Champions League 2018/19, Finale in Madrid
21:04 - 2. Spielminute

Tor 0:1
Salah
Handelfmeter,
Linksschuss
Liverpool

22:19 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Origi
für Roberto Firmino
Liverpool

22:23 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Milner
für Wijnaldum
Liverpool

22:27 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Lucas Moura
für Winks
Tottenham

22:35 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Dier
für Sissoko
Tottenham

22:43 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Llorente
für Alli
Tottenham

22:48 - 87. Spielminute

Tor 0:2
Origi
Linksschuss
Vorbereitung Matip
Liverpool

22:52 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Gomez
für Mané
Liverpool

TOT

LIV

Klopp gewinnt mit den Reds seinen ersten internationalen Titel

Blitzstarter Salah und Joker Origi: Liverpool ist Champions-League-Sieger

Überbordender Jubel nach nur zwei Minuten: LFC-Torjäger Mohamed Salah (unten) feiert mit Kapitän Jordan Henderson sein 1:0.

Überbordender Jubel nach nur zwei Minuten: LFC-Torjäger Mohamed Salah (unten) feiert mit Kapitän Jordan Henderson sein 1:0. imago images

Spurs-Coach Mauricio Pochettino vertraute im ersten Champions-League-Endspiel der Vereinsgeschichte auf Torjäger Kane, der in vorderster Front die LFC-Abwehr ins Wanken bringen sollte. Zudem startete Winks auf der Doppelsechs neben Sissoko.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp hielt keine großen Überraschungen parat. Die wichtigste Information für die Fans: Torjäger Firmino (vier Treffer in dieser CL-Saison) hatte seine Muskelverletzung vollständig auskuriert und stand deswegen in der Startformation.

Zweitschnellstes CL-Finaltor

Das Endspiel in Madrid begann direkt mit einem Paukenschlag: Mané schoss links im Strafraum Sissoko clever an den ausgestreckten Arm - und Referee Damir Skomina zeigte auf den Punkt. Salah ließ sich die Chance aus elf Metern nicht nehmen und erzielte dabei das zweitschnellste Tor der Finalgeschichte in der Königsklasse (2.). In der Folge suchten die Spurs eine schnelle Antwort, speziell Son machte ordentlich Betrieb. Allerdings fehlten im letzten Drittel Ideen und Durchschlagskraft.

LFC-Außenverteidiger wollen es wissen

Liverpool verteidigte es clever und hatte bei einem schnellen Vorstoß die zweite Chance der Partie: Alexander-Arnolds Schuss aus der Distanz zischte am linken Pfosten vorbei (17.). Die Reds schöpften in der Folge wieder mehr Mut und drängten Tottenham weit in deren Hälfte zurück. Große Möglichkeiten blieben aber Mangelware. In der 38. Minute war es der andere LFC-Außenverteidiger, der für ein Ausrufezeichen sorgte: Robertson zwang Lloris aus halblinker Position zu einer Glanzparade. So ging es mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine. Die elf Ballkontakte von Kane nach 45 Minuten sagten viel über das Offensivspiel der Spurs aus.

Klopp wechselt schnell doppelt

Jürgen Klopp (Mitte) und der FC Liverpool

Da ist das Ding! Jürgen Klopp (Mitte) und seine Spieler vom FC Liverpool feiern ausgiebig. imago images

Nach dem Seitenwechsel zeigte Tottenham etwas mehr Initiative, ohne dabei aber wirklich zwingend zu werden. Eine Halbchance für Alli - sein Schuss wurde im Strafraum geblockt - war schon ein kleines Highlight (54.). Klopp sah sich gezwungen, Impulse von außen zu bringen: Origi und Milner kamen für Firmino und Wijnaldum ins Spiel (58., 62.). Bei den Spurs ersetzte Halbfinal-Held Lucas Moura den deutlich defensiveren Winks (66.).

Milner verzieht knapp

Die erste dicke Möglichkeit im zweiten Abschnitt gehörte allerdings wieder dem LFC: Joker Milner zielte von der Strafraumkante Zentimeter neben den rechten Pfosten (69.). Anschließend dauerte es zehn Minuten, ehe Tottenham die Schlussoffensive einleitete: Binnen zwei Minuten näherten sich Alli, Son und Lucas Moura gefährlich an (79., 80.).

Pochettinos letzte Patrone

Mit Llorente zog Pochettino seinen letzten Pfeil aus dem Köcher, der über weite Strecken blasse Alli musste weichen (82.). Fünf Minuten vor Schluss war es dann Eriksen, dessen Freistoß Alisson vor größere Probleme stellte. Bei der anschließenden Ecke vergab Lucas Moura die große Ausgleichschance, weil er aus sechs Metern den Ball nicht richtig traf (86.).

Ein Ex-Wolfsburger entscheidet das Spiel

Und so kam es, wie es fast schon kommen musste: Nach einer Liverpooler Ecke bekamen die Spurs den Ball nicht weg, Matip fand Origi - und der ehemalige Wolfsburger haute das Leder aus halblinker Position sehr platziert ins lange Eck (87.). Das 2:0 bedeutete gleichzeitig den Endstand. Für Liverpool war es der sechste Henkelpott der Vereinsgeschichte - und der erste seit 2005. Damit stehen die Reds nun in diesem Wettbewerb auf Rang drei, nur Real Madrid (13) und die AC Milan (7) haben mehr.

Klopp bannt den Fluch

Für den früheren Mainzer und Dortmunder Klopp ging außerdem nicht nur der Traum vom ersten internationalen Titel in Erfüllung, es endete zugleich auch sein persönlicher Final-Fluch nach sechs in Folge verlorenen Endspielen.

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Bilder zur Partie Tottenham Hotspur - FC Liverpool