EM-Qualifikation 2018/19, 8. Spieltag
21:47 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Türkei)
Calhanoglu
für Okay
Türkei

21:51 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Hernandez
Frankreich

21:55 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Türkei)
Ayhan
für Celik
Türkei

22:14 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Giroud
für Ben Yedder
Frankreich

22:17 - 76. Spielminute

Tor 1:0
Giroud

Frankreich

22:18 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Lemar
für Matuidi
Frankreich

22:22 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Griezmann
Frankreich

22:23 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Türkei)
Tosun
für Ozan Tufan
Türkei

22:24 - 82. Spielminute

Tor 1:1
Ayhan

Türkei

22:26 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Tosun
Türkei

22:28 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Karaman
Türkei

22:28 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Irfan Can
Türkei

22:29 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Ikoné
für Coman
Frankreich

FRA

TUR

Guter Auftritt von Bayern-Verteidiger Hernandez

Ayhan antwortet Giroud - und vermiest Frankreich die Party

Kaan Ayhan

Erzielte den umjubelten Ausgleichstreffer für die Türkei: Der Düsseldorfer Kaan Ayhan. imago images

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps nahm zwei Wechsel im Vergleich zum 1:0-Sieg in Island vor: Neben Ben Yedder (für Giroud) beorderte er auch Bayern-Linksverteidiger Hernandez (für Digne) in die Startelf. Und das, obwohl der 23-Jährige mit einer Knieverletzung und gegen den Wunsch der FCB-Verantwortlichen zur Nationalmannschaft gereist war. Zudem begannen mit Pavard, Tolisso und Coman drei weitere Bayern-Profis.

Türkeis Coach Senol Günes schickte vier neue Akteure ins Rennen: Der Ex-Freiburger Söyüncü, Okay, Karaman (Düsseldorf) und Irfan Can ersetzten Ayhan (Düsseldorf) Emre, Calhanoglu (ehemals Leverkusen) und Cenk Tosun, den Torschützen des 1:0 gegen Albanien.

Es ging hitzig zur Sache in Paris. Die Türkei begann hellwach und stand den Franzosen permanent auf den Füßen. So krümmte sich Hernandez bereits nach wenigen Sekunden zum ersten Mal auf dem Boden - rappelte sich jedoch schnell wieder auf, es ging weiter. Trotz höchster Intensität spielte sich das Geschehen eine gute Viertelstunde lang jedoch ausschließlich zwischen den Strafräumen ab.

Les Bleus belohnen sich nicht

Dann übernahm Frankreich das Zepter. Besonders über die linke Seite entwickelten die Hausherren großen Druck, Hernandez und Coman beschäftigten die rechte türkische Defensivseite nahezu pausenlos. Eine schöne Kombination der beiden endete bei Griezmann, der frei vor Mert auftauchte, an diesem aber ebenso scheiterte wie Sissoko im Nachschuss (17.). Die Deschamps-Auswahl biss sich in der Hälfte der Türkei fest und kam durch Griezmann (21.), Coman (22.) und Sissoko (25.) zu weiteren Halbchancen.

Nur vereinzelt verbuchte die Türkei überhaupt mal Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte, dann aber jeweils nur für wenige Sekunden am Stück. Frankreich ließ nicht locker und schrammte bei Griezmanns Fernschuss aus etwa 20 Metern nur knapp an der Führung vorbei (36.). Die Gäste kamen erst kurz vor der Pause zu zaghaften Offensivaktionen: Erst erstickte Mandanda Buraks Chance mit beherztem Herauslaufen im Keim (40.), dann wurde Karamans 18-Meter-Schuss geblockt (45.).

Nach der Pause kam Calhanoglu für Okay und mit ihm der Mut ins türkische Offensivspiel. Die Gäste spielten nun etwas risikofreudiger nach vorne, nicht selten angetrieben vom Ex-Leverkusener. So auch in der 55. Minute, als er Burak in Szene setzte, der aus 16 Metern etwas zu hoch schoss.

Ayhan vermiest Frankreich die Party

Das Spiel war plötzlich viel ausgeglichener, weil Frankreich nun auch mit Defensivarbeit beschäftigt war. In der Offensive erwischte Ben Yedder nicht seinen besten Tag, der Angreifer von Monaco konnte sich so gut wie gar nicht in Abschlusssituationen bringen. Nach 70 Minuten tauschte Deschamps daher und brachte Giroud. Der Stürmer vom FC Chelsea brauchte keine Anlaufzeit und versenkte eine Griezmann-Ecke wuchtig im linken Eck (76.). Doch die Freude währte nicht lange, denn der eingewechselte Ayhan egalisierte nach einer weiten Freistoßflanke Calhanoglus ebenfalls per Kopf (81.). Nun spielten beide Teams mit offenem Visier auf Sieg, wobei Frankreich die Türkei nochmals einschnürte, jedoch nicht mehr gefährlich wurde. So blieb es letztlich beim 1:1.

Tore und Karten

1:0 Giroud (76')

1:1 Ayhan (82')

Frankreich

Mandanda - Pavard , Varane , Lenglet , Hernandez - Tolisso , Sissoko , Coman , Griezmann , Matuidi - Ben Yedder

Türkei

Mert - Celik , Söyüncü , Demiral , Meras - Ozan Tufan , Mahmut , Okay - Irfan Can , Burak , Karaman

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

Spielinfo

Stadion

Stade de France

Zuschauer

78.000

Mit einem Sieg hätte Frankreich das EM-Ticket vorzeitig gelöst. Nun sind die Franzosen noch nicht durch, weil Island im Parallelspiel mit 2:0 gegen Andorra gewann. Die Türkei weist nach dem 2:0-Hinspielsieg zudem den besseren Vergleich gegenüber Frankreich auf, das am Donnerstag, den 14. November (20.45 Uhr), Moldawien empfängt. Für die Türkei geht es am selben Tag (18 Uhr) gegen Island weiter.