Bundesliga 2018/19, 22. Spieltag
18:58 - 25. Spielminute

Tor 1:0
Selke
Rechtsschuss
Vorbereitung Kalou
Hertha

19:00 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Rekik
Hertha

19:49 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Skjelbred
für Torunarigha
Hertha

19:54 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Pizarro
für J. Eggestein
Bremen

19:53 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Langkamp
Bremen

20:04 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Bargfrede
Bremen

20:07 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Sargent
für Rashica
Bremen

20:07 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Möhwald
für Bargfrede
Bremen

20:09 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Lazaro
Hertha

20:13 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Klünter
für Kalou
Hertha

20:28 - 90. + 6 Spielminute

Tor 1:1
Pizarro
Rechtsschuss
Bremen

20:26 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Klaassen
Bremen

20:23 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Darida
für Duda
Hertha

20:26 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Ibisevic
Hertha

BSC

BRE

SV Werder Bremen liegt lange verdient zurück - und holt ein 1:1

90.+6! Pizarro nimmt Hertha-Mauer als Ping-Pong-Hilfe

Claudio Pizarro

Punktretter in Berlin - und der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte: Werder-Oldie Claudio Pizarro (40). Getty Images

Hertha-Trainer Pal Dardai nahm nach dem überraschenden, weil absolut verdienten 3:0 in Gladbach lediglich einen Tausch vor. Als Rechtsverteidiger im Olympiastadion fungierte an diesem Abend Lazaro, Klünter rückte wieder auf die Bank. Dort saß auch Ibisevic, der vom zuletzt starken Selke vertreten wurde.

Bremens Coach Florian Kohfeldt vertraute indes exakt denselben elf Akteuren, die ein klares 4:0 gegen Augsburg zustande gebracht hatten. Das integrierte auch den zuletzt leicht angeschlagenen Doppelpacker Rashica, der wieder an der Seite von Johannes Eggestein und Kruse angreifen durfte. Auf der Bank nahmen derweil Pizarro oder auch Sahin Platz - und nicht der zuletzt beim Asiencup weilende sowie leicht am Rücken angeschlagene Osako.

Duda, Kalou, Selke - und 1:0

Das Motto dieses hochspannenden Duells war klar: Beide Teams wollten sich mit einem Dreier dem internationalen Geschäft nähern - und den jeweils guten Trend der letzten Spiele aufrechterhalten. Das führte in der Anfangsphase allerdings zu reichlich Harmlosigkeit, weil sich sowohl Hertha als auch Werder auf konzentrierte Abwehrarbeit beschränkten und das Risiko arg runterfuhren.

Mit fortschreitender Zeit kam dann die Alte Dame, die im Mittelfeld mit einer Raute (Duda als Spielmacher) und im Angriff mit Stoßstürmer Selke sowie dem leicht hängend agierenden Kalou, immer mehr auf. Das führte nicht nur zu einem krachenden Pfostenschuss von Selke (21.), sondern auch zum verdienten 1:0. Bei einem Angriff erkannte Duda dabei, dass der zu weit aufgerückte Langkamp die Lücke aufriss - und steckte durch für Kalou. Der Ivorer legte quer - und Selke, der frühere Bremer (33 Bundesliga-Spiele zwischen 2013 und 2015) überwand Keeper Pavlenka aus spitzem Winkel.

Bundesliga, 22. Spieltag

Duda hat Pech

Beinahe wäre es vor der Pause gar noch dicker für die Hanseaten gekommen, doch Dudas Freistoßkracher aus 25 Metern schepperte ans Quergebälk und nach leichtem Handkontakt Pavlenkas vom Tor weg (38.). Und Werder? Die Kohfeldt-Elf biss sich an der bestens geordneten Abwehr, die vielleicht in einigen Szenen von der Großzügigkeit von Schiedsrichter Sören Storks profizierte, der Berliner wahrlich die Zähne aus. Chancen? Fehlanzeige!

Pizzaro kommt - und bringt Schwung

Mit Wiederbeginn zeigten sich die Grün-Weißen zwar mutiger, etwas zielstrebiger. Richtig gefährlich wurde es für den nahezu beschäftigungslosen Hertha-Torwächter Jarstein aber nicht. Die beste Chance in den zweiten 45 Minuten verzeichnete außerdem Berlin, Duda konnte auf dem Weg Richtung Tor aber gerade noch vom grätschenden Langkamp geblockt werden (60.).

Kohfeldt sah sich in der Folge zu einer Reaktion gezwungen und brachte seinen 40-jährigen Oldie Pizarro für den 20-jährigen Angreifer Johannes Eggestein (61.). Eine Maßnahme, die in den ersten Momenten etwas mehr Passsicherheit ins Spiel brachte. Gegen eine weiterhin stabile Abwehr, die sich auch mal als Fünfer- oder Sechserkette zeigte, sprangen Chancen aber weiterhin nicht heraus. Die Zeit lief immer weiter ab - und plötzlich lief die vierte Minute der Nachspielzeit, als der 18-jährige Joker Sargent einen aussichtsreichen Freistoß herausholte. Pizarro legte sich den Ball zurecht - und schoss ihn einfach schnurstraks flach in die Mauer. Gleich zweimal wurde die Kugel abgefälscht, vor allem von Unglücksrabe Lazaro, und landete unhaltbar im Jarstein-Gehäuse (90.+6).

Davie Selke gegen Jiri Pavlenka

Dieser Treffer von Davie Selke hielt lange - nicht aber bis zum Schlusspfiff. imago

40 Jahre, 136 Tage

Damit war auch sichergestellt, dass Pizarro mit nunmehr 40 Jahren und 136 Tagen der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte ist - und dass Berlin seit dem 3:2-Heimsieg am 13. Dezember 2013 weiterhin nicht mehr gegen die Norddeutschen gewonnen hat (fünf Niederlagen, sechs Remis).

Weiter geht's so: Die Hertha ist kommenden Samstag (15.30 Uhr) zu Gast beim FC Bayern München. Bremen empfängt am bereits am Freitag (20.30 Uhr) den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart.

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Bilder zur Partie Hertha BSC - Werder Bremen