DFB-Pokal 2018/19, 2. Runde
21:04 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Mwene
Rechtsschuss
Vorbereitung Maxim
Mainz

21:24 - 40. Spielminute

Tor 1:1
Bell
Eigentor, Linksschuss
Vorbereitung Max
Augsburg

21:30 - 45. Spielminute

Tor 1:2
Quaison
Rechtsschuss
Mainz

22:08 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
M. Richter
für Koo
Augsburg

22:17 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Finnbogason
für Hahn
Augsburg

22:20 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Götze
für Moravek
Augsburg

22:22 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Kunde
für Quaison
Mainz

22:30 - 86. Spielminute

Tor 2:2
Gregoritsch
Linksschuss
Vorbereitung Max
Augsburg

22:30 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Boetius
für Maxim
Mainz

22:37 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Öztunali
für Onisiwo
Mainz

22:58 - 105. Spielminute

Tor 3:2
Caiuby
Kopfball
Vorbereitung Finnbogason
Augsburg

23:01 - 106. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Mateta
für Gbamin
Mainz

23:04 - 109. Spielminute

Gelbe Karte
Götze
Augsburg

23:15 - 120. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Danso
für Caiuby
Augsburg

FCA

M05

Mainz gibt zweimalige Führung aus der Hand

Caiuby belohnt kämpferische Augsburger

Robin Quaison bejubelt den zweiten Mainzer Treffer. Anthony Ujah nähert sich als erster Gratulant.

Robin Quaison bejubelt den zweiten Mainzer Treffer. Anthony Ujah nähert sich als erster Gratulant. Picture Alliance.

FCA-Trainer Manuel Baum baute seine Siegerelf von Hannover (2:1) auf vier Positionen um: Framberger, Moravek, Caiuby und Gregoritsch ersetzten Schmid, Richter, Finnbogason (alle Bank) sowie Kapitän Baier, der gänzlich im Aufgebot fehlte.

Der Mainzer Coach Sandro Schwarz warf nach der 1:2-Niederlage gegen die Bayern die Rotationsmaschine an und brachte acht neue Spieler: Torwart Zentner, Hack, Mwene, Bussmann, Maxim, Ujah, Onisiwo und Quaison spielten für Keeper Müller, Kunde, Mateta, Boetius, Öztunali, Bussmann (alle Bank) sowie die Rotgesperrten Niakhaté und Latza.

Augsburg fehlt das Tempo und die Idee

Der FC Augsburg war im 3-6-1 über Kontrolle und einen geordneten Spielaufbau bemüht. Für diesen war in letzter Reihe Khedira als zentraler Innenverteidiger verantwortlich, jedoch sah das Spiel der Fuggerstädter sehr behäbig aus. Mainz dagegen agierte offensiv mit einer Mittelfeldraute und verteidigte gegen den Ball zumeist sehr hoch im 4-3-3. Für die ersten Offensivaktionen sorgte dann auch ein Gästeakteur: Quaison prüfte erst Luthe (11.), ehe er das Leder nach einer netten Kombination aus 16 Metern über den Querbalken jagte (14.).

Immer mutiger werdende Nullfünfer belohnten sich dann auch nach fast 20 Minuten, jedoch war auch etwas Glück dabei: Luthe wehrte einen Maxim-Schuss genau auf Max ab, der nicht mehr reagieren konnte und im Fünfer so unfreiwillig für Mwene auflegte. Der Österreicher musste aus zwei Metern nur noch einschieben (20.). Keine 60 Sekunden später verpasste er gar die Möglichkeit zum Doppelschlag, als er freistehend rechts im Strafraum verzog.

Augsburg tat sich aus dem Spiel schwer, war bis hierhin zumeist über Standards gefährlich: Nach einer Ecke prüfte Hinteregger per Kopf Zentner (23.). Im direkten Konter vergab Ujah das mögliche 2:0 (23.), eine Viertelstunde später traf Onisiwo aus spitzem Winkel das Außennetz (38.).

DFB-Pokal, 2. Runde

Quaison gibt die Antwort auf das Eigentor

Die Mainzer hatten nicht nur die Mehrzahl an Chancen, sondern auch die besseren Gelegenheiten. Das Tor aber machten die Augsburger, wenngleich der Torschütze ein Nullfünfer war. Bell drückte die Kugel nach einer scharfen Max-Flanke unglücklich ins eigene Netz (40.). Doch die Schwarz-Elf gab die richtige Antwort: Noch vor dem Seitenwechsel bekam der FCA eine Ecke in der Folge nur unzureichend geklärt. Gouweleeuw wehrte in die Füße von Quaison ab, der daraufhin aus 18 Metern per Flachschuss zur 2:1-Pausenführung traf (45.).

Der zweite Durchgang startete zwar mit unverändertem Personal, aber dafür mit veränderter Unterhaltungsqualität. Denn Qualität und Quantität der Angriffe ließen auf beiden Seiten zu wünschen übrig. Erst nach etwas mehr als einer Stunde ging ein Raunen durch die spärlich besetzte WWK-Arena, FSV-Abwehrrecke Hack hatte FCA-Schlussmann Luthe nach einer Ecke per Kopf geprüft (62.).

Michael Gregoritsch

Treffer in fast letzter Minute: Michael Gregoritsch rettete den FCA in die Verlängerung. Imago

Mainz stellt Offensive ein - Gregoritsch rettet FCA

Augsburgs Trainer Baum reagierte kurz darauf und brachte mit Richter (für Koo, 65.) eine frische Offensivkraft, die das zwar bemühte, aber zumeist brotlose Angriffsspiel der Fuggerstädter antreiben sollte. Mainz hingegen zog sich Mitte des zweiten Durchgangs spürbar zurück und versetzte sich stattdessen in Lauerposition für Konterangriffe.

Erst eine gute Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit - Mainz hatte seine Offensivbemühungen mittlerweile nahezu komplett eingestellt - wurde Angreifer Finnbogason (für Hahn) auf das Feld geschickt. Für die daraufhin nächste Großchance der Fuggerstädter war aber nicht der Isländer, sondern Gregoritsch verantwortlich: Der Österreicher köpfte aus acht Metern knapp neben das Tor (78.). Bis zur ersten Finnbogason-Möglichkeit dauerte es aber ebenfalls nicht lange, jedoch verzog er aus 17 Metern (82.). Fünf Minuten vor dem Ende fiel doch noch der Ausgleich durch Gregoritsch, der eine Max-Flanke aus 16 Metern präzise im linken Eck unterbrachte - Verlängerung!

Richters Chancenwucher, Caiubys Durchsetzungskraft

Caiuby

Spiel gedreht! Caiuby trifft in der Verlängerung zum 3:2 für die Augsburger. Imago

Mainz machte dort weiter, wo es in der regulären Spielzeit aufgehört hatte, und tat kaum mehr was für das Spiel. Die Augsburger wirkten dagegen viel entschlossener, allen voran Offensivmann Richter, der das Leder erst an die Latte nagelte (94.), ehe er drei weitere erfolglose Versuche aus der Distanz wagte (100., 101., 104.). Den überfälligen Treffer aber erzielte Caiuby, der sich nach einer Finnbogason-Flanke im Kopfballduell gegen Brosinski entschlossen durchsetzte und Augsburg damit erstmals in Führung brachte (105.).

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung zog der Mainzer Trainer Schwarz mit Angreifer Mateta seinen letzten Joker. Nach einem gefährlichen Boetius-Distanzschuss (111.) hatte der Stürmer auch tatsächlich einen gefährlichen Kopfballabschluss, den er auf das Tornetz setzte (112.). Jedoch war es die letzte gefährliche Möglichkeit der Rheinhessen, die trotz zweimaliger Führung in Augsburg ausschieden.

Spieler des Spiels

Caiuby Mittelfeld

2
Spielnote

Ein spannender Pokalfight mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten.

2,5
Tore und Karten

0:1 Mwene (19', Rechtsschuss, Maxim)

1:1 Bell (40', Eigentor, Linksschuss, Max)

1:2 Quaison (45', Rechtsschuss)

2:2 Gregoritsch (86', Linksschuss, Max)

3:2 Caiuby (105', Kopfball, Finnbogason)

Augsburg

Luthe 2,5 - Gouweleeuw 3,5, Khedira 4, Hinteregger 3 - Framberger 3,5, Moravek 4,5 , Max 2,5, Hahn 4 , Koo 5 , Caiuby 2 - Gregoritsch 2,5

Mainz

Zentner 2,5 - Brosinski 4,5, Bell 4 , Hack 4, Bussmann 5,5 - Gbamin 4,5 , Mwene 3 , Maxim 3,5 , Quaison 3 - Ujah 5, Onisiwo 4

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

2
Spielinfo

Stadion

WWK-Arena

Zuschauer

15.561

Der FCA steht somit im Achtelfinale, spielt aber zunächst in der Liga am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause gegen Nürnberg. Mainz hat einen Tag länger Pause und empfängt am Sonntag (18 Uhr) Werder Bremen.

Bilder zur Partie FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05