3. Liga Analyse

14:02 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
Brandenburger
F. Köln

14:05 - 34. Spielminute

Tor 0:1
Pelivan
Rechtsschuss
Großaspach

14:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Burger
Großaspach

14:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Vitzthum
für Hercher
Großaspach

14:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Bösel
Großaspach

14:43 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Ceylan
für Scheu
F. Köln

14:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Uaferro
F. Köln

14:47 - 61. Spielminute

Tor 0:2
Abu Hanna
Eigentor, angeschossene linke Hand
Vorbereitung Martinovic
Großaspach

14:48 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Martinovic
Großaspach

14:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Ngamukol
für Ochojski
F. Köln

14:55 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Jüllich
für Martinovic
Großaspach

14:56 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Vitzthum
Großaspach

14:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Koljic
für Abu Hanna
F. Köln

15:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Binakaj
für Röttger
Großaspach

FKÖ

GAS

Dorfklub bleibt Drittklassig

Pelivans Traumfreistoß leitet Aspachs Rettung ein

Dominik Pelivan

Pure Emotionen: Dominik Pelivan sorgte sehenswert für Großaspachs Führung. imago images

Fortuna Kölns Coach Oliver Zapel war nach dem 2:3 bei 1860 München zum Handeln gezwungen gewesen: Mit Hartmann, Bröker, Exslager (alle Oberschenkelverletzung), Pintol und Kapitän Dahamani (beide Muskelfaserriss) fehlte fast die komplette Sturmreihe verletzt. Gegenüber der Niederlage in München nahm der 51-Jährige insgesamt fünf Wechsel vor: Kraft, Abu Hannah, Andersen, Kurt und Ochojski begannen für Rehnen, Kyere Mensah (Gelb-Rot-Sperre), Schieck (Rippenprellung), Bröker und Hartmann.

Großaspachs Trainer Markus Lang sah nach dem überzeugenden 5:2 gegen Zwickau keinen Anlass, etwas in seiner Anfangsformation zu verändern. Es starteten also dieselben elf Akteure wie in der Vorwoche.

Kellerkinder begegnen sich auf Augenhöhe

Die beiden Kellerkinder starteten mit offenen Visieren in die Partie. Während die bereits abgestiegenen Kölner befreit aufspielen konnten - und das vor allem in den Anfangsminuten auch taten - war Großaspach noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt und somit zum Punkten gezwungen. Dies dürfte beide Teams dazu veranlasst haben, völlig auf die obligatorische Abtastphase zu verzichten.

Das erste Raunen ging bereits nach drei Minuten durch das Kölner Südstadion. Nach einem Fortuna-Angriff schaltete Großaspach blitzschnell um, am Ende der Ballstafette kam SGS-Torjäger Röttger links im Strafraum stehend zum Abschluss. Allerdings reagierte Kölns Keeper Kraft gedankenschnell und entschärfte den satten Schuss mit beiden Fäusten. Die Anfangsphase lieferte weiterhin kaum Pausen zum Durchatmen. Nur vier Zeigerumdrehungen später musste Broll zu seiner ersten Glanzparade ansetzen - Brandenburger hatte den Schlussmann aus 20 Metern halbrechter Position herausgefordert (7.).

Pelivan ebnet den Weg

3. Liga, 38. Spieltag

Mit fortlaufender Spieldauer leisteten sich die Rheinländer wie bei Krafts unnötigem Ausflug aus dem Sechzehner (17.) zunehmend Unachtsamkeiten, zudem fehlten der Zapel-Elf in der Offensive die passenden Mittel, um den dichten Aspacher Abwehrverbund in Bedrängnis zu bringen. Auf der Gegenseite verstärkte der Dorfklub - auch mit dem Wissen, gewinnen zu müssen - nun seine Angriffsbemühungen, die schlussendlich durch einen ruhenden Ball belohnt werden sollten. Pelivan hatte die Kugel mit viel Gefühl aus zwanzig Metern direkt neben den rechten Torpfosten gesetzt (33.). Kraft blieb keine Abwehrmöglichkeit.

Die Fortuna zeigte sich vom Rückstand wenig beeindruckt: Da aber zunächst Uaferro zu ungenau köpfte (35.) und wenig später Eberwein aus wenigen Metern die gute Schussposition liegen ließ (40.), ging es beim Stand von 1:0 in die Kabine.

Martinovic zwingt Abu Hanna zum Eigentor

Der Beginn der zweiten Hälfte ähnelte dann dem der ersten. Beide Teams kamen mit frischem Wind aus den Katakomben: Zunächst scheiterte Gehring nach seiner sehenswerten Einzelaktion an Krafts Fußparade (47.), dann rettete Broll mit viel Risiko gegen Scheu (48.) und wiederum nur wenige Sekunden später jagte Röttger die Kugel aus knapp zwanzig Metern nur haarscharf am Fortuna-Gehäuse vorbei (49.).

Im Anschluss litt der Spielfluss der bis dato tempogeladenen Partie wegen einiger Verletzungsunterbrechungen und Nickligkeiten deutlich. Für die Vorentscheidung sorgte dann erneut ein ruhender Ball: Martinovic hatte eine Burger-Hereingabe am zweiten Pfosten Richtung Tor gespielt und Abu Hannah die Kugel anschließend unglücklich mit der Hand über die Linie gelenkt (61.).

In der Schlussphase legten die Schwaben ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive - und hatten Erfolg. Köln rannte zwar an, jedoch konnten sich die Rheinländer vor dem Tor nicht entscheidend in Szene setzen.

Durch das 2:0 bleibt der Dorfklub auch im sechsten Jahr in Serie im Profifußball, die Fortuna muss sich nach fünf Jahren von selbigem verabschieden.