National Football League 2019, Woche 7

NFL, Week 7: Patriots stürmen das MetLife Stadium

Fünf Ohrfeigen für Darnold: New England führt die Jets vor

Sam Darnold und Sony Michel

Unter Druck hier, ganz entspannt da: Sam Darnold strauchelt und Sony Michel jubelt. Getty Images

Sind bald alle Superlative aufgebraucht? Was die Defense der New England Patriots in dieser Saison spielt, ist aus Sicht der restlichen 31 NFL-Teams schlichtweg gruselig. Vielleicht waren die New York Jets, obwohl sie letzte Woche die Dallas Cowboys geärgert hatten, nicht der richtige Gradmesser, und doch wurde es im MetLife Stadium mal wieder eine Demonstration der Stärke.

Gerade hatte Sony Michel einen fast neunminütigen Opening-Drive der Patriots mit dem Touchdown abgeschlossen (3-Yard-Rush), da schlug die Defense schon das erste Mal zu. Den allerersten Passversuch von Jets-Quarterback Sam Darnold schnappte sich Patriots-Cornerback Devin McCourty und ermöglichte so das spätere Field Goal zum frühen 10:0. Den nächsten Drive des Super-Bowl-Champions veredelte Tom Brady mit einem 26-Yard-Touchdown-Pass auf Receiver Phillip Dorsett.

Für Darnold zeichnete sich früh ab, dass es ein ganz schlimmer Arbeitstag werden würde. Er ging weiter mit einem Fumble des 22-Jährigen an der eigenen 42-Yard-Linie (provoziert von Patriots-End John Simon). Wieder bedankte sich Brady, führte sein Team das Feld aufwärts und übergab den Ball an der 1-Yard-Linie erneut an Michel - zu Beginn des zweiten Viertels führte New England schon 24:0 und hatte das Spiel mehr oder weniger entschieden.

Die Offense der Patriots ruhte sich bis zur Pause aus, die Defense dagegen verteilte Darnold eine Ohrfeige nach der anderen. Die dritte folgte nach einem eigentlich mal guten Drive der Jets, den Darnold in der gegnerischen Endzone allerdings erneut mit einer Interception in die Arme von Duron Harmon frühzeitig beendete. Etwas später war aus Sicht der New Yorker endlich Halbzeit.

Die Verschnaufpause brachte den Jets... nichts. Darnold leistete sich auch im ersten Drive nach Halbzeit eine Interception - diesmal bedankte sich Star-Corner Stephon Gilmore. Nachdem die Patriots dann gepuntet hatten, kam Darnold unter Druck nicht umher, den Ball hinten aus der eigenen Endzone zu befördern, was einen Safety und das 0:26 zur Folge hatte. Es war eine einzige Lehrstunde für den jungen Quarterback und seine hilflosen Teamkollegen.

Einziger Lichtblick für das Team von Coach Adam Gase: Wenigstens einmal konnte auch Brady unter Druck gesetzt werden und warf so seine vierte Interception der Saison (abgefangen von Trumaine Johnson). Gleich danach folgte jedoch Darnolds vierte in diesem Spiel (Terrence Brooks). Den Schlusspunkt in einer absolut einseitigen Partie setzte Michel mit seinem dritten Touchdown des Abends.

Die Patriots führen die AFC East weiter gewohnt souverän an (7:0). Dahinter sind selbst die Buffalo Bills (5:1) quasi unerreichbar für die Jets (1:5) und die Miami Dolphins (0:6).

mkr

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