3. Liga Analyse

3. Liga 2018/19, 13. Spieltag
19:22 - 22. Spielminute

Gelbe Karte
Geyer
Aalen

19:25 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Biada
K'lautern

19:33 - 33. Spielminute

Tor 1:0
Sessa
Linksschuss
Vorbereitung Morys
Aalen

20:20 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Schnellbacher
für Bär
Aalen

20:21 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Huth
für Biada
K'lautern

20:21 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Kühlwetter
für Hemlein
K'lautern

20:22 - 67. Spielminute

Tor 1:1
Kühlwetter
Rechtsschuss
Vorbereitung Zuck
K'lautern

20:29 - 74. Spielminute

Tor 1:2
Huth
Kopfball
Vorbereitung Kühlwetter
K'lautern

20:37 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Fechner
für Zuck
K'lautern

20:38 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Trianni
für Geyer
Aalen

20:47 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Fennell
Aalen

AAL

FCK

3. Liga, 13. Spieltag

Frontzecks goldenes Händchen: Joker retten FCK

Die FCK-Joker stechen: Kühlwetter (li.) und Huth drehten die Partie in Aalen zugunsten der Lauterer.

Die FCK-Joker stechen: Kühlwetter (li.) und Huth drehten die Partie in Aalen zugunsten der Lauterer. imago

Aalens Trainer Argirios Giannikis tauschte nach dem 0:0 bei Carl Zeiss Jena zweimal: Schorr und Bär spielten anstelle von Büyüksakarya und Schnellbacher (beide Bank).

Dagegen vertraute FCK-Coach Michael Frontzeck exakt derselben Elf, die zuvor zuhause mit 2:0 gegen Uerdingen gewonnen hatte.

Auf dem Platz taten sich beide Mannschaften recht schwer. Defensiv gab es zwar hüben wie drüben nichts zu mäkeln, offensiv aber schon. Sowohl der VfR als auch der FCK suchten die Zweikämpfe, spielten ordentliches Pressing und machten dem Gegner folglich das Leben schwer. Angriffe liefen auf beiden Seiten häufig nach demselben Muster ab: Langer Ball auf die Außen und darauf hoffen, dass man durchkommt. Wirklich gefährlich war das freilich nicht.

Hainault erst im Pech, dann im Glück

3. Liga, 13. Spieltag

So richtig gefährlich wurde es erstmals nach 23 Minuten, als Zuck einen Freistoß von rechts präzise nach innen zu Hainault brachte und dieser anschließend per Kopf aus kurzer Distanz am stark reagierenden Bernhardt scheiterte. Etwas später dürften die Pfälzer sicherlich froh gewesen sein, als Schiedsrichter Steffen Brütting weiterspielen hatte lassen, nachdem Hainault im eigenen Sechzehner Gegenspieler Fennell mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen hatte (32.).

Strafstoß oder kein Strafstoß? Das war nur kurz die Frage, denn kurz darauf klingelte es im Netz der Gäste: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld leitete Morys gekonnt weiter zu Sessa, der Fahrt aufnahm, am Sechzehner kurz abstoppte, einen Haken schlug und dann sehenswert aus 16 Metern zum 1:0 vollendete - ein klassischer Konter, der zugleich der erste Treffer der Aalener nach zuvor 311 torlosen Minuten war.

Spielerisch hatte die Partie nach der VfR-Führung nicht mehr allzu viel zu bieten. Viele Nickeligkeiten und zahlreiche Fouls führten dazu, dass der Spielfluss abhandenkam. Den Hausherren kam das nicht ungelegen, sie brachten den knappen Vorsprung clever in die Pause. Ohne personelle Wechsel ging es in die zweite Hälfte, in der sich spielerisch nicht viel änderte. Man stand sich auf den Füßen, zog in Zweikämpfen nicht zurück und neutralisierte sich weitgehend.

Aalen zieht sich zurück - Bernhardt patzt

Mit zunehmender Spieldauer zog sich Aalen zurück, rührte Beton an und sorgte so für Kopfzerbrechen bei den Pfälzern, die die Lücken einfach nicht fanden. Doch dann bewies Frontzeck ein goldenes Händchen, indem er Kühlwetter einwechselte. Der 22-Jährige war erst wenige Sekunden auf dem Platz, da ließ er es schon klingeln. Aus etwa 20 Metern traf er zum verdienten 1:1, profitierte dabei aber auch von einem bösen Fehler von VfR-Schlussmann Bernhardt. Dieser hatte den haltbaren Schuss durchrutschen lassen (67.).

Und es kam noch dicker für den VfR! Eine Viertelstunde vor Schluss trieb Schad das Leder auf der rechten Seite nach vorne und flankte zu Kühlwetter, der per Kopf am gut reagierenden Bernhardt scheiterte, doch Huth stand goldrichtig und staubte ab - 2:1 (74.). Beide Joker hatten gestochen, Lautern das Spiel gedreht und Aalen stand vor einem Scherbenhaufen. Doch der VfR bäumte sich noch einmal auf und hätte beinahe ausgeglichen. Weil aber Schad auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Schlussmann Hesl gegen Fennell rettete (77.), reichte es am Ende zum zweiten Auswärtssieg der Roten Teufel.

Mit dem Pokal haben beide Klubs nichts mehr am Hut, sodass sie erst wieder am Wochenende wieder gefordert sind: Für Aalen geht es am Samstag (14 Uhr) in Lotte weiter. Der FCK empfängt tags zuvor (19 Uhr) Energie Cottbus.