Frauen-WM Spielbericht

Frauen-WM 2019, Vorrunde, 1. Spieltag
19:17 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Lopez
für Urrutia
Chile

19:23 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Anvegard
für Blackstenius
Schweden

19:23 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Hurtig
für Rolfö
Schweden

19:25 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Ericsson
Schweden

19:36 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Guerrero
Chile

19:39 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Janogy
für Rubensson
Schweden

19:41 - 83. Spielminute

Tor 0:1
Asllani
Linksschuss
Vorbereitung Anvegard
Schweden

19:42 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
R. Soto
für Aedo
Chile

19:52 - 90. + 4 Spielminute

Tor 0:2
Janogy

Vorbereitung Asllani
Schweden

19:54 - 90. + 6 Spielminute

Gelbe Karte
Lopez
Chile

CHI

SCH

Chile bricht nach langer Spielunterbrechung ein

Schweden ganz trocken nach Regenunterbrechung

Warfen sich in jeden Ball: Su Helen Galaz von Chile, hier gegen Schwedens Fridolina Rolfö.

Warfen sich in jeden Ball: Su Helen Galaz von Chile, hier gegen Schwedens Fridolina Rolfö. imago images

Zum ersten Mal überhaupt qualifizierten sich die Chileninnen für eine Fußball-WM. Ganz anders die Schwedinnen: Acht Spielerinnen aus der Startelf konnten bereits vor dem Turnier WM-Erfahrung vorweisen. Ein Grund dafür, dass Schwedens Trainer Peter Gerhardsson vor der Partie die eigene Chance hervorhob, das Turnier gewinnen zu können: "In der Welt des Sports gewinnt nicht immer der Favorit."

Von Beginn an war deutlich, wie die Rollen verteilt waren: Die Schwedinnen setzten auf viel Ballbesitz und versuchten, über Außen zum Erfolg zu kommen. Die Chileninnen hingegen verbarrikadierten sich am eigenen Sechzehner und versuchten nach Ballgewinnen schnell in den Gegenstoß zu kommen.

Endler ist zur Stelle

Über große Strecken der Partie gingen beide Systeme nur teilweise auf. Die Skandinavierinnen konnten wie gewünscht ihr Spiel aufziehen, den südamerikanischen Abwehrriegel jedoch nur selten knacken. Wirklich gefährlich wurde es vor dem chilenischen Tor in der ersten Hälfte dreimal: Erst setzte Toro den Ball bei einem Klärungsversuch neben den eigenen Kasten (3.), dann parierte die deutschstämmige Torhüterin Endler einen abgefälschten Kopfball von Sembrant stark (26.). Der Star der chilenischen Mannschaft (Kapitänin, bei PSG unter Vertrag) spielte immer wieder aufmerksam mit und vereitelte zahlreiche Halbchancen. Doch in der 37. Minute griff Endler daneben, aber Blackstenius schlug keinen Profit daraus und schoss über das Tor.

Chiles Konterchancen endeten meist im Mittelfeld, da die Schwedinnen nach Ballverlusten ihre körperlichen Vorteile nutzten und viele Bälle gleich zurückeroberten. Die größte und gleichzeitig einzige nennenswerte Gelegenheit im ersten Durchgang hatte Araya, deren Versuch aus knapp 40 Metern am linken Winkel vorbeisegelte (45.+2).

Schiedsrichterin unterbricht die Partie

Auch nach dem Seitenwechsel ergab sich kein verändertes Bild. Trotz nachlassender Kräfte warfen sich die Chileninnen weiter in die Zweikämpfe und ließen nicht viele Torchancen der Schwedinnen zu. Kurz nachdem Schwedens Trainer Gerhardsson durch zwei Wechsel neue Impulse von der Bank gebracht hatte, unterbrach Schiedsrichterin Lucila Venegas die Begegnung - zu stark war der erst kurz nach Wiederanpfiff einsetzende Regen (72.).

Nach satten 42 Minuten Pause ging die Partie weiter, und auf einmal fanden die Schwedinnen Lücken in der vor der Unterbrechung dicht gestaffelten chilenischen Hintermannschaft. Zunächst scheiterte Jakobsson mit einem Schlenzer an Endler (74.), doch dann traf die technisch starke Asllani zur Führung: Nach einem Gestocher im Strafraum verwandelte sie mit Wucht in den Winkel (83.). Danach machte Chile auf, was die Schwedinnen ausnutzten: Janogy umkurvte die halbe Hintermannschaft und schoss zum 2:0 ein - die Entscheidung (90.+4).

Dank eines effizienten Schlussakts öffneten die Schwedinnen die Tür Richtung Achtelfinale. Am Sonntag treffen sie auf Thailand (15 Uhr). Um 18 Uhr spielt Chile gegen die USA.

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24 Namen, die in Frankreich Schlagzeilen schreiben könnten