Bundesliga 2018/19, 19. Spieltag
15:48 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Joelinton
Linksschuss
Hoffenheim

16:07 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
N. Schulz
Hoffenheim

16:11 - 42. Spielminute

Tor 1:1
Höler
Rechtsschuss
Vorbereitung Gulde
Freiburg

16:36 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Grillitsch
Hoffenheim

16:47 - 59. Spielminute

Tor 1:2
Kramaric
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung N. Schulz
Hoffenheim

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Posch
für Szalai
Hoffenheim

16:53 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Waldschmidt
für Höler
Freiburg

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Niederlechner
für P. Stenzel
Freiburg

16:59 - 72. Spielminute

Tor 1:3
Kramaric
Linksschuss
Vorbereitung Demirbay
Hoffenheim

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Ravet
für Gondorf
Freiburg

17:04 - 77. Spielminute

Tor 2:3
Niederlechner
Kopfball
Vorbereitung Günter
Freiburg

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Amiri
für Geiger
Hoffenheim

17:12 - 85. Spielminute

Tor 2:4
Demirbay
Linksschuss
Hoffenheim

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Brenet
für N. Schulz
Hoffenheim

SCF

HOF

Kramarics Doppelpack und Demirbays Traumtor

Nach neun Spielen: Hoffenheim gewinnt wieder

Andrej Kramaric

Entscheidend an Hoffenheims Sieg beteiligt: Andrej Kramaric traf beim 4:2 gegen Freiburg doppelt. imago

Freiburgs Trainer Christian Streich musste auf den "gesperrten" Grifo verzichten. Der Standardspezialist war gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber Hoffenheim zum Zuschauen gezwungen. Dieser Bedingung hatte der Sport-Club entsprechen müssen, um das Leihgeschäft des 25-Jährigen zu finalisieren - Höler ersetzte Grifo. Gegenüber der 1:3-Auswärtspleite bei Eintracht Frankfurt nahm Streich drei weitere Änderungen in seiner Anfangsformation vor: Günter, Stenzel und Petersen begannen für Kübler, Waldschmidt und Niederlechner.

Im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern tauschte TSG-Coach Julian Nagelsmann seine erste Elf dreimal: Geiger feierte sein Startelfdebüt, den 20-Jährigen hatte ein hartnäckige Oberschenkelverletzung außer Gefecht gesetzt. Zudem starteten Szalai und Grillitsch - Posch, Bittencourt und Belfodil nahmen zunächst auf der Bank Platz. Nachdem die Dreierkette gegen Bayern über weite Strecken überfordert gewirkt hatte, ließ Nagelsmann seine Mannschaft mit einer Viererkette auflaufen, davor bildeten Demirbay, Grillitsch, Geiger und Kramaric das Mittelfeld.

Pressing schmeckt TSG nicht

Spielerisch brauchte die Begegnung eine Weile, um auf Touren zu kommen. Die Hoffenheimer hatten zwar von Beginn an etwas mehr Spielanteile, wussten mit diesen aber nicht sonderlich viel anzufangen. Das lag zu einem großen Teil auch am Sport-Club, der präsent in den Zweikämpfen war und den Gast mit hohem Pressing früh unter Druck setzte.

Bundesliga, 19. Spieltag

Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe es erstmals richtig gefährlich wurde: Freiburgs Rechtsverteidiger Stenzel hatte den Ball ohne große Not zurück Richtung eigenes Tor gespielt. Doch weder Schlussmann Schwolow noch Innenverteidiger Heintz fühlten sich für den Pass zuständig. Nutznießer der Situation: Joelinton. Der Brasilianer sprintete dazwischen und hatte anschließend beim Abschluss aus zwölf Metern keine Schwierigkeiten.

Freiburgs verdienter Ausgleich

Hoffenheim hatte die erste Chance gleich genutzt und den SC in Zugzwang gebracht. Die Antwort der Breisgauer ließ nicht lange auf sich warten: Freiburg erhöhte die Schlagzahl und drängte fortan auf den Ausgleich, allerdings leisteten sich die Gastgeber zu viele einfache Fehler im Spielaufbau und erleichterten den clever agierenden Kraichgauern so das Leben.

Die TSG ließ den SC gewähren, wohl in der Hoffnung den nächsten Konter setzen zu können. Die Streich-Elf blieb weiter griffig und bissig und verdiente sich so den Ausgleich: Nach einer Ecke von der rechten Seite stieg Gulde am kurzen Pfosten am höchsten, sein wuchtiger Kopfball ging noch ans Aluminium, doch beim Nachschuss stand Höler goldrichtig und schob aus fünf Metern zum 1:1 ein (44.).

Die Ruhe vor dem Sturm

Nach dem Seitenwechsel benötigten beide Teams dann erst einmal gut 15 Minuten, um wieder den Rhythmus zu finden. Gerade als die Freiburger besser aufkamen, leistete sich Stenzel seinen nächsten Schnitzer, indem er Schulz am linken Strafraumeck elfmeterwürdig foulte. Den fälligen Strafstoß versenkte Kramaric souverän (59.).

Nach der erneuten Hoffenheimer Führung entwickelte sich eine rasante Partie, mit ausgezeichneten Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst stellte Kramaric mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:1: Ein scharfer Pass von Grillitsch reichte, um fast die komplette Freiburger Hintermannschaft auszuhebeln. Im Anschluss stand Gulde gegen die heranstürmenden Demirbay, Kaderabek und eben Kramaric auf verlorenem Posten (72.).

Sport-Club lässt nicht locker

Der Sport-Club steckte aber auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand nicht auf. Wieder war es eine Ecke, die für Jubel im Schwarzwald-Stadion sorgte: Niederlechner setzte sich im Zentrum gegen den körperlich unterlegenen Geiger durch und setzte den Kopfball an Baumann vorbei ins Netz (77.). In der Schlussphase lockerte Freiburg seine Defensivreihe und hatte durch Petersen und Waldschmidt gleich zwei gute Chancen auf den Ausgleich.

Mitten in die Freiburger Angriffswellen sorgte Demirbay mit seinem Traumtor für die endgültige Entscheidung: Der 25-Jährige kam aus gut 20 Metern halblinker Position frei zum Abschluss und jagte den Ball mit seinem starken linken Fuß an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball klar hinter die Torlinie (85.).

Nächstes Derby für Streich-Elf

Die Freiburger, die weiter auf ihren ersten Punktgewinn im neuen Jahr warten, beschließen am kommenden Sonntag (18 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart den 20. Spieltag. Die TSG empfängt am Samstag (15.30 Uhr) die auswärtsstarke Fortuna Düsseldorf.

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Bilder zur Partie SC Freiburg - TSG Hoffenheim