Bundesliga 2018/19, 20. Spieltag
19:09 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Ginter
Gladbach

19:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Strobl
Gladbach

19:47 - 59. Spielminute

Rote Karte
Nübel
Schalke

19:49 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Fährmann
für Konoplyanka
Schalke

19:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Kramer
für Strobl
Gladbach

20:00 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Bentaleb
Schalke

20:04 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Matondo
für Rudy
Schalke

20:06 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Neuhaus
für Zakaria
Gladbach

20:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Herrmann
für Hofmann
Gladbach

20:13 - 85. Spielminute

Tor 0:1
Kramer
Linksschuss
Vorbereitung T. Hazard
Gladbach

20:19 - 90. + 1 Spielminute

Tor 0:2
Neuhaus
Linksschuss
Vorbereitung T. Hazard
Gladbach

S04

BMG

Matondo gibt Bundesliga-Debüt - Schalker Serie reißt

Nach Nübel-Rot: Kramer bricht den Bann

Hart angepackt: Schalkes Salif Sané im Zweikampf mit Lars Stindl (r.).

Hart angepackt: Schalkes Salif Sané im Zweikampf mit Lars Stindl (r.). picture alliance

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hatte beim 2:2 bei Hertha BSC gleich drei Verletzte zu beklagen. Schöpf (Außenbandriss), Skrzybski (Muskelfaserriss) und Stambouli (Jochbeinfraktur) standen nicht zur Verfügung und wurden durch McKennie, Serdar und Bentaleb ersetzt.

Gladbachs Coach Dieter Hecking indes konnte im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Augsburg wieder auf Topscorer Hazard (neun Tore, sechs Assists) setzen. Der Belgier stand ebenso in der Startelf wie Zakaria. Neuhaus und Traoré mussten weichen.

Die Anfangsphase war geprägt von großem gegenseitigem Respekt. Beide Mannschaften hatten ihren Fokus auf die Defensive gelegt. Hüben wie drüben wurden die Räume gut zugestellt und der ballführende Gegenspieler rasch unter Druck gesetzt. Das führt dazu, dass die Offensivreihen zunächst keinen Raum hatten, um sich zu entfalten. Torchancen ließen folglich auf sich warten.

Stindl streift die Latte, Caligiuri das Außennetz

Bundesliga, 20. Spieltag

Nach 14 Minuten gab es den ersten vielversprechenden Abschluss, als Stindl, gut von Zakaria in Szene gesetzt, aus der Distanz die Oberkante der Latte touchierte. Danach ging es kurzfristig Schlag auf Schlag: Zuerst köpfte Uth knapp drüber (16.), ehe auf der Gegenseite Zakaria aus spitzem Winkel in S04-Keeper Nübel seinen Meister fand (18.).

Diese drei Chancen waren allerdings keineswegs der Weckruf in diesem Spiel, vielmehr stellten sie eine Art Ausnahme dar. Defensive blieb nämlich in diesem intensiven Duell Trumpf, außerdem glänzten die Akteure auf dem Rasen durch wenige Fehler. Die Passquoten näherten sich nach einer halben Stunde hüben wie drüben den 90 Prozent an, was bedeutete, dass wenige Fehler gemacht wurden. Das ging jedoch auch zu Lasten des Vertikalspiels, häufig wurde der sicherere Querpass gespielt und eher selten der riskante Pass in die Tiefe.

Letztlich hatte das die Konsequenz, dass die Begegnung lange Zeit relativ ereignislos vor sich hinplätscherte. Erst kurz vor der Halbzeit wurde es wieder turbulent - und zwar, als Caligiuri in der 40. Minute einen direkten Freistoß aus etwa 23 Metern halblinker Position haarscharf links vorbeischlenzte. Der Ball streifte das linke Außennetz und die Partie ging torlos in die Pause.

Fährmanns unverhofftes Comeback

Notbremse: S04-Keeper Alexander Nübel nach seinem Foul an dem am Boden liegenden Thorgan Hazard. Matija Nastasic (r.) ahnt nichts Gutes.

Notbremse: S04-Keeper Alexander Nübel nach seinem Foul an dem am Boden liegenden Thorgan Hazard. Matija Nastasic (r.) ahnt nichts Gutes. imago

Hälfte zwei entwickelte sich ähnlich wie die erste. Beide Mannschaften wollten keine Fehler machen und offenbarten weiterhin Schwächen im Spiel nach vorne. Klare Torchancen waren nicht zu sehen, weil entweder die Genauigkeit fehlte (Hofmann, 47.) oder der finale Pass nicht ankam (Serdar, 49./ Hazard, 55.).

Nach etwas mehr als einer Stunde kam der vor zwei Spieltagen zur Nummer zwei degradierte S04-Keeper Fährmann dann zu seinem unverhofften Comeback zwischen den Pfosten. Nübel hatte wenige Augenblicke zuvor Hazard per Notbremse aufgehalten und hatte dafür Rot gesehen. So musste Tedesco Fährmann bringen - und dieser zeigte weniger Minuten später bereits seine Klasse, als er einen gefährlichen Stindl-Freistoß entschärfte (73.).

Kurz darauf verhalf Tedesco Winter-Neuzugang Matondo zu dessen Bundesliga-Debüt. Der Waliser kam eine Viertelstunde vor Schluss für Rudy ins Spiel und sollte dabei mithelfen, gegen Gladbach in Unterzahl doch noch etwas zu reißen. Auf dem Rasen waren die Kräfteverhältnisse nun eindeutig: Gladbach drückte nach vorne, Schalke stand tief und lauerte auf Konter. Zündende Ideen hatten beide Seiten nicht.

Heckings Joker stechen

Bis zu 85. Minute: In dieser narrte Hazard auf links Matondo und spielte scharf nach innen. Der leicht abgefälschte Ball landete beim kurz zuvor eingewechselten Kramer, der die Kugel stark annahm und mit links aus 16 Metern in die Maschen zum 1:0 drosch - wieder prallte der Ball ab, diesmal von Neuhaus. Endgültig den Deckel drauf machte dann Neuhaus, ebenfalls eingewechselt und ebenfalls von Hazard bedient. Der 21-Jährige spritzte in die Lücke und markierte in der ersten Minute der Nachspielzeit den 2:0-Endstand.

Spieler des Spiels

Thorgan Hazard Mittelfeld

2
Spielnote

Schalke gestaltete die erste Hälfte recht ausgeglichen, nach der Pause wurde Gladbach stetig dominanter, ohne dass die Darbietungen zum Zungeschnalzen anregten. Dank der späten Tore blieb es bis zur Schlussphase spannend.

3,5
Tore und Karten

0:1 Kramer (85', Linksschuss, T. Hazard)

0:2 Neuhaus (90' +1, Linksschuss, T. Hazard)

Schalke

Nübel 4 - Caligiuri 3,5, Sané 4, Nastasic 3, Oczipka 4 - Rudy 5 , Bentaleb 3 , S. Serdar 4,5, Konoplyanka 5 , McKennie 3,5 - Uth 4

Gladbach

Sommer 3 - Lang 3, Ginter 3 , Elvedi 2, Wendt 3 - Strobl 3,5 , Zakaria 3 , Hofmann 3,5 - T. Hazard 2, Stindl 2,5, Plea 4

Schiedsrichter-Team

Marco Fritz Korb

3
Spielinfo

Stadion

Veltins-Arena

Zuschauer

62.271 (ausverkauft)

Schalkes Serie von zuvor drei ungeschlagenen Spielen in Folge endete also. Mit dieser Niederlage im Gepäck geht es für S04 nun in die englische Woche: Am Mittwoch (20.45 Uhr) es im Pokal zuhause gegen Fortuna ums Pokal-Viertelfinale. In der Bundesliga steht dann am kommenden Samstag (18.30 Uhr) das Highlight beim FC Bayern München auf dem Programm. Drei Stunden zuvor empfangen die Gladbacher die Berliner Hertha.

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - Bor. Mönchengladbach