Frauen-WM Spielbericht

Frauen-WM 2019, Finale
17:09 - 10. Spielminute

Gelbe Karte
Spitse
Niederlande

17:41 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Dahlkemper
USA

18:04 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Krieger
für O'Hara
USA

18:20 - 61. Spielminute

Tor 1:0
Rapinoe
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Morgan
USA

18:19 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
van der Gragt
Niederlande

18:28 - 69. Spielminute

Tor 2:0
Lavelle
Linksschuss
Vorbereitung Mewis
USA

18:28 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Roord
für Martens
Niederlande

18:31 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
van de Sanden
für Dekker
Niederlande

18:37 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Press
für Rapinoe
USA

18:45 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Lloyd
für Heath
USA

USA

NIE

Finalsieg gegen lange wehrhafte Niederländerinnen

Durchbruch dank Videobeweis: USA zum vierten Mal Weltmeister!

Megan Rapinoe, Alex Morgan (re.)

Jubel nach dem 1:0: Die US-Spielerinnen Megan Rapinoe und Alex Morgan (re.). imago images

Bei den USA stellte Trainerin Jillian Ellis im Vergleich zum 2:1 im Halbfinale gegen England auf zwei Positionen um: Rapinoe war nach überstandener Muskelblessur wieder mit von der Partie und ersetzte Press, die gegen die Engländerinnen das 1:0 erzielt hatte. Zudem kehrte Mewis an Stelle von Horan in die Startelf zurück.

Bei den Niederländerinnen, die sich im Halbfinale gegen starke Schwedinnen mit 1:0 nach Verlängerung durchsetzten, nahm Trainerin Sarina Wiegman einen Wechsel vor: Dekker ersetzt van Dongen. Martens startet trotz Zehenblessur.

Van Veenendaal und der Pfosten retten gegen Morgan

Die US-Amerikanerinnen übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle, allerdings verteidigten die "Oranjeleeuwinnen", die auf Konter lauerten, insbesondere im defensiven Zentrum geschickt und konsequent. Klare Torchancen waren so lange Zeit Mangelware. Die erste Gelegenheit der Partie hatte Ertz erst in der 28. Minute nach einem Eckball, Torhüterin van Veenendaal parierte aber aufmerksam.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte nahm der Druck auf das niederländische Tor merklich zu. Nach Flanke von Rapinoe benötigte van Veenendaal die Mithilfe des linken Pfostens, um Morgans Abschluss aus kurzer Distanz zu entschärfen (38.). Kurz darauf probierte sich Morgan mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern - doch van Veenendaal parierte abermals gekonnt (40.). Auch die Niederländerinnen kamen vor dem Halbzeitpfiff zumindest zu zwei Halbchancen: Spitse verzog mit jeweils noch leicht abgefälschten Versuchen - einmal per Freistoß (43.), einmal mit einem Distanzschuss aus dem Spiel heraus (45.+3) - indes jeweils recht deutlich.

Ein Strafstoß bringt die USA auf Titelkurs

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte präsentierte sich die Partie in Lyon wie einer Blaupause der ersten 45 Minuten. Die USA hatten mehr Spielanteile, kamen aber nicht wie zuvor bei dem Turnier gewohnt in Abschlusspositionen. Ein Strafstoß nach Zuhilfenahme des VAR - Schiedsrichterin Fraapart sah sich die Szene selbst noch einmal an - brachte die USA auf Kurs Titelverteidigung: Van der Gragt hatte das Bein im Duell mit Morgan im Sechzehner zu hoch eingesetzt. Rapinoe verwandelte sicher (61.). Die Niederländerinnen waren um eine Antwort bemüht und öffneten die Defensive. So boten sich den US-Amerikanerinnen Räume. In der 69. Minute hatte Lavelle vor dem Strafraum viel Platz, brachte sich selbst in Schussposition und erzielte aus rund 17 Metern mit einem akkuraten Schuss ins rechte Eck das 2:0.

Danach waren die USA dem dritten Treffer bei ihren Kontern mehrfach deutlich näher als der Europameister dem ersten. Doch Heath und Rapinoe (71.), Morgan (73., 83.) sowie Dunn (76.) zeigten sich entweder zu eigensinnig oder scheiterten an van Veenendaal. Für die Niederlande hätte Spitse mit einem Freistoß, der nur haarscharf am linken Pfosten vorbeisegelte, in der 80. Minute beinahe noch einmal für Spannung gesorgt. So aber blieb es beim 2:0 - und die USA feierten mit dem WM-Titelgewinn 2019 ihren bereits vierten Erfolg beim erst achten WM-Turnier.

jom

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Bilder zur Partie USA - Niederlande