Frauen-WM Spielbericht

Frauen-WM 2019, Halbfinale
Niederlande
Niederlande
1
:
0
nach Verlängerung
1:0 (1:0 0:0)
Schweden
Schweden
22:03 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Roord
für Martens
Niederlande

22:29 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
van de Sanden
für Beerensteyn
Niederlande

22:36 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Janogy
für Hurtig
Schweden

22:36 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Zigiotti Olme
für Rubensson
Schweden

22:42 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Spitse
Niederlande

23:02 - 94. Spielminute

Gelbe Karte
Zigiotti Olme
Schweden

23:07 - 99. Spielminute

Tor 1:0
Groenen

Niederlande

23:22 - 111. Spielminute

Spielerwechsel
Andersson
für Eriksson
Schweden

23:22 - 111. Spielminute

Spielerwechsel
Larsson
für Blackstenius
Schweden

23:27 - 116. Spielminute

Gelbe Karte
van de Donk
Niederlande

NIE

SCH

Schweden zunächst besser - Bangen um Asllani

Groenen schießt Niederlande ins Finale

Jackie Groenen

Entscheidender Moment: Jackie Groenen erzielt das 1:0 für die Niederlande. Getty Images

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg im Viertelfinale gegen Italien tauschte die niederländische Trainerin Sarina Wiegman nur einmal: Offensivakteurin van de Sanden (Bank) wurde durch Beerensteyn ersetzt.

Bei den Schwedinnen stellte Coach Peter Gerhardsson nach dem 2:1 gegen Deutschland einmal um, denn Hurtig ersetzte Rolfö (Gelb-Sperre). Kurios: Eigentlich wollte Gerhardsson auch Björn statt Rubensson aufbieten, doch weil Erstere auch beim Warmmachen noch unter Fieber litt, erteilte der Team-Arzt Einsatzverbot.

Hurtig hat die Führung auf dem Fuß

Die erste kleinere Torannährung des Halbfinals gehörte den Niederlanden in Person von Miedema, die allerdings deutlich verzog (4.). In der Folge aber taten sich die "Oranjeleeuwinnen" gegen die defensiv diszipliniert und konsequent verteidigenden Schwedinnen sehr schwer, um überhaupt in Tornähe zu gelangen. Auch offensiv präsentierte sich Schweden ein wenig zielstrebiger: Jakobsson, wohl aus knapper Abseitsposition gestartet, zwang Keeperin van Veenendaal mit einem wuchtigen Schuss zum Eingreifen (13.).

Das Viertelfinale im Überblick

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte änderte sich wenig am Spielverlauf. Beide Teams waren bemüht, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, zu guten Torchancen kam es indes kaum. Einzige Ausnahme: Nach einem Eckball kam Rubensson aus 14 Metern zum Abschluss, der Schuss wurde geblockt, doch Hurtig kam aus kurzer Distanz zum Nachschuss, den van Veenendaal jedoch gerade noch mit dem linken Fuß entschärfte (37.). Es war die beste Chance der ersten Hälfte, die so torlos zu Ende ging.

Zweimal Aluminium: Van Veenendaal und Lindahl retten

Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität im Spiel noch ein wenig zu. Insgesamt waren die Niederländerinnen nun ein wenig besser im Spiel. Zunächst aber kam Fischer für Schweden der Führung ganz nahe. Nach einem Eckball zog die Defensivakteurin aus halbrechter Position ab - van Veenendaal lenkte den Ball gerade noch an den Innenpfosten (56.). Wenig später kamen nun auch die etwas zielstrebiger agierenden Niederländerinnen zu ihrer bis dato besten Chance im Spiel: Nach einem Kopfball von Miedema aus rund acht Metern lenkte Keeperin Lindahl den Ball an die Unterkante der Querlatte (64.).

Die Schlussphase gestaltete sich offen. Während Eriksson und Asllani für die Schwedinnen Halbchancen hatten (83., 84.), kam die eingewechselte van de Sanden in der Nachspielzeit dem ersten Treffer der Partie schon näher. Nach ihrem Schuss aus spitzem Winkel rettete aber Lindahl mit einer Hand (90.+2). So ging die Partie in die Verlängerung.

Groenen zielt genau - und entscheidet

Anders als über weite Strecken der 90 Minuten hatten die Niederlande in der Verlängerung mehr Zug zum Tor als die Skandinavierinnen. Und nach einem schnell vorgetragenen Angriff ging die Elf von Sarina Wiegmann in der 100. Minute in Führung: Groenen zog aus rund 20 Metern frei ab und überwand Lindahl mit einem akkuraten Schuss ins linke Toreck. Nach dem ersten Treffer der Partie waren die Schwedinnen zwar um den Ausgleich bemüht, wirkten jedoch ein wenig müde. Letztlich war es mit van de Sanden eine Niederländerin, die in der Nachspielzeit der Verlängerung einem zweiten Treffer am nächsten kam (120.+1).

Bange Momente dann noch kurz vor dem Abpfiff: Die schwedische Spielmacherin Asllani bekam im Luftduell aus kurzer Distanz einen Ball an den Hals (120.+2) und musste nach längerer Behandlung auf einer Trage fixiert vom Feld gebracht werden (120.+7). In den danach verbleibenden gut 60 Spielsekunden gelang den Schwedinnen der Ausgleich nicht mehr.

Das Finale zwischen dem amtierenden Weltmeister USA und Europameister Niederlande findet am Sonntag (17 Uhr) ebenfalls in Lyon statt. Bereits am Samstag (17 Uhr) trifft Schweden im Spiel um Platz drei in Nizza auf England.

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Bilder zur Partie Niederlande - Schweden