereitung Kechrida
Tunesien

22:34 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Ghana)
Ekuban
für Acquah
Ghana

22:41 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Tunesien)
Sliti
für Msakni
Tunesien

22:43 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Ghana)
Gyan
für A. Ayew
Ghana

22:46 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Wakaso
Ghana

22:48 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Adams
Ghana

22:49 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Tunesien)
Bedoui
für Khenissi
Tunesien

22:50 - 90. + 1 Spielminute

Tor 1:1
Bedoui
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Wakaso
Ghana

23:18 - 107. Spielminute

Spielerwechsel (Ghana)
Owusu
für S. Owusu
Ghana

23:27 - 116. Spielminute

Spielerwechsel (Ghana)
Lumor
für A. Baba
Ghana

23:32 - 120. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Tunesien)
Ben Mustapha
für Hassen
Tunesien

GHA

TUN

Ghana scheitert nach enger und spannender Partie

Nach Keeper-Tausch: Tunesien im Viertelfinale

Farouk Ben Mustapha

Entscheidender Moment: Farouk Ben Mustapha pariert im Elfmeterschießen gegen Ghana. Getty Images

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg im finalen Gruppenspiel gegen Guinea-Bissau veränderte Ghanas Coach James Appiah seine Startelf auf zwei Positionen: Der Hoffenheimer Adams ersetzte Aidoo in der Abwehr. Zudem startete der ehemalige Hoffenheimer Acquah (zuletzt Empoli, derzeit vereinslos) an Stelle von Owusu.

Bei Tunesien nahm Trainer Alain Giresse vier Wechsel vor und tauschte dabei vor allem in der Offensive: Statt Aouadhi, Srarfi, Sliti und dem angeschlagenen Khazri (Oberschenkelblessur) begannen Chaalali, Khenissi, Sassi sowie Badri.

Pfosten und aberkanntes Tor: Ghana im Pech

Ghana hatte zu Beginn mehr vom Spiel, die erste gefährliche Aktion hatten allerdings die Tunesier vorzuweisen: Khenissi wurde in der 7. Minute im Strafraum gerade noch von Yiadom am Abschluss gehindert. Auch wenn die Adler von Karthago nach anfänglicher Passivität mit zunehmender Dauer selbst aktiver wurden, waren es die Westafrikaner, die mehr Torgefahr erzeugten. Der Hoffenheimer Adams traf in der 16. Minute nach einem Eckball per Kopf den linken Außenpfosten.

Nachdem die Tunesier die Partie Mitte der ersten Hälfte offener gestaltet hatten, übernahmen die Black Stars in der Schlussphase der ersten Hälfte wieder das Kommando. In der 42. Minute hatte Ghana Pech, das ein Treffer von André Ayew, der denn Ball nach Vorarbeit von Thomas und Jordan Ayew sehenswert mit der Hacke im Tor untergebracht hatte, keine Anerkennung des südafrikanischen Referees Victor Gomes erhielt. Das Unparteiischen-Gespann hatte zuvor bei der Ballannahme Thomas' ein Handspiel erkannt. Dem Defensivakteur, der beim Zuspiel indes knapp im Abseits gestanden hatte, war die Kugel jedoch lediglich an Brust und Kinn gesprungen. So ging es mit dem aus Sicht der Tunesier etwas schmeichelhaftem Remis in die Halbzeit.

Khazri belebt Tunesien - Bedoui ins eigene Tor

Nach Wiederbeginn kontrollierte Ghana die Partie, kam jedoch kaum zu klaren Abschlussaktionen, während Tunesien in der Offensive kaum in Erscheinung trat. So plätscherte die Partie zunächst dahin - bis der tunesische Offensivstar Khazri trotz Oberschenkelproblemen ins Spiel kam. Plötzlich drehten die Adler von Karthago auf und drängten Ghana in die Defensive. Adams fälschte einen Abschluss von Khenissi - eingeleitet wurde die Chance von Khazri - mit dem Arm am Tor vorbei ab (70.). Nach der folgenden Ecke scheiterte Khenissi per Kopf an der Querlatte (71.). Zwei Minuten später stand es 1:0 für die Nordafrikaner: Khazri leitete auf der rechten Seite mit der Hacke ein. Dann flankte Kechrida nach innen und Khenissi sorgte mit noch leicht abgefälschter Direktabnahme für den Führungstreffer (73.).

Ghana war um eine Antwort bemüht. Hassen lenkte in der 79. Minute einen Versuch von Wakaso an den Außenpfosten. Als es schon nach einem Viertelfinaleinzug für Tunesien aussah, erzielte der erst unmittelbar zuvor eingewechselte Bedoui mit einem Eigentor über Hassen hinweg bei einer Standardsituation unfreiwillig doch noch das 1:1 - und sorgte damit für eine Verlängerung. Es war Bedouis einzige Ballberührung in der regulären Spielzeit. In der ersten Hälfte der Verlängerung mussten beide Keeper je einmal eingreifen: Hassen parierte gegen Gyan (95.), auf der Gegenseite hatte Ofori bei einem wuchtigen Abschluss von Khazri aus rund 19 Metern schon etwas mehr Mühe (99.).

Giresse: Keeper-Schachzug trägt Früchte

In der 115. Minute hatte Jordan Ayew fast aus dem Nichts noch eine gute Schusschance, verzog aber aus rund zwölf Metern knapp. So musste das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden, für das - zum sichtlichen Leidwesen von Hassen - Coach Giresse bei Tunesien mit Ben Mustapha einen anderen Keeper brachte. Eine Entscheidung, die sich am Ende lohnte: Denn während alle fünf Tunesier trafen, parierte Ben Mustapha den dritten Elfmeter von Ekuban und verhalf seinem Team damit maßgeblich zum Weiterkommen.

Tore und Karten

0:1 Khenissi (73', Rechtsschuss, Kechrida)

1:1 Bedoui (90' +1, Eigentor, Kopfball, Wakaso)

Ghana

R. Ofori - Yiadom , Adams , Boye , A. Baba - Acquah , Wakaso , S. Owusu , Thomas , A. Ayew - J. Ayew

Tunesien

Hassen - Kechrida , Bronn , Meriah , Haddadi - Skhiri , Chaalali , Sassi , Badri , Msakni - Khenissi

Spielinfo

Stadion

Ismailia Stadium

Tunesien trifft damit am Donnerstag (21 Uhr) im Viertelfinale auf Außenseiter Madagaskar.

jom