Premier League Spielbericht

Premier League 2018/19, 26. Spieltag
17:03 - 4. Spielminute

Tor 1:0
Sterling

ManCity

17:12 - 13. Spielminute

Tor 2:0
Aguero

ManCity

17:18 - 19. Spielminute

Tor 3:0
Aguero

ManCity

17:24 - 25. Spielminute

Tor 4:0
Gündogan

ManCity

18:10 - 52. Spielminute

Spielerwechsel
Kovacic
für Barkley
Chelsea

18:13 - 56. Spielminute

Tor 5:0
Aguero
Foulelfmeter,

ManCity

18:17 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Jorginho
Chelsea

18:22 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Loftus-Cheek
für Pedro
Chelsea

18:22 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Gabriel Jesus
für Aguero
ManCity

18:25 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Mahrez
für De Bruyne
ManCity

18:26 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Marcos Alonso
Chelsea

18:30 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Emerson
für Marcos Alonso
Chelsea

18:32 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Silva
für Fernandinho
ManCity

18:34 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Gündogan
ManCity

18:37 - 80. Spielminute

Tor 6:0
Sterling

ManCity

MAC

CHE

Ausrufezeichen im Premier-League-Topspiel

Aguero-Wahnsinn: ManCity überrollt Chelsea in Peps "Finale"

Sergio Aguero jubelt gegen Chelsea

Erst Blackout, dann Traumtor: Sergio Aguero jubelt gegen Chelsea. picture alliance

Obwohl das Endspiel im Ligapokal zwischen beiden Klubs erst am 24. Februar ansteht, hatte Pep Guardiola schon das Premier-League-Duell gegen Chelsea als "Finale" bezeichnet, um die Sinne seiner Profis zu schärfen. Und wie scharf sie waren! Manchester City gewann das Topspiel des 26. Spieltags am frühen Sonntagabend mit 6:0 - und verteidigte, bei einem mehr absolvierten Spiel, die Tabellenspitze gegenüber dem punktgleichen FC Liverpool.

Schon nach 25 Minuten hatte es 4:0 gestanden, es war eine Kombination aus City-Wucht und Chelsea-Fehlern. Zunächst traf Startelfrückkehrer Sterling, weil Marcos Alonso bei einem simplen Freistoß von De Bruyne schlief und Vorlagengeber Bernardo Silva entwischen ließ (4.). Das 2:0 (13.) war eine besondere Geschichte: Torjäger Aguero erzielte es mit einem Traumschlenzer in den Winkel aus über 20 Metern - fünf Minuten nachdem er aus kürzester Distanz das leere Tor verfehlt hatte und sogar Guardiola in der Coaching Zone zusammenbrechen ließ. "Tore aus einem Meter sind eben was für Softies", kommentierte die BBC die unfassbare Szene.

Aguero nutzt Barkleys Aussetzer - Rüdiger legt für Gündogan auf

Chelsea-Trainer Maurizio Sarri hatte wie erwartet auch beim Meister einen mutigen Ansatz gewählt, doch binnen Minuten brach alles zusammen. Barkley köpfte einen von Mitspieler David Luiz aus dem Strafraum beförderten Ball ohne ersichtlichen Grund wieder zurück - Aguero nutzte die Traumvorlage zum 3:0 (19.). Und als auch noch Gündogans 17-Meter-Schuss, unglücklich vorgelegt von Rüdiger im Zweikampf mit Aguero, im Netz einschlug (25.), war endgültig alles klar. Es war Citys vierter Schuss aufs Tor von Kepa, der einem leidtun konnte.

Doch siehe da: Die Chelsea-Profis, von Sarri vor wenigen Wochen als "schwer zu motivieren" kritisiert, zeigten Moral. Auch weil City das Tempo drosselte und sich ob des Spielstands ein paar Konzentrationsfehler erlaubte, kam Pedro zu einem Eins-gegen-eins mit Ederson (und verlor, 28.) und Higuain, der Pedros Chance per Hacke eingeleitet hatte, zu einem gefährlichen Volleyschuss, den Citys Schlussmann stark entschärfte (38.). Zur Pause waren die Ballbesitzwerte nahezu ausgeglichen.

Aguero holt Shearer ein - Tordifferenz wächst weiter

Wirklich wuchtig kam Chelsea, das City im Hinspiel noch die erste Liga-Niederlage zugefügt hatte, trotz dieser ansprechenden Phase jedoch nicht aus der Kabine; stattdessen rückte wieder Aguero in den Fokus: Erst köpfte er an die Latte (51.), dann verwandelte er einen Foulelfmeter (Azpilicueta an Sterling) sicher zu seinem zweiten Dreierpack binnen einer Woche (56.), seinem elften in der Premier-League-Geschichte. Alan Shearers Rekord ist eingestellt, Citys Hunger noch nicht.

Obwohl Guardiola genüsslich Aguero, De Bruyne und Fernandinho auswechselte (Sané blieb auf der Bank), setzte seine Elf auch ohne die letzte Spannung immer wieder kleine Glanzlichter, Sterling etwa machte nach einer David Silva/Zinchenko-Kombination das halbe Dutzend voll (80.).

Chelsea kassiert höchste Niederlage seit 1991 - Sarri lässt Guardiola abblitzen

Erst in dieser Woche hatte Pep Guardiola betont, wie wichtig die Tordifferenz im Titelrennen mit Liverpool (und Tottenham) noch werden könnte. Jetzt steht City bei plus 54, Liverpool bei zehn weniger. Wettbewerbsübergreifend hat der Meister jetzt in den letzten sechs Heimspielen 33-mal getroffen. Und das eben nicht mehr nur gegen Rotherham oder Burnley, sondern auch gegen Chelsea, das zuvor nur 22 Gegentore geschluckt hatte, die höchste Pflichtspielniederlage seit 1991 kassierte - und jetzt nur noch Fünfter ist. Sarri war so frustriert, dass er nach dem Schlusspfiff mit starrem Blick Richtung Tunnel marschierte und dabei sogar Guardiola übersah, der ihm sekundenlang die Hand entgegengestreckt hatte.

jpe